Live-Streaming

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Live-Streaming, zu Deutsch Echtzeitübertragung, bezeichnet man ein Streaming-Media-Angebot, das in Echtzeit (englisch live) bereitgestellt wird.

Dabei wird mittels einer Encoder-Software das Signal in einen Video-/Audio-Stream umgewandelt und kann so über das Internet übertragen werden.

Man darf Live-Streaming nicht verwechseln mit der Übertragung von Live-Webcam-Bildern auf einer Website. Bei letzterer wird kein Stream erzeugt, sondern lediglich in einem bestimmten Abstand ein Standbild, beispielsweise einer Webcam, via FTP auf einen Webserver geladen.

Im Gegensatz zum Live-Streaming steht das On-Demand-Streaming.

Beschreibung[Bearbeiten]

Es gibt eine Vielzahl an Software, die das Live-Streaming ermöglicht, sowohl Audio als auch Video und beides zusammen. Viele große Softwarefirmen wie Microsoft, Adobe und Real bieten fertige Lösungen an, aber auch kleinere Unternehmen wie etwa Emulive, deren Software auch Schnittstellen zu Zahlungssystemen enthalten, so dass Inhalte gegen Bezahlung übertragen werden (Video-on-Demand, Live-Video-Chat).

Im Folgenden soll ein Überblick über die zur Zeit verschiedenen Software und Übertragungstechniken gegeben werden: Man kann zwischen Peer-to-Peer, Streaming-Servern und seit 2008 auch mit einer Software-Lösung durch einfache Webserver unterscheiden.

Grundsätzlich wird zwischen Peer-to-Peer (P2P) und serverbasierten Techniken unterschieden, wobei letztere mittlerweile hauptsächlich eingesetzt werden.

Im Falle der P2P-Lösung wird seitens eines zentralen Servers eine Verbindung zwischen zwei Teilnehmern – hauptsächlich bei Videokonferenzen – vermittelt, die dann unabhängig vom Server die Daten austauschen. Der Vorteil dabei ist, dass der zentrale Server nicht mit den Daten belastet wird und die Video-/Audio-Streams zwischen den beiden Rechnern über deren Leitungen übertragen wird. Dabei kann der Betreiber des Servers keinen Einfluss auf die Qualität des übertragenen Streams nehmen. Diese Technik wird unter anderem von der Software Eyeball benutzt, aber auch die meisten Java-Applets die im Internet Live-Video-Streams unterstützen, benutzen diese Technik.

Im Falle der serverbasierten (Streamingserver) Lösung wird der Stream vom erzeugenden Rechner (Producer) an einen zentralen Server gesendet, der den Stream dann im Internet verteilt. Mittels dieser Technik kann bei einem technisch gut ausgestatteten Server eine optimale Streamqualität erreicht werden. Ein Stream kann an tausende Zuschauer gleichzeitig übertragen werden, zum Beispiel bei Livekonzerten. Auch sind Videokonferenzen damit relativ einfach zu gestalten.

Live-Streaming wird oft bei Fernsehübertragungen genutzt.

Mit rund acht Millionen Zuschauern hält der vom Videoportal YouTube angebotene Livestream zum Stratosphärensprung des österreichischen Extremsportlers Felix Baumgartner im Oktober 2012 den Rekord des bisher meist gesehenen Streams.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andreas Wilkens: Überschall-Sprung sorgt für Rekord bei YouTube. In: heise online. 15. Oktober 2012, abgerufen am 16. Oktober 2012.