Liza Minnelli

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Dieser Artikel behandelt die Schauspielerin und Sängerin Liza Minnelli. Zu ihrem gleichnamigen Album siehe Liza Minnelli (Album).
Liza Minnelli bei der Heart Truth Fashion Show (2008)

Liza May Minnelli (* 12. März 1946 in Los Angeles, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin, die 1972 durch ihre Verkörperung der „Sally Bowles“ in dem Filmmusical Cabaret weltbekannt wurde. Während weitere Filme weniger erfolgreich waren, etablierte sich Minnelli als Musicaldarstellerin am Broadway sowie als Konzertsängerin und Entertainerin im Fernsehen.[1]

In den 1960er Jahren begann sie als Schauspielerin am Musiktheater hauptsächlich in New York City zu wirken und machte sich vor allem durch Nachtklub-Engagements einen Namen als vielseitige Interpretin von Liedern des Great American Songbook. Insbesondere Songs aus der Feder von John Kander und Fred Ebb bildeten in den nächsten Jahrzehnten die Grundlage für einige ihrer Konzertprogramme. Minnelli spielte in mehreren Bühnenmusicals dieses Duos die Hauptrolle, darunter Flora the Red Menace (1965) und The Act (1977/78).[2]

Nach erstem Kritikerlob für ihre Rolle in der Literaturverfilmung Pookie (1969) und ihrem vielfach ausgezeichneten Auftritt in Cabaret konnte sich Minnelli wegen einer Reihe von Misserfolgen nicht als führender Filmstar durchsetzen. Erfolgreich war lediglich noch die Kinoproduktion Arthur – Kein Kind von Traurigkeit (1981). Sie war als Sängerin in Fernsehshows wie Liza with a ‘Z’ (1972) zu sehen und ging auf internationale Tourneen. Sehr gelungen waren ihre Konzertserien 1979 und 1987 in der Carnegie Hall sowie 1991 und 1992 in der Radio City Music Hall. Musikalisch arbeitete Minnelli unter anderem mit ihrer Mutter Judy Garland, Charles Aznavour, Frank Sinatra, Sammy Davis junior, Billy Stritch und den Pet Shop Boys zusammen.[3] Sie hat mit dem Oscar, Emmy, Grammy Award und Tony Award die vier großen Preise der amerikanischen Film-, Fernseh-, Musik- und Theaterindustrie gewonnen. Biografen wie Scott Schechter (2004), Michael Freedland (1990) und Wendy Leigh (1995) zählen Minnelli zu den beliebtesten lebenden Unterhaltungskünstlern.[4][5][6]

Leben[Bearbeiten]

Familien- und Privatleben[Bearbeiten]

Judy Garland mit Mickey Rooney und Louis B. Mayer (rechts)

Liza May Minnelli ist die Tochter von Filmschauspielerin und Sängerin Judy Garland (1922–1969) und Regisseur Vincente Minnelli (1903–1986). Sie kam am 12. März 1946 im Cedars of Lebanon Hospital von Los Angeles zur Welt und wurde nach dem Gershwin-Song Liza (All the Clouds’ll Roll Away) sowie nach einer Großmutter väterlicherseits namens May auf den Namen Liza May getauft.[7] Ihre Paten waren der Liedtexter Ira Gershwin und die Musikerin Kay Thompson. Mit Thompson pflegte sie bis zu deren Tod 1998 ein inniges Verhältnis und wurde als Inspiration für Thompsons Kinderbuchreihe Eloise genannt.[7] Nach der Scheidung ihrer Eltern 1951 wuchs Liza halbjährlich wechselnd bei Vincente Minnelli und Judy Garland auf. Sie beschrieb ihre Mutter als streng und ehrgeizig, wohingegen sie bei ihrem Vater „ihre Träume ausleben konnte“: „I got my drive from my mother and my dreams from my father.“[8] 1952 heiratete Judy Garland den Produzenten Sidney Luft, mit dem sie zwei gemeinsame Kinder namens Lorna (* 1952) und Joey Luft (* 1955) hatte. Lorna Luft wurde ebenfalls Schauspielerin und Sängerin, aber nie international berühmt wie ihre Mutter oder Liza. Aus der zweiten Ehe ihres Vaters Vincente mit Georgette Magnani stammt Lizas 1955 geborene Halbschwester Christiane Nina Minnelli.

1967 heiratete Minnelli den australischen Songschreiber und Entertainer Peter Allen (1944–1992), den sie 1964 durch ihre Mutter kennengelernt hatte. Das Paar trennte sich 1970; die kinderlos gebliebene Ehe wurde 1972 geschieden. Allen, der sich als homosexuell outete und 1992 an den Folgen von AIDS starb, schilderte die Beziehung später als von vornherein gespannt.[9] 1972/73 war Minnelli mit Desi Arnaz junior verlobt, zur selben Zeit aber auch mit Peter Sellers liiert.[10] Ihre Verbindung mit Arnaz wurde von seiner Mutter, der Fernsehkomödiantin Lucille Ball nicht geduldet.[11] Von 1974 bis 1979 war sie mit dem Regisseur und Produzenten Jack Haley junior (1933–2001) verheiratet, dem Sohn des Schauspielers Jack Haley, der 1939 an der Seite von Judy Garland in Der Zauberer von Oz mitgespielt hatte. Nach beiderseitigen Affären wurde die Ehe geschieden. 1977/78 war Minnelli mit Martin Scorsese und Mikhail Baryshnikov liiert.[12][13]

Ende der 1970er Jahre war Minnelli Stammgast im Studio 54.[9][14] Damals lernte sie den Bildhauer Mark Gero (* 1952) kennen und machte ihn zu ihrem persönlichen Manager. Seit 1979 verheiratet, trennte sich das Paar vorübergehend Mitte der 1980er Jahre und wurde 1992 offiziell geschieden. Aufgrund ihrer Alkohol- und Tablettensucht ließ sich Minnelli 1984 ins Betty Ford Center und 1985 in die Hazelden Clinic in Minnesota für Entziehungskuren einweisen, die von öffentlicher Anteilnahme begleitet wurden.[1][15] Minnelli äußerte sich 2002 in einem Interview, sie hätte fünf Fehlgeburten gehabt.[16] 1994 wurde ihr eine künstliche Hüfte eingesetzt. 1997 musste sie sich einer Stimmbandoperation unterziehen. Infolge einer lebensbedrohlichen Enzephalitis wurde sie im Oktober 2000 ins Krankenhaus eingeliefert, war in den nächsten Monaten teilweise auf einen Rollstuhl angewiesen und litt an Sprachstörungen. In mehreren Operationen wurden ihr zudem eine zweite künstliche Hüfte und ein künstliches Kniegelenk eingesetzt; eine Fortsetzung ihrer Karriere erschien zunächst ungewiss. Im Rahmen ihrer langwierigen Genesung nahm sie professionellen Tanz- und Gesangsunterricht, um die Folgen ihrer Erkrankung zu überwinden.[17]

Im März 2002 heiratete Minnelli in einer medienwirksam inszenierten Hochzeit den Produzenten und Konzertveranstalter David Gest (* 1953) mit Elizabeth Taylor und Michael Jackson als Trauzeugen.[18][19] Zwar gingen die beiden bereits nach einem Jahr wieder getrennte Wege, nach längeren rechtlichen Auseinandersetzungen wurde die Scheidung jedoch erst 2006 vollzogen.[20][21][22] In den letzten Jahren wurden immer wieder Gerüchte um weitere Gesundheitsprobleme laut; Minnelli selbst bekannte sich aufs Neue als alkoholkrank. Dies sei eine Tatsache, der sie sich eigenen Erachtens nach selbstbewusst zu stellen habe.[23]

Karriere[Bearbeiten]

1946–1960: Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

1949 hatte Liza Minnelli an der Seite ihrer Mutter und Van Johnsons ihren ersten kleinen Leinwandauftritt in der Schlusssequenz des Musicalfilms Damals im Sommer. 1952 war sie in dem dokumentarischen Kurzfilm Screen Snapshots 5854: Young Hollywood über Kinder bekannter Hollywoodstars zu sehen. Sie hielt sich auch bei den Dreharbeiten zu den Filmen ihres Vaters auf: Beispielsweise am Set von Ein Amerikaner in Paris, wo sie gemeinsam mit Gene Kellys Tochter Konfetti auf eine Ballett-Szene warf.[24] Eigener Erinnerung zufolge empfand sie diese Dreharbeiten zwar als „langweilig“, konnte sich aber für die Tanzszenen im Film begeistern.[24] Eigentlich sollte sie in Vincente Minnellis Familienkomödie Villa mit 100 PS (1954) eine kleine Rolle spielen, die Szenen mit ihr wurden aber nie für den Film verwendet.[25]

Als Kind erhielt sie Tanzunterricht von dem MGM-Choreographen Nico Charisse und trat 1956 zum ersten Mal mit Judy Garland im New Yorker Palace Theatre als Tänzerin bei dem Lied Swanee auf.[8] Im November 1956 moderierte sie im Rahmen der Sendereihe Ford Star Jubilee zusammen mit dem Schauspieler Bert Lahr eine Fernsehshow über den Zauberer von Oz, Garlands Erfolgsfilm von 1939. Im April 1959 trat sie in Gene Kellys TV-Special The Gene Kelly Show auf, um mit ihm zu dem Lied For Me and My Gal zu tanzen.[26] Als Liza, die eigentlich Eiskunstläuferin werden wollte, 1960 die Broadway-Musicals Gypsy (mit Ethel Merman) und Bye Bye Birdie (mit Dick Van Dyke und Chita Rivera) sah, wurde ihr Interesse für das Theater geweckt, sodass sie eigenen Worten zufolge Schauspielerin werden „musste“.[27][8] Bedingt durch viele Wohnortwechsel besuchte Minnelli insgesamt rund 20 verschiedene Schulen und hat nie den Highschool-Abschluss gemacht.[24]

1961–1964: Ausbildung in New York, erste Musik- und Theaterarbeiten[Bearbeiten]

Liza Minnelli entschied sich mit dem Theater für ein Arbeitsfeld als Schauspielerin, mit dem ihre Eltern nicht auf gleicher Ebene in Berührung gekommen waren: Vincente hatte in den 1930er Jahren als Regisseur und Produzent an der Radio City Music Hall gearbeitet und Judy war in den 1950er Jahren mit Konzertshows im Palace Theatre aufgetreten.[27] 1961 wurde Liza Minnelli in die New Yorker Fiorello H. LaGuardia High School aufgenommen und sammelte erste Erfahrungen in drei Sommertheater-Produktionen des Cape Cod Melody Theatre in Hyannis, wo sie Urlaub mit ihrer Familie machte.[28][27] Bei Wish You Were Here und Flower Drum Song malte sie am Bühnenbild und sang im Chor mit und in Take Me Along spielte sie eine kleine Rolle.[27] Diese Arbeiten führten zu einem Vertrag mit ihrer ersten, langjährigen Agentin Stephanie „Stevie“ Phillips.[29] Im Herbst 1961 wechselte sie zur Scarsdale High School nördlich von New York City, wo sie im Dezember die Titelrolle in dem Stück The Diary of Anne Frank spielte, das auf dem Tagebuch der Anne Frank basierte. Der Scarsdale Inquirer nannte ihre Darbietung „temperamentvoll“.[27] Eine lokale Förderin organisierte für die Schülertruppe eine Europa-Tournee im Juli und August 1962 mit Stationen in Rom, Athen, Jerusalem und Amsterdam.[29] 1962 war sie auf Wunsch ihrer Eltern kurzzeitig an der Pariser Sorbonne eingeschrieben, wurde dort als Amerikanerin aber mehr schlecht als recht akzeptiert.[30][24] Ende 1962 zog sie nach Manhattan in ein kleines Appartement und verfolgte eine Schauspielausbildung am Herbert Berghof Studio.[27] Zur selben Zeit synchronisierte sie die Figur der „Dorothy“ für den Zeichentrickfilm Journey Back to Oz, der aber erst 1974 in den Kinos anlaufen sollte und zu dem 1980 in den Vereinigten Staaten ein Soundtrack-Album veröffentlicht wurde.[31] Im März 1963 bestand sie erfolgreich ein Casting für eine Off-Broadway-Adaption des Musicals Best Foot Forward, in der sie die Nebenrolle der männerhungrigen College-Studentin „Ethel Hoffinger“ verkörperte.[32] Zu den Darstellern gehörte auch Christopher Walken.[33] Für ihre Darbietung erntete Minnelli begeisterte Kritiken.[34] So beschrieb sie der New York Herald Tribune als „reizende“, „angenehme“, „selbstsichere“ und „versierte“ Schauspielerin.[35] Minnelli wurde als eines der Nachwuchstalente der Saison 1962/63 mit dem Theatre World Award ausgezeichnet. Aufgrund von Verpflichtungen für Fernsehauftritte und Musikaufnahmen verließ sie im September 1963 die Produktion. Zum Musical wurde ein Show-Cast-Album veröffentlicht, auf dem Minnelli mit dem Lied You Are for Loving zu hören war.[36]

