Live/Dead

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Live/Dead
Livealbum von Grateful Dead
Veröffentlichung 10. November 1969
Label Warner Bros. Records
Genre Folk Rock, Psychedelic Rock
Anzahl der Titel 7 als LP, 9 als CD
Laufzeit 75:07 (LP), 78:51 (CD)

Besetzung

Produktion Grateful Dead
Chronologie
Aoxomoxoa
(1969)
Live/Dead Workingman’s Dead
(1970)

Live/Dead ist das insgesamt vierte Album von Grateful Dead. Es ist das erste Live-Album der Band.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Das Album ist ein Zusammenschnitt aus verschiedenen Konzerten, die die Band Anfang 1969 gegeben hatte.

Die Songs wurden mit einem mobilen 16-Spur-Rekorder aufgenommen. Der Tontechniker Owsley Bear versuchte dazu einen Mikrophonteiler von Ron Wickersham entwickeln zu lassen, um sowohl den Gesang als auch die Instrumente ohne Qualitätsverlust aufzunehmen. Dies war der Anfang des Wall of Sound von Grateful Dead.

Von einem Auftritt am 26. Januar 1969 im Avalon Ballroom in San Francisco wurden die Songs „The Eleven“ und „Turn On Your Lovelight“ gewählt.

Dark Star“ und „St. Stephen“ wurden von einem Auftritt am 27. Februar 1969 im Fillmore West ausgesucht. Die Lyrik zu Dark Star gilt als vielleicht beste, die Robert Hunter geschrieben hat und als ein Aushängeschild von Grateful Dead. Die Rock and Roll Hall of Fame wählte diesen Song in seine Liste der 500 wichtigsten Songs.[1]

Von einem weiteren Auftritt in Fillmore West am 2. März 1969 wurden die Songs „Death Don't Have No Mercy“, „Feedback“ und „And We Bid You Goodnight“ herausgesucht.

Im Gegensatz zu späteren Jahren variierte die Setlist in den ersten Jahren nur wenig. Insbesondere ein Medley der Lieder „Dark Star“, „The Eleven“ und „St.Stephen“ wurden auf jedem Auftritt, beinahe wöchentlich gespielt, so dass die Band häufig improvisierte und die Songs auf verschiedene Art und Weise spielte.

Im Gegensatz zu Aoxomoxoa war das Album ein finanzieller Erfolg. Nachdem Warner Bros. Records 180.000 US-Dollar in Aoxomoxoa gesteckt hatte, erschien ihnen ein Live-Album als Doppel-LP zu einem geringerem Preis als sehr gute Idee.

Erfolge[Bearbeiten]

In den Billboard Charts erreichte das Album den Platz 64.

Am 24. August 2001 erreichte das Album den Goldstatus.

Der Musikjournalist Robert Christgau schrieb, dass das Album einige der besten improvisierten Rocksongs aller Zeiten enthielte.[2]

All Music Guide kommentierte, dass nur wenige Alben die Essenz einer Band derart zuverlässig wie Live/Dead abbildet.[3]

Das Rolling Stone wählte Live/Dead auf Platz 244 der 500 besten Alben aller Zeiten.[4]

Trivia[Bearbeiten]

Live/Dead ist das letzte Album mit Tom Constanten, der die Band verließ, da er für sich bei der hohen Anzahl von Live-Auftritte keine Zukunft sah.

Die Band nutze auch hier das Pseudonym McGannahan Skyjellyfetti, um damit Lieder zu kennzeichnen, die gemeinschaftlich in der Band entstanden, wie der Song „Feedback“. Der Name wurde an einen Charakter von Kenneth Patchens Werk Memoirs of a Shy Pornographer angelehnt.

Die Produktionskosten beliefen sich auf 100.000 US-Dollar.

Titelliste[Bearbeiten]

1969 LP[Bearbeiten]

Seite 1[Bearbeiten]

  1. „Dark Star“ (Jerry Garcia, Robert Hunter) – 23:18

Seite 2[Bearbeiten]

  1. „St. Stephen“ (Robert Hunter, Jerry Garcia, Phil Lesh) – 6:31
  2. „The Eleven“ (Robert Hunter, Phil Lesh) – 9:18

Seite 3[Bearbeiten]

  1. „Turn On Your Lovelight“ (Deardric Malone, Joseph Scott) – 15:05

Seite 4[Bearbeiten]

  1. „Death Don't Have No Mercy“ (Gary Davis) – 10:28
  2. „Feedback“ (McGannahan Skjellyfetti) – 7:49
  3. „And We Bid You Goodnight“ (Sarah Doudney) – 0:37

2003 CD[Bearbeiten]

  1. „Dark Star“ (Jerry Garcia, Robert Hunter) – 23:18
  2. „St. Stephen“ (Robert Hunter, Jerry Garcia, Phil Lesh) – 6:31
  3. „The Eleven“ (Robert Hunter, Phil Lesh) – 9:18
  4. „Turn On Your Lovelight“ (Deardric Malone, Joseph Scott) – 15:05
  5. „Death Don't Have No Mercy“ (Gary Davis) – 10:28
  6. „Feedback“ (McGannahan Skjellyfetti) – 7:49
  7. „And We Bid You Goodnight“ (Sarah Doudney) – 0:37
  8. „Dark Star“ Studioaufnahme (Jerry Garcia, Robert Hunter) – 2:44
  9. Live/Dead Radio promo“ - 1:00

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 500 Songs That Shaped Rock and Roll
  2. Robert Christgau. Kritiken von Grateful Dead Alben
  3. Kritik bei Allmusic (englisch)
  4. Die 500 besten Alben aller Zeiten

Weblinks[Bearbeiten]