Charles Aznavour

Im Alter von 17 Jahren traf sie auf den französischen Chansonnier Charles Aznavour, der ihren musikalischen Werdegang förderte.[24] Minnelli hatte bereits im November oder Dezember 1961 ihre ersten Musikaufnahmen mit Hilfe von Marvin Hamlisch gemacht und die Lieder The Travelin’ Life, At the Roxy Music Hall und It’s Just a Matter of Time auf ein Demo-Band als Geburtstagsgeschenk für ihre Mutter aufgenommen.[37] Im Februar 1963 nahm sie You Are for Loving und What Do You Think I Am? (beide aus Best Foot Forward) als ihre erste Single für Cadence Records auf. Der Erfolg des Best Foot Forward-Albums führte im Mai 1963 zu einem Plattenvertrag mit Capitol Records, wo sie in den nächsten drei Jahren drei Solo-LPs und mehrere Singles veröffentlichte. Im Gegensatz zu den Alben, die Musicalsongs und Jazzstandards aus der Feder von Bühnenkomponisten wie Hammerstein, Sondheim, Rodgers, Hart, Gershwin, Arlen und Porter beinhalteten, orientierten sich die Singles an der aktuellen Popmusik: Wie Biograf Scott Schechter hervorhebt, nahm Minnelli ernste Balladen und komische Lieder auf, die mitunter leicht europäisch oder lateinamerikanisch beeinflusst, sehr zeitgemäß und dem Alter der Interpretin angemessen waren.[38] Im November und Dezember 1963 trat sie in der populären Fernsehsendung The Judy Garland Show auf, wo sie mehrere Duette mit ihrer Mutter und ihr erstes bekanntes Lied You Are for Loving sang.[39]

Von Januar bis Oktober 1964 spielte Minnelli in den Musicalproduktionen von Carnival! und The Fantasticks auf Tourneen in New York, New Jersey, Connecticut, Miami und Ontario sowie die Titelrolle in der Komödie Time Out for Ginger im Bucks County Playhouse in New Hope, Pennsylvania.[40] Im New Yorker Mineola Playhouse traf sie auf die Komponisten Fred Ebb und John Kander, ihre zukünftigen musikalischen Begleiter.[36] Im Juni 1964 nahm sie ihr erstes Solo-Album Liza! Liza! auf, für dessen Arrangements Peter Matz verantwortlich war und das im September auf dem Markt erschien.[41] Marvin Hamlisch half bei der Liedauswahl und Minnelli spielte zum ersten Mal den Song Maybe This Time des Duos Ebb und Kander ein, der 1971 in die Musicalverfilmung Cabaret integriert wurde, aber nicht (wie oft angenommen) Bestandteil des Originalmusicals war.[41] Matz hatte bereits an den ersten Alben von Barbra Streisand mitgewirkt und Scott Schechter führt aus, dass die Produzenten von Capitol durch die Auswahl von Standards Minnelli wohl zu einer zweiten Streisand formen wollten.[42] Tatsächlich bezeichnete sie der Musikkritiker William Ruhlmann als „Barbra Streisands kleine Schwester“.[30] Balladen wechselten sich mit Up tempo-show tunes (Musicalsongs) ab, bei denen Minnelli unter den verschiedenen musikalischen Stimmungen ihr Schauspieltalent bewies. Liza! Liza! war acht Wochen in den Album-Charts Billboard 200 auf Platz 116 vertreten und wurde von Kritikern als „viel versprechendes Debüt“ (Cashbox), „beeindruckend“, „betörend“ und „wunderbar abwechslungsreich“ (Record World) gelobt.[42]

Nachdem sich Judy Garland das Album angehört hatte, wollte sie ein gemeinsames Konzert mit ihrer Tochter geben;[43] am 8. und 15. November traten sie im London Palladium mit dem Palladium Orchestra auf.[42] Nach anfänglichen Zweifeln fasste Minnelli Selbstvertrauen, als sie von ihrer Mutter gelobt wurde, doch Garland soll seitdem auch eine Konkurrentin in ihrer Tochter gesehen haben.[8] In Großbritannien fast gänzlich unbekannt, überzeugte Minnelli mit ihren dynamischen Liedinterpretationen (The Travelin’ Life, Gypsy in My Soul) das Londoner Publikum. Die Konzerte wurden als 55-minütiger Mitschnitt von ITV1 im Fernsehen ausgestrahlt und im August 1965 von Capitol als Doppel-Album veröffentlicht, das ab September für 14 Wochen den 41. Platz der Charts belegte und gemischte Kritiken bekam.[44][45] Abgesehen von einzelnen spontanen Auftritten zwischen 1956 und 1967, waren die Konzerte im Palladium Minnellis einziges offizielles Engagement zusammen mit ihrer Mutter.[46]

1965–1967: Künstlerische Entwicklung; Durchbruch am Broadway und als Sängerin[Bearbeiten]

Unmittelbar nach den Londoner Auftritten begann Minnelli mit den Aufnahmen zu ihrem zweiten Solo-Album It Amazes Me, das im März 1965 erschien.[47] Seit ihrer ersten LP hatte sich Scott Schechter zufolge ihre Darstellungskraft weiterentwickelt, was sich hier bei den Liedern I Never Have Seen Snow und Plenty of Time zeigte.[48] Die Orchesterbegleitung fiel üppiger aus und auch die Soundqualität war höher als beim vorangegangenen Werk.[49] Im Mai 1965 gab Minnelli ihr Broadway-Debüt in dem Musical Flora the Red Menace unter der Regie von George Abbott. Zunächst wurden andere Schauspielerinnen (z. B. Eydie Gormé) für die Titelrolle in Betracht gezogen und Minnelli war für eine Bühnenadaption von Ein Herz und eine Krone (1953) im Gespräch. Dieses Projekt wurde aber verschoben und Fred Ebb und John Kander plädierten für Minnelli in der Rolle von „Flora Meszaros“, einer jungen Modeillustratorin, die zur Zeit der Great Depression in einen Kommunisten (gespielt von Bob Dishy) verliebt ist.[50] Das Stück, das bis Juli 1965 mit 87 Aufführungen vergleichsweise wenige Vorstellungen erlebte, legte den Grundstein für ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem Musical-Duo Kander/Ebb, das hier ebenfalls sein Broadway-Debüt gab und zukünftig mehrere Songs und Bühnenprogramme für Minnelli schrieb. Heute betrachtet Minnelli Fred Ebb als ihren Lieblings-Songschreiber, da er ihr eigenen Erachtens nach zu einer individuellen Ausdruckskraft verholfen hat.[24] Für ihre Leistung in Flora the Red Menace wurde die 19-jährige Minnelli als bis dahin jüngste Musicaldarstellerin aller Zeiten mit dem Tony Award ausgezeichnet. Die Kritiken fielen für sie einhellig gut aus, das Stück an sich wurde weniger positiv bewertet.[51] Der Morning Telegraph bezeichnete Minnelli als „am meisten versprechende Nachwuchskünstlerin seit Jahren“, die „ein Lied schmettern“ oder „es flüstern“, ihm „ein Bündnis aus Sex und Ablehnung verleihen“ oder es „so zart singen“ könnte, „dass man mit ihr weinen möchte“.[52] Kritikerin Judith Christ urteilte bei NBC-TV, Minnelli erfülle beim Singen und Spielen „jede Erwartung“ und hätte Jubel vom Premieren-Publikum geerntet.[53] In den 1970er Jahren war das Musical für eine Kino- oder eine Fernsehadaption im Gespräch, wurde als solche aber nie verwirklicht.[54] In dem Live-Fernsehfilm The Dangerous Christmas of Red Riding Hood spielte Minnelli im November 1965 das Rotkäppchen. Die musikalische Komödie mit Liedern von Jule Styne und Bob Merill erzählte das Grimmsche Märchen aus der Sicht des Wolfes (dargestellt von dem australischen Schauspieler Cyril Ritchard).[55] Bereits 1964 hatte sie ihre erste dramatische Fernsehrolle in der Episode Nightingale for Sale der Sendereihe Mr. Broadway als junge Opernsängerin „Minnie“ mit Kontakt zur Mafia gespielt.[56]

Im September 1965 baute sich Liza Minnelli ein weiteres Karrierestandbein auf und trat als Nachtklubsängerin im Blue Room des Shoreham Hotel von Washington, D.C. auf. Auftritte in Klubs und Casinos entwickelten sich bald zu ihrem Hauptaugenmerk.[53] Sie hat in angesehenen Einrichtungen in Las Vegas, Miami, Los Angeles, New York City und London gastiert und sich mit dieser Unterhaltungsform schon immer am meisten verbunden gefühlt.[30][8] Ihre frühen Nachtklub-Auftritte haben sie nach eigener Aussage in ihrem künstlerischen Werdegang geprägt.[24] Trotz mehrerer Film-, Theater- und Musikprojekte hat Minnelli ihre meisten Erfahrungen als Live-Entertainerin gesammelt. Ihrem ersten Auftritt in Washington folgte eine Tournee im Herbst 1965 durch die Vereinigten Staaten, Kanada, London und Paris.[53] Zum Repertoire gehörten mehrere Lieder von Kander und Ebb sowie andere Musical- und Popsongs. Minnelli verfolgte dieses Programm bis 1966 und behielt Teile des Liedmaterials bis Anfang der 1970er Jahre bei.[57] Die Washington Daily News resümierte, „ein Star [sei] geboren“; Minnelli wurde als „lebhafte, temperamentvolle junge Dame, gesegnet mit einer großen Stimme und einer vielseitigen Persönlichkeit“, als „extrem talentierter und dynamischer Star“ sowie als „erregende Erfahrung“ beschrieben und der Abend ihres Nachtklub-Debüts sei „einer der spannendsten in der Geschichte des Shoreham Blue Room“ gewesen.[58]

Im April und Mai 1966 nahm Minnelli das Album There Is a Time unter der Leitung von Ray Ellis auf, ihre letzte LP für Capitol.[59] Der Titelsong wurde von Charles Aznavour geschrieben und das von Kritikern sehr gelobte Werk war weitestgehend von französischen Liedtextern dominiert. Auf einer Tournee durch New York, Pennsylvania, New Jersey und Massachusetts spielte sie im August und September 1966 die Hauptrolle in dem Revival des Musicals The Pajama Game aus den 1950er Jahren. Anschließend begannen die Dreharbeiten zu Albert Finneys Film Ein erfolgreicher Blindgänger in England. Minnelli spielte darin die Nebenrolle einer Sekretärin für einen berühmten Schriftsteller (Finney). Zu dieser Zeit bekam sie Angebote für zwei Disney-Musicalfilme (einer war Der glücklichste Millionär von 1967), doch Minnelli distanzierte sich stark von dem Rollenklischee, das sich ein Casting Director über die Tochter der früher führenden Musical-Interpretin Judy Garland womöglich hätte ausmalen können.[60] 1966 sprach sie Berichten zufolge 20-mal für die Rolle der „Sally Bowles“ in dem Broadway-Musical Cabaret vor, wurde aber abgelehnt, weil sich die Produzenten eine britische Schauspielerin wünschten. Minnelli nahm jedoch den gleichnamigen Titelsong dauerhaft in ihr Repertoire auf und sang ihn zu Nachtklub-Auftritten, in Fernsehshows und auf Konzerten.[61] Musikalisch unterstützt wurde sie bis Ende der 1960er Jahre von Peter Allen, der ihr bei ihrer Stimmentwicklung, Verhandlungen mit Agenturen und der Gestaltung ihrer Bühnenprogramme half.[62] Gemeinsam traten sie 1967 in drei Musiksendungen fürs Fernsehen auf.[63]

Der Musiker Herb Alpert nahm Minnelli 1967 bei seinem fünf Jahre zuvor gegründeten Plattenlabel A&M Records unter Vertrag.[53] Dort veröffentlichte sie bis 1972 vier LPs, die erste Liza Minnelli nahm sie von Oktober bis Dezember 1967 in Los Angeles auf.[64] Für dieses Album und auch den Nachfolger Come Saturday Morning (1969) spielte Minnelli hauptsächlich Neuinterpretationen zeitgenössischer Popsongs aus der Feder von Randy Newman, Burt Bacharach, Peter Allen, Sonny Bono, John Lennon, John Denver und Jimmy Webb und nur wenige Standards ein.[65] Im Oktober 1967 schloss sie einen Fünfjahresvertrag als Sängerin im Sahara Hotel von Las Vegas (heute SLS Las Vegas) ab, wobei sie sich für jährliche Engagements von vier bis acht Wochen verpflichtete, aber selbst die Zeitpunkte und Häufigkeit ihrer Auftritte entscheiden konnte.[66] Musikalische Begleiter um 1970 waren Rex Kramer und seine Musikgruppe Bojangles.[67] Minnelli variierte in ihrem Programm Bühnenlieder chanson- und balladenhaften Charakters (etwa die komischen Kander/Ebb-Songs Liza with a ‘Z’ und Ring Them Bells) mit aktuellen Singer-Songwriter-Hits.[68][69]

1968–1970: Internationale Anerkennung und erster Filmerfolg mit Pookie[Bearbeiten]

1968 entschied sich Minnelli gegen eine Mitwirkung in dem neuen Broadway-Musical Promises, Promises und für die Hauptrolle in der Literaturverfilmung Pookie nach dem Roman The Sterile Cuckoo von John Nichols. Unter der Regie von Alan J. Pakula spielte sie dysfunktionale „‘Pookie’ Mary Ann Adams“, die ihre erste Beziehung hat, als sie aufs College kommt. Pookie, für deren Rolle zunächst Patty Duke oder Elizabeth Hartman in Betracht gezogen wurden, ist emotional gestört und verliebt sich in einen Kommilitonen (gespielt von Wendell Burton), woraus ein schwieriges Verhältnis entsteht.[70] Minnelli wurde zum ersten Mal für einen Oscar nominiert und erhielt hervorragende Kritiken. Das Life Magazine lobte ihre „witzige“, „bewegende“ und „perfekt gespielte Darbietung“ und der Hollywood Reporter meinte, Minnellis „fragile, witzige Liebesaffäre unter Studienanfängern [sei] eine Klasse für sich [und] Minnellis One-Woman-Show“.[71] Minnelli verhalf dieser Film zu einem zynischen, rebellischen Image, das sich deutlich von ihrer Mutter abhob, die stets das Rollenfach der Ingenue verkörpert hatte. Zwar sang sie hier den Titelsong zum Film Come Saturday Morning nicht, nahm ihn aber in ihr gleichnamiges Album auf.

Ab Juni 1969 stand Minnelli für Otto Premingers Film Tell Me That You Love Me, Junie Moon nach dem gleichnamigen Roman von Marjorie Kellogg vor der Kamera. Sie spielte als „Junie Moon“ eine von drei gesellschaftlichen Außenseitern, die sich durchs Leben kämpfen; Junies Gesicht ist durch ein Säureattentat entstellt. Die Dreharbeiten gestalteten sich für Minnelli als schwierig, weil sie einerseits in die Zeit von Judy Garlands Tod fielen und ihr andererseits Preminger nur wenig Regieanweisungen gab. Der Film wurde kein Erfolg, doch die Leistung von Minnelli, die hier mit ihrer Patentante Kay Thompson zusammenspielte, wurde von Kritikern honoriert. So urteilte die Newsday, Minnellis Mühe verleihe dem Film „einen perversen Reiz, der sowohl grotesk als auch berührend“ sei und die New York Daily News sprach sich für eine Oscar-Nominierung aus.[72] Der Film lief bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo er Preminger eine Nominierung für die Goldene Palme einbrachte.

Nachdem sie bereits 1966 dort aufgetreten war, gab Minnelli im Dezember 1969 ein Konzert im Pariser Olympia, das im Fernsehen ausgestrahlt wurde. (Schon 1967 war ein im Sommer in Sydney gefilmtes Special mit ihr gesendet worden.)[73] Das Album Liza Minnelli Live at the Olympia in Paris erschien im Juli 1972: ihre vierte und letzte LP für A&M Records, die Popsongs mit Standards vermischte und unter deren Aufnahmen sich auch ihre Interpretation des Songs Cabaret wiederfindet. Die Produzenten der gleichnamigen Musicalverfilmung entschieden sich dafür, Minnelli in der Hauptrolle zu besetzen, nachdem sie ihre Darbietung im Olympia erlebt hatten.[74] Ihr erstes Special im amerikanischen Fernsehen hatte Minnelli unter dem Titel Liza im Juni 1970 auf dem Sender NBC.[8][75] Darin traten unter anderem die Schauspieler Anthony Newley und Michael J. Pollard als Gäste auf und sangen Duette mit Minnelli. Im Herbst 1970 erschien ihre letzte A&M-Studio-LP New Feelin’, die hinsichtlich Konzeption und Ausführung von Biograf Schechter als ihr schlechtestes Album angesehen wird.[76] Jazzstandards von Porter, Hammerstein, Gershwin und Holiday wurden in einer Bluegrass- und Countrysoul-Akustik arrangiert und auch bei den Vokalarrangements wurden Fehlentscheidungen getroffen. Das Album stand für drei Wochen auf Platz 158 der Charts, was Musikkritiker William Ruhlmann darauf zurückführt, dass Minnelli zum Werbezweck in vielen Fernsehsendungen auftrat.[77]

1971–1973: Cabaret; Liza with a ‘Z’[Bearbeiten]

1971 wurde sie unter Choreograph und Regisseur Bob Fosse als Varietésängerin „Sally Bowles“ für Cabaret engagiert, dessen Bühnenfassung auf John van Drutens Schauspiel I Am a Camera nach autobiografischen Romanen von Christopher Isherwood basierte. Seitdem wird Minnelli mit dieser Rolle, der sie sich auch persönlich verbunden fühlt, assoziiert.[24] Um sich besser auf Sallys Stil vorzubereiten, studierte sie Fotografien der Stummfilmdarstellerinnen Louise Glaum und Louise Brooks.[78] Cabaret wurde von Februar bis Juli 1971 in München mit Michael York, Marisa Berenson, Helmut Griem, Fritz Wepper und Joel Grey gedreht. Grey schlüpfte nach seiner Bühnendarbietung am Broadway erneut in die Rolle des „Conférenciers“. Die Handlung spielt am Vorabend der nationalsozialistischen Machtübernahme im Berlin von 1931. Ein englischer Schriftsteller (York) zieht in die Pension, in der auch Sally Bowles wohnt, die im Nummernkabarett Kit Kat Club auftritt und von einer Schauspielkarriere träumt. Es entwickelt sich eine zum Scheitern verurteilte Dreierbeziehung mit einem wohlhabenden Deutschen (Griem). Im Gegensatz zur Bühnenfassung rückte die Rolle der Pensionsbetreiberin „Fräulein Schneider“ zugunsten der Liebesgeschichte der von York und Minnelli gespielten Figuren in den Hintergrund.[79] Die von Fred Ebb und John Kander geschriebenen Lieder des Films Mein Herr, Money, Money (Duett mit Joel Grey), Maybe This Time und Cabaret wurden zu Minnellis Erkennungsmelodien und gehören bis heute zu ihrem Standardrepertoire. In den nächsten Jahren gab sie unregelmäßig gemeinsame Konzerte mit Joel Grey und absolvierte 1981 mit ihm eine Tournee.[80]

Für ihre schauspielerische Leistung in dem mit insgesamt acht Academy Awards prämierten Streifen gewann Minnelli den Oscar als Beste Hauptdarstellerin und andere Preise. Die Zeitschrift Variety resümierte, die Filmversion des Musicals sei „ganz ungewöhnlich: gebildet, derb, anspruchsvoll, sinnlich, zynisch, herzerwärmend“ und „[stimme] auf beunruhigende Weise nachdenklich“. Die Daily News meinte, Minnelli definiere das Wort „Star“.[81] Filmkritikerin Angela Errigo bezeichnet Cabaret als „das einzige große Musical der 70er Jahre“, in dem Fosse „die kalte Pracht des sündigen, seelenlosen Berlin der 1930er Jahre [inszenierte]“, mit „frechen, effektvollen Musical-Nummern und harten Schnitten zwischen Cabaret und Außenwelt“. Der Film gehöre Liza Minnelli, „die die traurige, großäugige Sally Bowles mit einer fieberhaften Vitalität und vorgetäuschter Verderbtheit ausstattet“ und dem Film „menschliche Wärme und Zerbrechlichkeit“ verleihe.[82] Ihren Oscar-Gewinn kommentierte Minnelli mit den Worten: „Ich danke Ihnen so sehr, dass Sie mir diesen Preis gegeben haben. Sie haben mich sehr glücklich gemacht“ und bezog sich damit auf Spekulationen von 1970, sie würde den Oscar für Pookie aus aktuellem Anlass, nämlich dem Tod ihrer Mutter bekommen.[83] Am Tag der Oscar-Verleihung 1970 hatte Schauspieler Richard Burton noch in seinem Tagebuch notiert: „Als beste Hauptdarstellerin wird wahrscheinlich Liza Minelli [sic] ausgezeichnet werden, weil ihre Mutter letztes Jahr gestorben ist – Judy Garland, ein großer, mit viel Sentimentalität bedachter Liebling hier.“[84]

Angeregt durch den Filmhit produzierte Fosse mit Minnelli im Mai 1972 das Fernsehspecial Liza with a ‘Z’. A Concert for Television für NBC als Konzertfilm vor New Yorker Publikum, wiederum hauptsächlich mit Musik von Kander und Ebb. Mit I Gotcha und Son of a Preacher Man flossen auch Stücke im Rhythm and Blues-Stil in das Programm mit ein, das durch seine damals ungewöhnliche Machart bestach. Im Gegensatz zu herkömmlichen Specials wurde es nicht auf Video, sondern mithilfe von 16-mm-Filmkameras aufgezeichnet. Liza Minnelli zeigte sich während des Programmablaufs in wechselnden Kreationen ihres engen Freundes und Modeschöpfers Halston. Die Choreographie wurde durch mehrere Backgroundtänzer und -sänger unterstützt.[85][86][87] Der Titel der Sendung war an das Lied Liza with a ‘Z’ von Kander und Ebb angelehnt, in dem Minnelli die korrekte Aussprache ihres Namens erklärt: [lʌɪza] mit einem stimmhaften „S“. Minnelli, Fosse und Ebb wurden mit dem Emmy ausgezeichnet und bekamen glänzende Kritiken. Dank Cabaret und Liza with a ‘Z’ war Minnelli eine Mediensensation, weil sie als erste Persönlichkeit in ein und derselben Woche auf den Covern von Newsweek und Time abgebildet wurde.[88]

Das Soundtrack-Album zu Cabaret, auf Platz 25 der Charts positioniert, erreichte Goldstatus und wurde 2008 in die Grammy Hall of Fame aufgenommen.[30] Der LP-Erfolg führte zu einem neuen Plattenvertrag für Minnelli mit Columbia Records.[30] Für das ebenfalls 1972 erschienene Album Liza with a ‘Z’, das den 19. Chartplatz belegte, erhielt Minnelli eine weitere Goldene Schallplatte. Im September 1972 nahm sie das Album The Singer auf, mit dem eine jüngere Zielgruppe erreicht werden sollte.[89] Minnelli spielte aktuelle Singer-Songwriter-Hits von Mac Davis, Bill Withers, Carly Simon, James Taylor und Stevie Wonder ein. Die LP wurde von Kritikern negativ bewertet und erreichte Platz 38 der Charts.[30][90] 1973 trat Minnelli zweimal in London auf und unternahm von Ende Juni bis Anfang Dezember mit ihrem Liza with a ‘Z’-Programm eine Konzertreise durch die Vereinigten Staaten.[91]

1974–1976: Misserfolge im Kino; Rückkehr zum Theater mit Chicago[Bearbeiten]

Im Januar 1974 kehrte Minnelli mit einem neuen Konzertprogramm für drei Wochen an den New Yorker Broadway zurück. Clive Barnes von der New York Times lobte ihre „ungewöhnliche Lebenskraft“ und ihre „Stimme, die schnurren, flüstern, knurren und brüllen“ könne.[92] Das Album Liza Minnelli Live at the Winter Garden belegte Platz 150 der Charts und vereinte Bühnenlieder mit Popsongs.[93] Es folgte eine Tournee, die sie bis Januar 1975 durch die Vereinigten Staaten und Europa führte.[94] 1974 trat sie in dem Kompilationsfilm Das gibt’s nie wieder – That’s Entertainment auf, um eine Sequenz zu moderieren, die sich dem Filmschaffen von Judy Garland widmete.[95]

Von Februar bis Juli 1975 drehte sie mit Gene Hackman und Burt Reynolds im mexikanischen Guaymas den Film Abenteurer auf der Lucky Lady. Regie führte Stanley Donen. Minnelli spielte die rothaarige „Claire Dobie“, eine billige Kabarettsängerin, die zur Zeit der Prohibition mit dem Alkoholschmuggler „Kibby Womack“ (Hackman) und dem Ganoven „Walker Ellis“ (Reynolds) eine Komplizenschaft bildet und sich mit ihnen gegen eine gegnerische Schmugglerbande behaupten muss. Die Dreharbeiten verliefen angespannt, weil das Wetter und technische Probleme das Produktionsbudget in die Höhe trieben. Für den Film wurden mehrere Boote und Schiffe gesprengt und andere Spezialeffekte aufgeboten.[96] Der Film war ein kommerzieller Flop und wurde von Kritikern mittelmäßig bis schlecht bewertet, Minnelli erfuhr für ihre Rolle aber Lob.[97] Die Newsweek resümierte, Minnelli sei „eine geborene Künstlerin und ein natürlicher Star“ und „besser als in Cabaret“, zeige eine „stärkere, sicherere, witzigere, aussagekräftigere Leistung, ohne die Qualität ihrer sehnsuchtsvollen Lebendigkeit aufzugeben. […] Minnelli erschafft einen der rein erfreulichsten weiblichen Charaktere seit Jahren.“[98] Der Film ermögliche ihr laut TV Guide „eine glänzende Gelegenheit [ihre] überwältigenden Talente unter Beweis zu stellen“ und die New York Daily News schwärmte, Minnelli, die „das beste Paar Beine seit Marlene Dietrich“ zeige, spreche „mit der Stimme von Mae West“, aber habe „die Verletzlichkeit eines Straßenkindes, der kein Publikum widerstehen kann“.[99]

Minnelli gab zu, „nach sechs Monaten auf einem Boot“ erleichtert zu sein und „ein Bedürfnis nach irgendetwas“ zu haben.[100] Im August und September 1975 sprang sie für die erkrankte Gwen Verdon als „Roxie Hart“ in dem Broadway-Musical Chicago ein. Die Songs Nowadays, I Am My Own Best Friend und All That Jazz aus dieser Produktion nahm sie auch in ihr Konzertrepertoire auf und sang sie zu Fernsehauftritten; letzteren veröffentlichte sie als Single. Verdon musste sich einer Operation an den Stimmbändern unterziehen und wurde nach nur fünf oder sechs Tagen Probenzeit für fünf Wochen von Minnelli ersetzt, die schon ihr nächstes Filmprojekt plante. Diese sagte, sie hätte nie eine bessere Zeit erlebt.[101][102] Chicago war Minnellis erste Mitwirkung in einem Ensemblestück seit Flora the Red Menace 1965.[103] Sie wollte nicht, dass ihr Name auf die Reklametafel gesetzt wurde, sodass nur ein Aufsteller ankündigte, dass Minnelli „bei der heutigen Vorstellung“ die Rolle der Roxie spiele.[104] Auch Kritiker wurden nicht eingeladen, waren aber trotzdem interessiert und lobten sie für ihre Bühnenpräsenz, obschon sie Kollegen zufolge „nicht perfekt gespielt“ haben soll.[102]

Nach Minnellis Gastspiel nahm Verdon ihre Rolle wieder auf und Minnelli warb im Fernsehen für Abenteurer auf der Lucky Lady.[105] Ab Oktober 1975 stand sie mit Ingrid Bergman, Charles Boyer, Fernando Rey und Isabella Rossellini in Italien vor der Kamera, um ein lange gehegtes Traumprojekt mit ihrem Vater Vincente zu verwirklichen. Unter seiner Regie entstand Nur eine Frage der Zeit, eine Mischung aus Musical- und Fantasyfilm. Minnelli spielte „Nina“, das junge Zimmermädchen einer einst wohlhabenden und nun verarmten „Contessa“ (Bergman). Nina lebt durch die Erinnerungen der alten Gräfin und strebt ein besseres Leben an, letzten Endes wird sie sogar ein berühmter Filmstar. Nach Beendigung der Dreharbeiten wurde der Film Vincente Minnellis Regie entzogen und grundlegend überarbeitet, sodass eine völlig veränderte Version in die Kinos kam. Beide Minnellis protestierten (zusammen mit 33 anderen Regisseuren) öffentlich gegen dieses Vorgehen. Der Film war kommerziell erfolglos und erntete vorwiegend schlechte Kritiken, auch wenn beispielsweise die New York Times Kostüme und Dekoration lobte.[106] 1976 war Minnelli in einer kleinen Gastrolle als sie selbst in Mel Brooks’ Stummfilmparodie Silent Movie zu sehen.[107]

1977–1978: New York, New York; The Act[Bearbeiten]

Im Mai 1976 begannen die Proben zu New York, New York, dem letzten von drei Filmen, zu denen sich Minnelli nach Cabaret vertraglich verpflichtete.[108] Wendy Leigh behauptet, Minnelli hätte seit 1972 über 400 Drehbücher abgelehnt.[109] Tatsächlich gab es eine Reihe von unverwirklichten Filmprojekten, darunter Neuverfilmungen von Die Kameliendame (1936) und Wie angelt man sich einen Millionär? (1953) sowie die Kinoadaption Der große Gatsby, in der 1974 schließlich Mia Farrow die weibliche Hauptrolle übernahm. Über eine Verfilmung von Judy Garlands Lebensgeschichte mit Minnelli in der Rolle ihrer Mutter wurde 1972 im Filmfan-Magazin Photoplay gemunkelt, mit Vincente Minnelli als Regisseur: Vater und Tochter hatten aber wiederholt betont, niemals ein solches Projekt in die Hand zu nehmen. Von 1976 bis 1980 war mehrmals eine Chicago-Verfilmung im Gespräch, als deren mögliche Darsteller außer Minnelli (als „Velma Kelly“, am Broadway zuvor von Chita Rivera verkörpert) auch Goldie Hawn („Roxie“), Frank Sinatra („Billy“), Carol Channing, Ann Miller und Nancy Walker („Mama“) gehandelt wurden; Regie sollte Martin Scorsese führen. Erst 1991 wurde wieder darüber geredet, als Lewis Gilbert Minnelli als „Roxie“ sehen wollte, 1994 dann äußerte sich Harvey Weinstein, er würde gern Michelle Pfeiffer, Minnelli oder Goldie Hawn zusammen mit Madonna engagieren; ein Jahr später versprach er Minnelli sogar ihre Mitwirkung. Eine Verfilmung wurde aber erst 2001 realisiert und kam mit Renée Zellweger, Catherine Zeta-Jones und Richard Gere in die Kinos. Zu diesem Zeitpunkt wurde Minnelli als „Mama Morton“ gehandelt, die Rolle wurde jedoch von Queen Latifah übernommen.[110] Minnellis Bühnenpartnerin Rivera hatte in Chicago (2002) einen Cameo-Auftritt als rauchende Gefängnisinsassin.

Martin Scorsese
Frank Sinatra

An der Seite von Robert De Niro spielte Minnelli in New York, New York (1977) die Big Band-Sängerin „Francine Evans“, die am Victory over Japan Day 1945 in New York City den Saxofonisten „Jimmy Doyle“ (De Niro) auf einer Siegesfeier kennenlernt. Nach seinen plumpen Annäherungsversuchen werden die beiden ein musikalisches Duo, dann ein Liebespaar, heiraten schließlich und bekommen ein Kind. Sie werden Teil einer neuen Big Band, die später von Jimmy übernommen wird, nach Francines Weggang ihren Erfolg einbüßt und aufgelöst wird. Während Jimmy als Musiker in schwarzen Jazz- und Blues-Clubs neu anfängt, steigt Francine in den 1950er Jahren zur erfolgreichen Schauspielerin und Sängerin auf, veröffentlicht Platten und dreht Filmmusicals.

Regie führte Martin Scorsese, der das Projekt als Film noir-Musical bezeichnete. Es war Minnellis erster und einziger Film, den sie direkt in Hollywood in den MGM-Studios drehte. Scorsese sah ihn als Hommage an die Blütezeit des Filmmusicals und inszenierte ihn deshalb mit Dekorationen und Kunstbauten im Stil der 1940er Jahre. Beim Drehbuch legte er Wert auf Minnellis und De Niros Improvisationstalent; De Niro nahm für den Film Saxophonunterricht.[111][1] Der kommerzielle Misserfolg von Abenteurer auf der Lucky Lady und Nur eine Frage der Zeit erhöhte den Druck auf New York, New York. Minnelli konstatierte ihre Hoffnung auf einen Filmhit mit den Worten: „Du darfst dir in Hollywood keine drei Flops hintereinander erlauben.“[112] Trotz nahezu einstimmig begeisterter Kritiken im Vorhinein – die Philadelphia Daily News nannte den Film eine „überragende Leistung“ – konnte New York, New York seine Produktionskosten nicht einspielen. Das Publikum hatte ein Gute-Laune-Musical erwartet und empfand den Film außerdem als zu lang. Wie Scott Schechter hervorhebt, habe dieser dritte Flop infolge Minnellis Karriere als Filmstar tatsächlich zum Stillstand gebracht.[113] Hingegen die schauspielerischen Leistungen von Minnelli und De Niro sowie die Kostüme und Ausstattung wurden von der Kritik überwiegend gelobt; die Philadelphia Daily News schwärmte vom „Film des Jahres“.[114] Hans-Christoph Blumenberg bezeichnete den Film allerdings als „klischeereich schmachtende Show-Business-Tragödie“, äußerte sich negativ über Minnellis Präsenz und fand lediglich Lob für De Niro.[115] Hierzulande sprach Der Spiegel mit Blick auf Minnelli von einer „schwachen Darbietung“.[116] Der im Film von Minnelli interpretierte Titelsong Theme from New York, New York erlangte große Bekanntheit und wurde durch Frank Sinatras Neuaufnahme vom September 1979 zum Welthit sowie zur inoffiziellen Hymne der Stadt New York; bei einigen Gelegenheiten sangen Minnelli und Sinatra den Song später auch gemeinsam.

Nach über vier Jahren nahm Minnelli im Januar 1977 wieder ein Studioalbum mit dem Titel Tropical Nights für Columbia auf. Biograf Schechter umschreibt das musikalische Genre der LP als „‘California’-type sound“: Minnelli spielte überwiegend Lieder von Jim Grady im aktuellen Pop- und Disco-Stil ein. Variety lobte das Album, doch Kritiker Ruhlmann meinte, Minnellis Ausflug in diese Musikrichtung wäre nicht geglückt und ihr Gesangstalent würde in der Akustik regelrecht begraben. Er bezeichnete Tropical Nights als „verwirrendes Album“, das obendrein weder von Minnelli noch von der Plattenfirma ausreichend beworben wurde.[117][118]

Ihre Zusammenarbeit mit Martin Scorsese setzte Minnelli in dem neuen Broadway-Musical The Act fort. George Furth schrieb ihr die Rolle des 60er-Jahre-Filmmusicalstars „Michelle Craig“ auf den Leib, der sein Comeback als Nachtklubsängerin in Las Vegas plant. Wie Scott Schechter erklärt, sei The Act das einzige von Minnellis Musicals, das nie eine Wiederaufnahme erlebt hätte, weil es so sehr auf seine Hauptdarstellerin fixiert war.[119] Unter Scorsese wurden für dieses Projekt mehrere Leute aus dem Filmteam von New York, New York versammelt, darunter Kander und Ebb für die Musik und Theadora Van Runkle für die Kostüme. Während der Out-of-Town-Try-Outs ab Juli 1977 im Vorfeld der Broadway-Laufzeit war der Titel des Stücks noch In Person, später dann Shine It On und es wurde von Kritikern teilweise verrissen. Zur New Yorker Premiere wurde der Name erneut geändert, ebenso wie die Kostüme, deren neue Entwürfe Halston übernahm, und Minnellis Frisur. Der im Gegensatz zur Scorsese erfahrene Theaterregisseur Gower Champion stieg Ende September 1977 ein und reduzierte die Dialogszenen.[120][116]

Außer Minnellis Leistung, die mit einem Tony Award belohnt wurde, wurden andere Aspekte des Stückes wenig positiv rezensiert. So hätte Scorseses Unerfahrenheit am Theater die Kosten für Kostüme und Kulissen unnötig erhöht und The Act wäre zu sehr auf seine Hauptdarstellerin zugeschnitten. Beim Publikum kam das Musical jedoch gut an und wurde bis zum 1. Juli 1978 insgesamt 233 Mal vor stets ausverkauftem Haus aufgeführt.[121] Wie Der Spiegel urteilte, wollten die Menschen offenbar nicht das Musical, sondern Minnelli sehen, die fast alle Songs allein sänge und ohne die The Act „wie ein angestochener Luftballon zusammenfallen“ würde. Sie, die sich einst in Pookie als „subtile Charakterdarstellerin bewiesen“ hätte, bewege sich hier „am Scheideweg zwischen Darstellungskunst und Show-Klamauk“: der „bis zur totalen Erschöpfung singende und tanzende Superstar“ würde durch das „karge Libretto“ in ein „zu enges Korsett“ gezwungen.[116] Andere Kritiker befanden, The Act sei eher ein Konzert denn eine Theaterproduktion, lobten jedoch Minnelli, die beispielsweise vom New York Times Radio „fantastisch“ genannt wurde.[121][122] Richard Eder von der New York Times befand: „The Act stellt die atemberaubende Bühnenpräsenz von Liza Minnelli zur Schau, die eine Gabe weit über bloßes Talent hinaus demonstriert – völlig umwerfend. Liza ist nicht die Erste unter Gleichen; sie ist die Erste ihrer Sorte.“[123] Minnelli liefere laut Variety eine „unglaublich dynamische Leistung“ und einen „persönlichen Triumph“ ab und sei „beeindruckend in ihrer Vielseitigkeit, konzentrierten Kraft und anhaltenden Energie“.[124] Theaterkritiker Howard Kissel bezeichnete The Act jedoch als „im höchsten Maße arrogantes Konzept“ und „schon gar nicht gutes Theater, aber noch nicht einmal die Imitation einer Nachtklub-Darbietung aus Las Vegas, sondern allenfalls ‘die Imitation der Hollywood-Filmversion eines Las-Vegas-Acts’“.[116] John Simon von der Zeitschrift New York verriss Minnellis Darbietung völlig und warf ihr vor, kein Talent zu besitzen, sondern „nur Draufgängertum, Pathos und Energie“.[125] Schauspielerin Carol Burnett empörte sich in einem Brief ans Time Magazine darüber, weil Simon in seiner aggressiven Kritik Minnellis Gesicht mit dem eines Beagle verglich.[126] Bekannte Songs aus der Produktion waren City Lights und Arthur in the Afternoon, die Minnelli auf künftigen Konzerten sang.

1979–1986: Konzertreisen und Fernsehauftritte; Filmerfolg mit Arthur[Bearbeiten]

Kurz nach der Dernière von The Act arbeitete Minnelli mit der renommierten Martha Graham Dance Company zusammen, die eine Tanzinszenierung von Edward Lears Nonsens-Gedicht The Owl and the Pussycat plante. Für ihre einchoreographierte Rolle der Erzählerin erfuhr sie Lob von der New York Post, wo Clive Barnes die „wahre Freude ihrer Darbietung“ als „einen geeigneten Tribut an die gewandte Art“, in der Martha Graham mit ihr arbeiten würde, beschrieb.[127] Das Bühnenwerk wurde zunächst für nur einen Abend im Juni 1978 in der Metropolitan Opera aufgeführt; im Juli und August 1979 folgten Inszenierungen im Londoner Royal Opera House und im April und Mai 1980 kehrte Minnelli mit dem Ensemble zurück an die Metropolitan Opera.[128] Im Januar 1979 war Minnelli als Schriftstellerin Lillian Hellman (1905–1984) in Eric Bentleys Drama Are You Now or Have You Ever Been? am New Yorker Off-Broadway zu sehen. Darin rezitierte sie Hellmans Brief aus der McCarthy-Ära an das Komitee für unamerikanische Umtriebe, in dem sie eine Zeugenaussage verweigerte.[129]

Von September 1978 bis November 1979 unternahm Minnelli eine ausgedehnte Konzerttournee durch Nordamerika und Europa hauptsächlich mit Bühnenliedern und Standards im Programm. Innerhalb der Tour hatte sie im September 1979 ein Gastspiel an der New Yorker Carnegie Hall mit elf Shows – das bis dahin längste Engagement eines Künstlers in diesem Haus. Weil Minnelli zu dieser Zeit bei keinem Plattenlabel unter Vertrag war, produzierte sie das Doppel-Album Liza Minnelli Live at Carnegie Hall selbst und brachte es 1981 zur Veröffentlichung. Biograf Schechter sieht dieses Werk als einen gesanglichen Höhepunkt in Minnellis Karriere.[130] Die Kritiken zu ihren Auftritten in der Carnegie Hall fielen begeistert aus. Variety gab an: „Minnelli ist eine lebhafte, dynamische, starke Entertainerin, fähig ein Publikum zu neuen Höhen der Anerkennung zu bewegen […]“ und zählte sie zu den „besten Künstlern unserer Zeit“.[131] Die New York Times konstatierte, Minnelli „schaltet von innerer Stärke auf äußere stimmliche Kraft um; ohne die Feinheiten ihrer Stimmkontrolle aufzugeben, ohne ihr Schmettern in ein schrilles Schreien zu verwandeln, das sich in solchen Situationen gerne einschleicht. Miss Minnelli ist sehr sicher in ihren stimmlichen Bewegungen und sie kann rezitieren, hoch oder tief, mit herrlichen Koloraturen und faszinierenden Texturen, Hand in Hand mit ihrer Power. […] Es war eine Produktion, in der jedes Element ungewöhnlich stark war und jeder Aspekt in erstklassiger Balance zusammenfand.“[132] Eines ihrer letzten Tourkonzerte wurde im November 1979 in New Orleans aufgezeichnet und im März 1980 auf HBO ausgestrahlt. Dieses Fernsehspecial (Titel: An Evening with Liza Minnelli) brachte Minnelli erneut positive Rezensionen ein; so urteilte Video Review etwa, Minnelli habe sich „[überraschender Weise] zur derzeit besten Popsängerin Amerikas“ entwickelt, „mit einer Kombination aus rhythmischer Klarheit, völligem Einklang mit den Liedtexten, […] einer unbeschwerten Komik und auch einem ironischen Touch, wo es angemessen ist, einer großen Bandbreite stimmlicher Farben und schierer physischer Energie. […]“[133]

Noch vor Ausstrahlung des Konzertes zeigte CBS im Februar 1980 das Special Goldie and Liza Together. Minnelli und Goldie Hawn traten in verschiedenen dramatischen, komischen und musikalischen Varietészenen auf. Die Sendung erzielte keine hohen Einschaltquoten, wurde aber überwiegend von der Presse gelobt, so von der Variety und auch vom Philadelphia Inquirer, der allerdings Minnelli den Vorzug gab und Hawn als „walk-on act“ (zu Deutsch etwa: „Statistenrolle“) bezeichnete. Zwei Monate später war Minnelli in Baryshnikov on Broadway zu sehen, einem Fernsehspecial des russischen Ballett-Tänzers Mikhail Baryshnikov, der zu dieser Zeit als Schauspieler und Entertainer in Hollywood Fuß fasste. In dieser Sendung spielte Minnelli für Baryshnikov und die Zuschauer eine „Reiseführerin“ durch die Musicalgeschichte des Broadway, tanzte mehrere Nummern mit Baryshnikov und hatte ein Solo (The Music That Makes Me Dance). Das Special war sehr erfolgreich und wurde mit vier Emmys ausgezeichnet.[134]

Mit der Komödie Arthur – Kein Kind von Traurigkeit drehte Liza Minnelli ab Juni 1980 in New York an der Seite von Dudley Moore und John Gielgud ihren seit Cabaret erfolgreichsten Film. Der verwöhnte, kindliche, alkoholkranke Multimillionärssohn „Arthur Bach“ (Moore) verliebt sich in die mittellose Kellnerin und Möchtegern-Schauspielerin „Linda Marolla“ (Minnelli), obwohl er bereits eine Verlobung mit einer anderen Frau eingehen soll, damit er sein Vermögen behalten darf. Die Liebe zu Linda lässt Arthur endlich erwachsen werden; gegen Ende des Films muss er seinen todkranken Butler und eigentliche Vaterfigur „Hobson“ (Gielgud) pflegen und bricht mit seiner Familie. Arthur wurde mit insgesamt vier Golden Globes ausgezeichnet und erfuhr positive Kritiken insbesondere für die Leistungen von Moore und Gielgud, der mit einem Oscar als Bester Nebendarsteller geehrt wurde. Aufmerksamkeit erregte auch Minnelli, deren „muntere Persönlichkeit und ansprechende Verrücktheit“ laut Hollywood Reporter „perfekt für die Rolle“ seien. Die New York Times lobte Minnellis „reichlich komische und sichere Darbietung“, die zusammen mit Moore „mit anziehender Beschwingtheit“ spiele.[135] Arthur war einer der kommerziell erfolgreichsten Filme des Jahres 1981 und wurde von den Medien als Kino-Comeback für Minnelli angesehen.[136]

Liza Minnelli besucht das Grabmal Eva Peróns in Recoleta, August 1993. Im Sommer 1982 war sie für die Hauptrolle in der Verfilmung des Musicals Evita im Gespräch.[137]

Das Jahr 1981 über war Minnelli fast kontinuierlich auf Tour durch Nordamerika, Australien und Japan und im Herbst 1982 war sie in Italien und Paris zu sehen.[138] 1983 führte sie zusammen mit ihren Schauspielkollegen Walter Matthau, Richard Pryor und Dudley Moore durch die 55. Oscarverleihung und absolvierte im Frühling und Sommer einige Konzertauftritte in den Vereinigten Staaten. Insgesamt verlief die Zeit zwischen 1982 und 1984 nach ihren intensiven Tourneen relativ ruhig.[139] 1983 hatte sie einen Cameo-Auftritt in Martin Scorseses Mediensatire King of Comedy.[140]

Für ihre Hauptrolle in dem (wiederum von Fred Ebb und John Kander geschriebenen) Broadway-Musical The Rink, das am 9. Februar 1984 Premiere hatte und bis August über 200 Aufführungen erlebte, erntete Minnelli gemischte bis gute Kritiken, ebenso wie die Produktion selbst. Zusammen mit ihrer Chicago-Kollegin Chita Rivera spielte sie ein ungleiches Mutter-Tochter-Gespann: Minnelli war als „Angel“ zu sehen, ein rebellischer Ex-Hippie, der sich mit seiner Mutter um den Besitz einer heruntergekommenen Rollschuhbahn streitet. Die New York Daily News fragte: „[…] Und all das Talent – wofür? Ein Mischmasch.“ Die New York Times nannte Minnellis Darbietung „überzeugend“ und die USA Today fühlte sich an ihre Arbeit in Pookie erinnert.[141] Sie verließ die Produktion im Juli wegen ihrer Entziehungskur im Betty Ford Center und wurde durch Stockard Channing ersetzt. Der kommerzielle Erfolg des Stückes ließ daraufhin nach; wenige Wochen später wurde es eingestellt.[142]

Von Juni bis November 1985 absolvierte Minnelli eine neue Konzertreise durch die Vereinigten Staaten mit modernen Popsongs und bekannten Bühnenstandards im Programm. Scott Schechter bezeichnet diese Tour nach ihren Entziehungskuren als Minnellis erstes wirkliches Comeback. Im August und September unterbrach sie die Tournee zugunsten der Dreharbeiten zu dem Fernsehfilm Ein kurzes Leben lang. Das NBC-Drama stellte die wahre Geschichte von Mary-Lou Weisman nach, Mutter eines Kindes, das an Muskeldystrophie leidet. Minnellis schauspielerische Leistung wurde mit einem Golden Globe gewürdigt und unter anderem von der New York Post gelobt, die sich „keine andere Schauspielerin […] in ihren Schuhen [vorstellen]“ konnte.[143] Nachdem sie bereits 1984 kurz in Die Muppets erobern Manhattan zu sehen gewesen war, hatte sie 1985 einen kleinen Kino-Auftritt in dem That’s Entertainment-Nachfolgefilm That’s Dancing! und moderierte eine Sequenz über die Musicalverfilmungen Sweet Charity (1969) und Oklahoma! (1955).[140]

Im März 1986 gab sie eine Reihe von Konzerten im Londoner Palladium, die unter dem Titel Liza in London als TV-Mitschnitt von HBO ausgestrahlt wurden. Es folgte eine Tour durch England und mehrere US-Städte. Zusammen mit Frank Sinatra trat Minnelli im April und Mai im Golden Nugget Casino von Atlantic City auf.[144] Als am 4. Juli die New Yorker Freiheitsstatue nach dreijähriger Renovierung neu eingeweiht wurde, wurde Minnelli anlässlich der Weihfeier engagiert und sang vor rund 50.000 Menschen den Song Theme from New York, New York.[145][146] Mitte bis Ende der 1980er Jahre wurde sie von dem Kiss-Bassisten Gene Simmons als Manager betreut.[147]

1987–1990: Comeback, The Ultimate Event und Arbeit mit den Pet Shop Boys[Bearbeiten]

Liza Minnelli am Sunset Boulevard (1988)

1987 präsentierte Minnelli die TV-Hommage Minnelli on Minnelli: Liza Remembers Vincente über ihren kurz zuvor verstorbenen Vater auf PBS und war in einem neuen Kinofilm zu sehen. An der Seite von Burt Reynolds spielte sie in Rent-a-Cop das Callgirl „Della Roberts“, Zeugin eines Mordes. Sie heuert den Polizisten „Tony Church“ (Reynolds) zu ihrem persönlichen Schutz an, während der Ermittlungen kommen die beiden sich näher. Der Film war kommerziell erfolglos und wurde von der Kritik abgelehnt. Als ähnlicher Flop entpuppte sich die Arthur-Fortsetzung Arthur 2 – On the Rocks (1988) mit Dudley Moore, die aufgrund ihres unglaubwürdigen Drehbuchs beim Publikum schlecht ankam. Die Titelfigur „Arthur Bach“ muss nun ohne Geld auskommen und streitet sich mit Gattin „Linda“. Nach vorübergehender Trennung und Arthurs Wiedererlangen seines Millionenvermögens adoptieren sie ein Kind und sind glücklich vereint. Beide Filmrollen brachten Minnelli die Goldene Himbeere ein.[148]

Als ein künstlerischer Höhepunkt in Minnellis Karriere gilt ihr dreiwöchiges Gastspiel an der New Yorker Carnegie Hall im Mai und Juni 1987, das von den internationalen Medien als großes Comeback betrachtet wurde. Sie brach mit 17 ausverkauften Shows ihren eigenen Rekord von 1979 für die längste Konzertserie in der Geschichte des Hauses und erntete hervorragende Kritiken. Variety sprach von einer „triumphalen Rückkehr“ und Vanity Fair meinte, Minnelli sei „zurück an der Spitze“. Das Programm beinhaltete mehrere ihrer bekannten Musicalsongs von Ebb und Kander sowie andere Bühnenlieder und Jazzstandards; Minnelli wurde von einem 60-köpfigen Orchester begleitet. Kolumnistin Liz Smith schwärmte von einem „[unvergesslichen] Abend reinen Vergnügens“ und „purer Aufregung“, die New York Times urteilte, Minnellis „Stimme klang nie stärker und sicherer“, die New York Post meinte: „Liza ist die Größte. […] [Sie hat ein] Gesicht, für das man seinen letzten Penny geben würde. […] Das Publikum, das ihr aus der Hand gefressen hat, hatte ein kleines Festessen“ und der Hollywood Reporter resümierte, „es war der Inbegriff einer Konzertdarbietung; eine Sängerin auf der Höhe ihrer stimmlichen Kraft, die einige der großartigsten Unterhaltungslieder sang, die jemals geschrieben wurden“. Das Album Liza Minnelli: At Carnegie Hall erreichte Platz 156 der Charts und wird von Scott Schechter als ihre beste Audio-Veröffentlichung aufgeführt. Es folgte eine Tournee durch die Vereinigten Staaten und Europa bis Dezember 1987.[149][150]

Aufmerksamkeit erregte Minnelli 1987/88 als Sprecherin für Estée Lauders Männerparfüm Metropolis. In dieser Funktion trat sie in Verkaufsläden auf und drehte einen TV-Werbespot, für den sie den Kander/Ebb-Song City Lights neu aufnahm.[151] Im Mai 1988 war Minnelli in einem neuen Fernsehfilm zu sehen: Sam Found Out: A Triple Play. An der Seite von Ryan O’Neal, Louis Gossett junior und John Rubinstein trat sie in jeweils drei Sequenzen in verschiedenen Rollen auf.[152] Ab September ging sie gemeinsam mit Frank Sinatra und Sammy Davis junior auf The Ultimate Event-Tournee durch die Vereinigten Staaten, Japan, Australien und Europa, aus der in einigen Ländern auch Fernsehspecials entstanden, wie zum Beispiel im Dezember ihr Auftritt in Detroit, der im Februar 1989 auf Showtime ausgestrahlt wurde. Das Programm beinhaltete zahlreiche Jazzstandards; Davis eröffnete das Konzert, gefolgt von Minnelli, dann Sinatra und schließlich sangen alle drei abwechselnd gemeinsam und solo ein Medley ihrer eigenen Hits. Sinatra und Minnelli setzten die Tour nach Davis’ krankheitsbedingten Ausscheiden im März 1990 noch bis Juli fort.[153]

Die Pet Shop Boys im Oktober 2006 in Boston

Während der Londoner Ultimate Event-Engagements im Frühling 1989 spielte Minnelli für EMI das elektronische Pop-Album Results ein, laut Schechter eine ihrer ungewöhnlichsten Aufnahmen.[24][154] Sie wünschte sich einen durchschlagenden Musikerfolg und nahm über Gene Simmons Kontakt zu den Pet Shop Boys auf, die das Werk produzierten. Eigener Aussage zufolge wollten sie eigentlich nur einen gemeinsamen Song aufnehmen, hatten an der Zusammenarbeit aber so viel Spaß, dass ein ganzes Album entstand.[24] Minnelli änderte zur Promotion des Albums ihr Styling und trat jugendlicher in Erscheinung, außerdem drehte sie Videoclips zu den einzelnen Single-Auskoppelungen.[155] Results erschien im September 1989 und war auf dem 128. Chartplatz vertreten, kam in Großbritannien aber in die Top-10, ebenso wie die Lead-Single Losing My Mind, eine Neuinterpretation aus dem Sondheim-Musical The Follies. Mit Losing My Mind und Love Pains (ein weiteres Lied aus Results) trat Minnelli 1989 und 1990 in der beliebten BBC-Musiksendung Top of the Pops auf und absolvierte darüber hinaus eine Promo-Tournee durch Europa.[156] Die Kritiken zu dem Album fielen unterschiedlich aus. Der Guardian bezeichnete es als „raffinierte Quintessenz moderner Pop-Technik, durchdrungen von bedeutender Musiktheater-Tradition“ und die Los Angeles Times als „eines der faszinierendsten Alben des Jahres“ mit „dunklen, launischen Balladen und dunklen, launischen Tanzliedern“. Mitproduzent Neil Tennant selbst erachtete Results in einem Interview 1996 als „möglicherweise bestes Album“ der Pet Shop Boys.[157] William Ruhlmann zufolge sei Results für eingefleischte Minnelli-Fans nur schwer zu verstehen gewesen, da sie sich in eine völlig andere Musikrichtung wagte; es wäre mehr ein Werk der Pet Shop Boys denn ein Minnelli-Vehikel und beide Parteien hätten trotz des großen Erfolges in Großbritannien gut daran getan, wieder ihrer eigenen Wege zu gehen.[158] Für ihren „fortwährenden besonderen Einfluss auf die Musikwelt“ wurde Minnelli 1989 der Grammy Legend Award zugesprochen.

1991–1993: Stepping Out und Konzerterfolg in der Radio City Music Hall[Bearbeiten]

Nach den Ultimate Event-Reisen drehte Minnelli im Sommer 1990 einen neuen Kinofilm, der im Herbst 1991 unter dem Titel Stepping Out veröffentlicht wurde. Das Drehbuch basierte auf einem Theaterstück von Richard Harris. Minnelli spielte unter der Regie von Lewis Gilbert die Rolle von „Mavis Turner“, einer ehemaligen Broadway-Tänzerin, die sich in einer unglücklichen Beziehung mit einem einst großen Popstar befindet. Mavis leitet eine Amateurgruppe aus der Provinz an, die am Ende des Films erfolgreich auf einer Benefizshow auftritt. Weitere Darsteller des Films waren unter anderem Shelley Winters, Julie Walters und Jane Krakowski, die Rollen weiterer Amateurtänzer wurden mit amerikanischen Theaterschauspielern besetzt, die selbst am Broadway arbeiteten. Der Film sollte eigentlich im April 1991 in den Kinos anlaufen, als Minnellis Bühnenprogramm Liza Stepping Out at Radio City Music Hall startete, doch aufgrund interner Personalwechsel im Filmstudio Paramount Pictures verzögerte sich die Premiere. Auch diesem Filmprojekt blieb trotz guter Kritiken der kommerzielle Erfolg verwehrt, weil Paramount Stepping Out an nur sieben amerikanische Kinoketten verlieh. Studiopräsident Stanley R. Jaffe begründete diese Entscheidung durch das fehlende Vertrauen in Minnelli, genügend Publikum anzulocken, um daraus einen Filmhit zu machen. Kritiker Clive Barnes lobte die „wunderbare, glänzende“ Minnelli und die New York Daily News fand, es sei „schön, sie wiederzusehen“.[159] Stepping Out ist der vorerst letzte Kinofilm mit Minnelli als Hauptdarstellerin geblieben.[160]

Sammy Davis junior (1989)

Einen ihrer größten künstlerischen und kommerziellen Erfolge feierte Minnelli mit ihrer Konzertserie im April und Mai 1991 in der Radio City Music Hall, an die sich eine neue Tournee durch die Vereinigten Staaten und Europa anschloss. Es war die bis dahin kommerziell erfolgreichste Konzertreihe in der Music Hall seit 59 Jahren und machte Minnelli zur bestverdienenden Bühnenkünstlerin des Jahres noch vor den Rolling Stones. Die erste Hälfte des Programms bestritt sie solo mit bekannten Standards, der zweite Akt wurde von Sängerinnen und Tänzerinnen vom Broadway begleitet. Die Newsday nannte die Show einen „Triumph“. Im Januar und Februar 1992 kehrte Minnelli ins Haus zurück; aus diesem zweiten Engagement resultierte ein Live-Album (Liza Live from Radio City Music Hall), Minnellis meistverkaufte Audio-Veröffentlichung, und im Dezember wurde ein Konzertmitschnitt als Fernsehspecial unter demselben Titel ausgestrahlt. Das Video zum Konzert erreichte Platz 1 der Billboard Video Charts.[161]

Die Jahre ab 1991 verbrachte Minnelli in erster Linie auf Tour. Ab und zu ergaben sich gemeinsame Konzerte mit Kollegen wie Charles Aznavour (1991, 1993), Shirley Bassey und Ray Charles (1993), außerdem zählten mehrere Benefizshows und Preisverleihungen zu ihren Auftritten.[162] 1992 war sie auf dem Freddie Mercury Tribute Concert zum Gedenken an den 1991 an AIDS verstorbenen Queen-Sänger Freddie Mercury zu sehen und sang zusammen mit anderen Künstlern den Finalsong We Are the Champions. Zu Minnellis neuem dauerhaften Musikbegleiter zu dieser Zeit wurde Billy Stritch.[163] 1993 gestaltete sie ein Bühnenprogramm zu Ehren des 1990 verstorbenen Kollegen Sammy Davis junior in der Londoner Royal Albert Hall, das unter dem Titel Liza & Friends: A Tribute to Sammy Davis junior ausgestrahlt wurde. Davis war auch ein alter Freund ihrer eigenen Familie gewesen.[24] Im November 1993 erschien Minnellis Single The Day After That, eine Neuinterpretation aus dem Kander/Ebb-Musical Kuss der Spinnenfrau, die sie anlässlich des Welt-AIDS-Tages auf Englisch, Spanisch und Französisch einspielte. Teile der Erlöse von Single und Musikvideo kamen der American Foundation for AIDS Research zugute.[164]

1994–2001: Konzerttourneen und neue Musikprojekte[Bearbeiten]

1994 kehrte Minnelli kurzzeitig auf die Theaterbühne zurück. Zusammen mit Desi Arnaz junior spielte sie Albert Ramsdell Gurneys Stück Love Letters als einmalige Aufführung am 18. April im Coconut Grove Playhouse von Miami. Die Inszenierung war eine Benefizveranstaltung für das Haus. Der Inhalt dreht sich um zwei lebenslange Freunde, die sich in einem Zeitraum von über 40 Jahren gegenseitig Briefe schreiben und sich letzten Endes darüber klar werden, wie sehr sie sich lieben. Minnelli und Arnaz wurden nach ihrer Darbietung als Floridas „Botschafter der Künste“ bezeichnet.[165] Im August war Minnelli in dem starbesetzten Fernsehfilm Tödliches Klassentreffen auf Showtime zu sehen. In dieser Tragikomödie spielte sie „Stevie Merrill“, die das Treffen einer College-Studentenverbindung organisiert. Weitere Darsteller waren unter anderem James Belushi, Gena Rowlands, Robert Wagner, Jack Klugman, Ben Gazzara und Mira Sorvino. Größtenteils improvisierten die Schauspieler ihre Dialoge auf der Grundlage grober Charakterzeichnungen. Der Film bekam durchwachsene Rezensionen.[166][167][168][169] Mit The West Side Rhythm drehte Minnelli an der Seite von Shirley MacLaine, Kathy Bates und Jennifer Grey einen weiteren Fernsehfilm, der im November 1995 auf CBS ausgestrahlt wurde. Basierend auf Ernest Thompsons Theaterstück The West Side Waltz spielte Minnelli die Nebenrolle der Violinistin „Cara Varnum“, Nachbarin der eigenbrötlerischen Pianistin „Margaret“ (MacLaine), die durch ihre junge, naive Haushälterin (Grey) wieder neuen Kontakt zu ihrem Mitmenschen findet. Eine Kinoverfilmung mit Minnelli als Hausmädchen war bereits 1983 im Gespräch gewesen, mit Katharine Hepburn als Margaret und Doris Day oder Elizabeth Taylor als Cara. Der Film erzielte keine hohen Einschaltquoten und wurde ebenfalls gemischt bewertet.[170]

Im März 1996 erschien mit Gently ein neues Studioalbum, auf dem Minnelli Jazzstandards interpretierte, darunter Gershwins Embraceable You und Berlins I Got Lost in His Arms. Das 1957 von Johnny Mathis veröffentlichte Lied Chances Are nahm sie als Duett mit ihm auf. Eine stilistische Ausnahme stellte ihr Duett Does He Love You mit Donna Summer dar, eine Softrock-Neuinterpretation der Erfolgsballade von Countrysängerin Reba McEntire und ihrer Kollegin Linda Davis aus dem Jahr 1993. Schechter zählt Gently zu Minnellis bekanntesten und profiliertesten Alben, „rauchig“, „jazzig“ und mit üppiger Instrumentation. Es erreichte Platz 156 in den Charts und wurde für einen Grammy nominiert.[171] Kritiker lobten das Album; William Ruhlmann sprach sich für Minnellis Ausdruckskraft und ihre warme, starke, dynamische Stimme aus und resümierte, die Sängerin habe sich auf ihre musikalischen Wurzeln besonnen, in dem Eingeständnis, kein jüngeres Publikum mehr erreichen zu können.[172] Schechter bemerkte in Minnellis Gesang eine gewisse Nüchternheit, aber gleichzeitig eine reiche Tiefe. Minnelli selbst kommentierte ihre Arbeit mit den Worten: „Mein Gesang ist nicht prunkvoll oder beschwingt. Das bin einfach nur ich.“[173] Im Sommer und Herbst folgte eine Tournee, zu der einige gemeinsame Konzerte mit Dudley Moore gehörten.[174]

Für die an den Stimmbändern erkrankte Julie Andrews übernahm Minnelli im Januar 1997 die Titelrolle in dem Broadway-Musical Victor/Victoria.[175] Der Ersatz der Hauptdarstellerin war bereits im Oktober 1996 auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben worden und bedeutete für Minnelli eine Rückkehr zum Broadway-Ensembletheater seit 12 Jahren. Ihre Darbietung wurde von den Medien gemischt bewertet, machte Victor/Victoria aber zur kommerziell erfolgreichsten Show im Januar. Das Musical war bis heute Minnellis letzter Auftritt in einem sogenannten book musical. In der Folgezeit war sie für Neuauflagen von Gypsy 1997–1999 am Broadway und Die tätowierte Rose 2003 am West End im Gespräch, auch ein neues Musical mit Namen Curtains wurde von ihr gegenüber der Presse erwähnt. Nach Victor/Victoria musste sich Minnelli (ähnlich wie Andrews) einer Operation an den Stimmbändern unterziehen, nachdem schon für die letzten fünf mit Minnelli angekündigten Abende ihre Zweitbesetzung hatte einspringen müssen.[176] Als das Musical The Life im Juni 1997 am Broadway endete, sang Minnelli zur Dernière zwei Songs. Sie hatte sich bereits parallel zu ihren Gently-Aufnahmen im Herbst 1995 an einer Audio-Einspielung dieses Musicals mit Liedern von Cy Coleman, Ira Gasman und David Newman beteiligt, die 1996 vor der Bühneninszenierung veröffentlicht worden war. An den Aufnahmen hatten auch Künstler wie Jennifer Holliday und George Burns mitgewirkt.[177][178]

Bedingt durch ihre Stimmbandoperation gab Minnelli 1997 und 1998 nur vereinzelte Konzertauftritte und investierte ihre Zeit in den Wiederaufbau ihrer Stimme, unterstützt von Trainern und Ärzten.[179] Im Dezember 1999 trat sie mit ihrer Show Minnelli on Minnelli, einer Hommage an die Filmmusicals ihres Vaters, im Palace Theatre am Broadway auf. Dieses Engagement war kommerziell sehr erfolgreich und wurde mittelmäßig bis sehr gut rezensiert. Die USA Today jubelte: „Lizas Stimme ist wiedergeboren.“ Charles Isherwood von der Variety lobte Minnellis „warme, energische Darbietung“ und zählte sie zu „den letzten Praktizierenden einer bestimmten Sorte von Showbusiness, die sich dem gegenseitigen Geben und Nehmen nähert: Wir erhalten unsere Lieblinge mit unserer Liebe und Loyalität, so wie sie uns mit ihrer Kunst unterhalten haben. Nennen wir es eine gesündere Art der Koabhängigkeit.“ Im März 2000 startete Minnelli eine nachfolgende Tournee in San Francisco, dessen Bürgermeister an ihrem 54. Geburtstag den 12. März zum „Liza Minnelli Day“ ausrief. Die Konzertreise musste sie kurz nach Ostern aus gesundheitlichen Gründen abbrechen; Minnellis eigentliche Absicht war eine dreijährige Welttournee mit diesem Programm gewesen. Sie nahm daraufhin ihre erste offizielle Auszeit seit ihrer letzten Entziehungskur 1985 und verbrachte einige Monate zur Erholung in Florida. Nach einem Zusammenbruch und der Enzephalitis-Diagnose im Oktober 2000 absolvierte Minnelli nur wenige öffentliche Auftritte. So sang sie im September 2001 im New Yorker Madison Square Garden beim Konzert Michael Jackson: 30th Anniversary Celebration unter anderem Jacksons Ballade You Are Not Alone und nach den Terroranschlägen am 11. September im Shea Stadium ihren Signatursong Theme from New York, New York.[180][181]

Seit 2002: Liza’s Back; Arrested Development; Liza’s at The Palace....[Bearbeiten]

Liza’s Back (2002)
Premiere des Films Elizabethtown beim Toronto International Film Festival (2005)

Im Januar 2002 wurde ein neues Konzertprogramm unter dem Titel Liza’s Back mit entsprechender Tournee angekündigt, die im April in der Londoner Royal Albert Hall begann. Produzent war Minnellis damaliger vierter Ehemann David Gest. Im Juni gab Minnelli vor ausverkauftem Haus im New Yorker Beacon Theatre ein einwöchiges Konzertgastspiel. Im Oktober 2002 veröffentlichte sie ein gleichnamiges Live-Album, das auf Mitschnitten aus dem Beacon Theatre basiert. Biograf Schechter bezeichnet Minnelli als „die weltweit am meisten besprochene und beschriebene Berühmtheit“ des Frühlings 2002. Die Kritiken zu ihren Konzertauftritten und ihrem Album fielen begeistert aus. Seither hat sie regelmäßig mit Konzerttourneen in Amerika und Europa gastiert; 2006, 2008 und 2009 war Minnelli bei mehreren Konzerten auch in Deutschland zu sehen. Seit dem Tod ihres langjährigen Schlagzeugers und Dirigenten Bill LaVorgna (1933–2007) leitet der Schlagzeuger Michael Berkowitz das Orchester bei ihren Konzertauftritten. Um sich selbst für ihre Bühnenshows fit zu halten, nimmt Minnelli heute täglich bis zu zwei Stunden Tanztraining.[182][183]

Nachdem schon ihre Hochzeit im Fernsehen ausgestrahlt und vielfach in den Medien zitiert worden war, planten Minnelli und Gest eine gemeinsame Reality-Show (Liza and David) für den Sender VH-1 nach dem Vorbild der Doku-Soap The Osbournes. Nach mehreren Drehtagen kündigte der Sender das Projekt aufgrund „fehlender Kooperation“ auf. Von 2003 bis 2005 verkörperte Minnelli auf dem Sender FOX die „Lucille Austero“ in zehn Folgen der Sitcom Arrested Development, eine wiederkehrende Gastrolle, die ihr hervorragende Presse bescherte und die sie anlässlich der Wiederaufnahme auf dem Video-on-Demand-Anbieter Netflix 2013 erneut spielte. Arrested Development beschreibt die Geschichte einer kaputten wohlhabenden Familie, die nach der Verhaftung des Patriarchen plötzlich ohne Geld auskommen muss. Lucille Austero („Lucille 2“) ist die an Gleichgewichtsstörungen leidende, junge Männer bervorzugende Gegenspielerin von „Lucille Bluth“ („Lucille 1“, gespielt von Jessica Walter), der Ehefrau des Familienoberhauptes, und die kurzzeitige Liebesaffäre von Bluths neurotischen Söhnen „Buster“ (Tony Hale) und „George Oscar“ (Will Arnett). In der vierten Staffel (2013) verschwindet Lucille 2 während einer Feier; offenbar ist sie blutrünstig ermordet worden, doch der Fall wird nicht aufgeklärt. Arrested Development zeichnet sich durch überspitzte Charaktere, eine rasante Entwicklung von mehreren Handlungssträngen, unübliche Kameraeinstellungen, die bewusst Teile von Szenen ausblenden, und einen kalkulierten Mockumentary-Stil aus. Produzent Ron Howard hatte Minnelli persönlich gefragt, ob sie an der Serie mitwirken wolle. Ursprünglich für zwei Gastauftritte eingeplant, war Minnelli schließlich in zehn Folgen in den ersten beiden Staffeln und in elf Folgen der vierten zu sehen. Die New York Daily News nannte die Szenen mit Minnelli „stark“ und fand, der Zuschauer würde nicht nur über, sondern auch mit dem von ihr gespielten Charakter lachen. Auch der Boston Herald, Liz Smith und TV Guide sprachen sich für Minnellis Darbietung aus, nannten sie „zu köstlich“, „einnehmend“ und „urkomisch“. Aufgrund zurückgehender Einschaltquoten war die preisgekrönte und von Kritikern hochgelobte Serie 2006 eingestellt worden. Zwischenzeitlich war eine Kinoverfilmung im Gespräch gewesen, bis Netflix 2013 fortsetzende Folgen der Sitcom im Internet veröffentlichte, mit kompletter Originalbesetzung der früheren Fernsehauflage.[184][30][185][186]

Mit Liza’s at The Palace.... am New Yorker Palace Theatre kehrte Minnelli vom 3. Dezember 2008 bis zum 4. Januar 2009 wieder mit einem Konzertprogramm an den Broadway zurück. Teile der zunächst nur auf zwei Wochen terminierten Show waren ihrer 1998 verstorbenen Patentante Kay Thompson gewidmet. Anfang Februar 2009 erschien das dazugehörige Show-Cast-Album, wofür Minnelli eine Grammy-Nominierung erhielt. Die Broadway-Produktion wurde im Juni 2009 mit einem Tony Award ausgezeichnet.[187] William Ruhlmann bezeichnete das dazugehörige Album als „abwechslungsreich“ und „nostalgisch“; Minnelli sei hier voll in ihrem Element und zahle einen Tribut an das „Goldene Zeitalter“ der klassischen Unterhaltungswelt.[188] Im Sommer und Herbst 2009 präsentierte Minnelli ihr neues Showprogramm bei fünf Konzerten in Deutschland sowie in Amsterdam, Paris und Australien, wofür sie von der Presse überwiegend wohlwollende Kritiken erntete.[189]

Am 21. September 2010 veröffentlichte Minnelli bei Decca Records ihr Studioalbum Confessions, auf dem sie hauptsächlich von ihrem Pianisten Billy Stritch, streckenweise auch von einer Rhythmusgruppe begleitet wurde und 14 Standards des Great American Songbook im Jazzballadenstil interpretierte, darunter Lieder der Komponisten Burton Lane, Frank Loesser, Arthur Schwartz und Ray Noble. Kritiker John Bush rezensierte, Confessions beinhalte „kein Orchester, keine stürmischen Arrangements und, überraschender Weise, keine show-stoppers“ und die selbstironische Minnelli hole „trotz gesanglicher Schwachpunkte alles aus sich heraus, um sich über die negativen Stimmen hinwegzusetzen“.[190] Im Oktober 2011 trat Minnelli beim Musikfestival Avo Session in Basel auf; das Konzert wurde für eine Fernsehausstrahlung aufgezeichnet.[191]

Für 2011 und 2012 waren die Verfilmungen der Sitcom Arrested Development und des Andrew-Lloyd-Webber-Musicals Sunset Boulevard geplant gewesen; Sunset Boulevard ist seit Jahren aus bisher unbekannten Gründen immer wieder verschoben worden. Gerüchten der letzten Jahre zufolge sei Minnelli dafür in der Hauptrolle der Stummfilm-Diva „Norma Desmond“ im Gespräch gewesen; in die engere Auswahl waren aber später Glenn Close (die diese Rolle bereits in der originalen Broadway-Produktion 1994 verkörpert hatte), Meryl Streep und Barbra Streisand gezogen worden.[192] 2006 hatte Minnelli zuletzt eine kleine, unbeachtete Nebenrolle in der Filmkomödie The OH in Ohio gehabt, 2010 war sie außerdem in Sex and the City 2 als Gaststar zu sehen gewesen, um den Song Single Ladies (Put a Ring on It) von Beyoncé Knowles zu singen.

2014 nahm Minnelli zusammen mit ihren Halbgeschwistern Lorna und Joey Luft an der 86. Oscarverleihung teil. Anlass war das 75. Jubiläum des Zauberers von Oz.[193]

Wirkung und Rezeption[Bearbeiten]

Äußeres Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Seit Cabaret sind Minnellis dunkle Haare, ihre ebenso dunklen, großen Augen und ihre künstlichen Wimpern ihre Markenzeichen. Dieser an die Figur „Sally Bowles“ gelehnte 1930er-Jahre-Stil wurde wesentlich durch Regisseur Bob Fosse, Schauspielkollegin Gwen Verdon (Fosses Ehefrau) und Vater Vincente Minnelli beeinflusst. Ihr modisches Auftreten war speziell in den 1970er Jahren von Roy Halston Frowick geprägt, der auch für Jacqueline Kennedy, Bianca Jagger, Anjelica Huston, Lauren Bacall und Elizabeth Taylor designte; auch Bob Mackie wird als ein wichtiger Designer genannt. Halston und Mackie entwarfen zahlreiche Pailletten-Kostüme für Minnellis öffentliche Auftritte und Bühnenshows. Vor Cabaret hatte Minnelli ihre Haare bis Anfang der 1960er Jahre noch lang getragen, dann halblang und 1966 kurzschneiden lassen. Seitdem variierte sie diesen Stil immer wieder neu; Mitte der 1980er Jahre trug sie kurzzeitig blond. Minnellis „Koboldfrisur“, ihre intensiven, üppigen Wimpern und Augenbrauen und ihre Pailletten-Ensembles haben sich nach Schechters Worten zu einem typischen „Liza Look“ zusammengefügt.[194] Für den Fernsehsender HSN entwarf Minnelli ihre eigene Liza Collection, die im Juni 2010 auf dem Markt erschien.[195]

Rollenwahl[Bearbeiten]

Minnelli wuchs unter den Filmleuten des Hollywoodstudios Metro-Goldwyn-Mayer auf und hatte als kleines Kind ihren ersten Leinwandauftritt für wenige Sekunden in einem MGM-Film (ohne Text und ohne Bezahlung). Zu einer Kinderdarstellerin entwickelte sie sich aber nicht und auch mit ihren ersten Filmrollen als über 20-Jährige entfernte sich vom möglichen Rollenklischee im Sinne von „Dorothys Tochter“. („Dorothy“ ist die 1939 von der jugendlichen Judy Garland verkörperte Hauptfigur in dem Filmmusicalklassiker Der Zauberer von Oz.) So lehnte sie mehrere Angebote des Filmstudios Disney ab und überzeugte die Presse mit dramatischen Rollen, besonders die von Pookie. Als großer Höhepunkt in Minnellis Karriere wird von vielen Stimmen Cabaret genannt, in dem sie ihre „Paraderolle“ spielte. Dieser erfolgreichste von Minnellis Filmen war Vergleichspunkt für viele folgende Aspekte ihres künstlerischen Schaffens und rief bei der Öffentlichkeit die Überzeugung hervor, dass Minnelli genauso „herrlich dekadent“ (Zitat aus Cabaret) sei wie Sally. (Obwohl als Bühnenkünstlerin selbst ebenso energisch wie diese Filmfigur, ist Minnelli in ihrem persönlichen Wesen viel zurückhaltender.) Nach Cabaret spielte sie in den 1970er Jahren in drei Unterhaltungsfilmen die Hauptrolle und wurde dabei auch als Sängerin eingesetzt. Diese Produktionen waren in künstlerischer und/oder kommerzieller Hinsicht ein Flop und beendeten Minnellis Karriere als beachtenswerte Filmschauspielerin. Wie Leigh ausführt, hat es Minnelli nie vermocht, selbst Filmprojekte für sich als Star zu kaufen oder ihre eigene Regisseurin zu sein.[196][1][197]

Publikum und Anhängerschaft[Bearbeiten]

Liza Minnelli als Jurorin in einer Hundeshow (2006)

Mit ihren Auftritten in mehreren Film- und Bühnenmusicals erregte Minnelli bei Genreliebhabern Aufmerksamkeit. Im Gefolge von Cabaret ist Minnellis Stil als Sally Bowles von zahlreichen Travestiekünstlern kopiert worden. Ähnlich wie ihre Mutter genießt Minnelli Verehrung in der Schwulenszene aufgrund ihrer allgemein bekannten Freundschaften zu bi- und homosexuellen Künstlern wie Peter Allen, Andy Warhol und Roy Halston Frowick, aber auch für ihr soziales Engagement in Sachen AIDS. 20 Jahre lang unterstützte sie im Vorstand die Organisation IAHP (The Institutes for the Achievement of Human Potential) und engagierte sich außerdem für AmfAR (The American Foundation for AIDS Research).[4][198]

Von Dezember 1964 bis Frühjahr 1997 existierte der offizielle Fanclub Limelight on Liza. Er wurde zunächst bis 1976 von Nancy Barr als Club-Präsidentin geführt, danach von Suzan Meyer. Seit Auflösung des Clubs hat sich das Internet zum größten Sammelpunkt für Fans entwickelt. Im Mai 1998 wurde die E-Mail-Gruppe love_liza gegründet, der seitdem größte Chat über Minnelli. Im Februar 2003 entstand TheLizaMinnelliFanClub und bietet ebenso ausführliche Übersichten und Updates zu Minnellis Schaffen.[199] Zu Minnellis langjährigen Anhängern in der Fachpresse zählen die Journalisten Clive Barnes, Robert Osborne und Liz Smith.

Kulturelle Bedeutung und künstlerisches Werk[Bearbeiten]

Minnelli sei laut Biograf Scott Schechter „berühmt geboren“ und könne Wendy Leigh zufolge „nie ohne das Showbusiness leben“.[4][200] Schechter führt Minnellis Herkunft als Grund dafür auf, dass die Medien mehr Augenmerk auf ihr Privatleben, etwa Gesundheitsprobleme, als auf ihre Arbeit gelegt haben.[4] Ihr „Leben in den Klatschspalten und Boulevardzeitungen“ hätte in den Augen des Hollywood Reporter-Kolumnisten Robert Osborne „[ihre Arbeit] trauriger und unfairer Weise überschattet“.[201]

Fred Astaire äußerte sich in dem Film Das gibt’s nie wieder – That’s Entertainment 1974: „Wenn Hollywood eine Monarchie wäre, würde Liza unsere Kronprinzessin sein.“[202] Nach Leigh „scheint Hollywoods Prinzessin weitaus mehr vom Broadway geliebt zu werden als von der Traumfabrik ihrer Geburtsstadt. Die Kamera hat Liza nie uneingeschränkt geliebt, und sie hat sich nicht ein für allemal als Filmstar durchsetzen können.“[203] Ihre Karriere ist von ihrer Arbeit als Konzertsängerin und Live-Entertainerin geprägt, weniger von Film- und Musikproduktionen. Minnelli gilt als Interpretin des Great American Songbook, näherte sich aber mit mehreren Aufnahmen immer wieder der zeitgenössischen Popmusik an.[204] Wie Leigh hervorhebt, sei Minnelli laut Kritikern „zu sehr an die Vergangenheit gebunden“ und „an die halbautobiografischen Songs von Kander und Ebb“; „musikalisch nicht modern genug […], um in der Hitparade zu landen“.[200] In Frankreich erhielt sie in Anlehnung an Édith Piaf den Spitznamen „la petite Piaf américaine“.[205] Musikalische Begleiter waren außer Peter Matz, Peter Allen, Rex Kramer, Aznavour, Ebb und Kander auch Marvin Hamlisch, der in den 1960er Jahren die Liedauswahl ihrer ersten Soloauftritte unterstützte; ab 1976 Bill LaVorgna, Schlagzeuger und Dirigent ihrer Band; und seit Anfang der 1990er Jahre Pianist Billy Stritch. Designerin Joe Eula kreierte 1970 ein erstes „Liza–Logo“ und hat seitdem alle Illustrationen für Minnellis Konzertprogramme und Albencover vorgenommen.[206]

Minnellis Leistung als Live-Künstlerin zeichnet sich neben ihrem energischen Auftreten durch den Willen aus, ihr Publikum zu bewegen, ihm Gefühle zu vermitteln und dadurch in einen Dialog zu treten, was sie persönlich mit den Worten „Das ist die beste Art von Tennis, die ich kenne“ zusammengefasst hat.[24][4] Sich selbst hält Minnelli nicht für eine gute Sängerin, eher für eine „Schauspielerin in der Musik“, die ihre Songs darstellen will.[24] Eigener Aussage zufolge wurde sie in dieser Hinsicht von ihrem persönlichen Freund und früherem Mentor Charles Aznavour gefördert, der ihr verschiedene Nuancen in der Phrasierung beibrachte und ihr im Laufe der Jahre mehrere Chansons schrieb, darunter There Is a Time (1966) und Sailor Boys (1988).[24] Beeindruckt von dieser emotionalen Bindung zum Publikum zeigte sich Meryl Streep, als sie Minnelli in dem Musical The Act sah und Freddie Mercury nannte Minnelli eine stilistische Inspiration.[207][208] In diesem Sinne wird sie in dem Film School of Rock lobend erwähnt.[209] Auch Madonna und Lady Gaga haben sich von Minnelli inspirieren lassen.[210][211]

In dem Musical The Boy from Oz, das dem Leben ihres ersten Ehemannes Peter Allen nachempfunden ist und 1998 zunächst in Australien Premiere hatte, wurde Liza Minnelli in der Broadway-Fassung 2003 von der Schauspielerin Stephanie J. Block verkörpert.

Zusatzinformationen[Bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten]

  • Kinofilme
1949: Damals im Sommer (In the Good Old Summertime, ungenannt) – Regie: Robert Z. Leonard
1952: Screen Snap Shots 5854: Young Hollywood (Kurzfilm) – Regie: Ralph Staub
1954: Villa mit 100 PS (The Long, Long Trailer, Szenen weggeschnitten) – Regie: Vincente Minnelli
1967: Ein erfolgreicher Blindgänger (Charlie Bubbles) – Regie: Albert Finney
1969: Pookie (The Sterile Cuckoo) – Regie: Alan J. Pakula
1970: Tell Me That You Love Me, Junie Moon – Regie: Otto Preminger
1972: Cabaret – Regie: Bob Fosse
1974: Journey Back to Oz … als Dorothy (Synchronstimme) – Regie: Hal Sutherland
1974: Das gibt’s nie wieder – That’s Entertainment (That’s Entertainment, Co-Präsentatorin) – Regie: Jack Haley junior
1975: Abenteurer auf der Lucky Lady (Lucky Lady) – Regie: Stanley Donen
1976: Nur eine Frage der Zeit (A Matter of Time) – Regie: Vincente Minnelli
1976: Mel Brooks’ letzte Verrücktheit: Silent Movie (Silent Movie, Cameo-Auftritt) – Regie: Mel Brooks
1977: New York, New York – Regie: Martin Scorsese
1981: Arthur – Kein Kind von Traurigkeit (Arthur) – Regie: Steve Gordon
1983: King of Comedy (The King of Comedy, Cameo-Auftritt) – Regie: Martin Scorsese
1984: Die Muppets erobern Manhattan (The Muppets Take Manhattan, Cameo-Auftritt) – Regie: Frank Oz
1985: That’s Dancing! (Co-Präsentatorin) – Regie: Jack Haley junior
1987: Rent-a-Cop – Regie: Jerry London
1988: Arthur 2 – On the Rocks (Arthur 2: On the Rocks) – Regie: Bud Yorkin
1991: Stepping Out – Regie: Lewis Gilbert
1994: A Century of Cinema (Co-Präsentatorin) – Regie: Caroline Thomas
1994: Unzipped (Cameo-Auftritt, ungenannt) – Regie: Douglas Keeve
2006: The OH in Ohio – Regie: Billy Kent
2010: Ultrasuede: In Search of Halston (Co-Präsentatorin) – Regie: Whitney Smith
2010: Sex and the City 2 (Cameo-Auftritt) – Regie: Michael Patrick King
  • Fernsehfilme
1965: The Dangerous Christmas of Red Riding Hood – Regie: Sid Smith
1985: Ein kurzes Leben lang (A Time to Live) – Regie: Rick Wallace
1988: Sam Found Out: A Triple Play – Regie: Piers Haggard
1994: Tödliches Klassentreffen (Parallel Lives) – Regie: Linda Yellen
1995: The West Side Rhythm (The West Side Waltz) – Regie: Ernest Thompson
1999: Jackie’s Back! (Cameo-Auftritt) – Regie: Robert Townsend
  • Fernsehspecials
1964: Judy and Liza at the Palladium (mit Judy Garland)
1967: Liza[212]
1970: Liza
1972: Liza with a ‘Z’. A Concert for Television
1974: Love from A to Z (mit Charles Aznavour)
1980: Goldie and Liza Together (mit Goldie Hawn)
1980: An Evening with Liza Minnelli
1986: Liza in London
1987: Minnelli on Minnelli: Liza Remembers Vincente (Dokumentation)
1989: Frank, Liza & Sammy: The Ultimate Event (mit Frank Sinatra, Sammy Davis junior)
1992: Liza Live from Radio City Music Hall
1993: Liza & Friends: A Tribute to Sammy Davis junior (mit Charles Aznavour, Tom Jones, Jerry Lewis, Lorna Luft, Donald O’Connor, Cliff Richard)
1995: Liza Live in Japan
2002: Liza and David’s Wedding (mit David Gest)
2009: Liza’s at The Palace....
2011: Liza Minnelli at AVO Session

Darüber hinaus moderierte Minnelli verschiedene Sendungen, war in Specials einer von mehreren Co-Stars oder trat als Gaststar in Serien auf.[213]

  • Gastauftritte in Fernsehsendungen
1956: Ford Star Jubilee
1958: Tonight Starring Jack Paar
1959: The Gene Kelly Show
1960: Hedda Hopper’s Hollywood
1963: The Jack Paar Program; The Judy Garland Show; Toast of the Town; The Tonight Show; Talent Scouts; The Keefe Brasselle Show; The April in Paris Ball; The Arthur Godfrey Thanksgiving Special
1964: Mr. Broadway; Cliff!; Juke Box Jury
1965: What’s My Line?; I’ve Got a Secret; Toast of the Town; Hullabaloo; Fanfare; Ice Capades of 1966
1966: The Danny Kaye Show; The Perry Como Show; The Hollywood Palace; Hippodrome Show; The 38th Annual Academy Awards
1967: The Kraft Music Hall; The Match Game; The Carol Burnett Show; The Hollywood Palace; The Tonight Show Starring Johnny Carson; The Mike Douglas Show
1968: Girl Talk; The Hollywood Palace; Comedy Is King; Toast of the Town; The Tonight Show Starring Johnny Carson; The Carol Burnett Show; That’s Life; The Best on Record; The Match Game; The 22nd Annual Tony Awards; 13 Stars for Channel 13
1969: The Mike Douglas Show; The Glen Campbell Goodtime Hour; The Joey Bishop Show; Toast of the Town; The Dick Cavett Show; This Is Tom Jones
1970: Toast of the Town; The Johnny Cash Show; The David Frost Show; The Dick Cavett Show; This Is Tom Jones; Movin’; Frost Over America
1971: The Pearl Bailey Show; Rowan & Martin’s Laugh-In; The Anthony Newley Show
1972: The David Frost Show; The 44th Annual Academy Awards; Omnibus
1973: The Merv Griffin Show; The Man Who Made the Movies: Vincente Minnelli; A Royal Gala Variety Performance; The 45th Annual Academy Awards; ABC’s Wide World of Entertainment
1974: The Tonight Show Starring Johnny Carson; The 46th Annual Academy Awards; ABC’s Wide World of Entertainment; Today
1975: The Dick Cavett Show; The Mike Douglas Show; The Tonight Show Starring Johnny Carson; Sammy and Company; 60 Minutes; Dinah!; The Mac Davis Special; At Long Last Cole; Rona Looks at Raquel, Liza, Cher and Ann-Margret
1976: The Bell Telephone Jubilee; Film ’72; Life Goes to the Movies
1977: The Mike Douglas Show; The Merv Griffin Show; The American Film Institute Salute to Bette Davis; Revista de cine; Today
1978: People; Gene Kelly: An American In Pasadena; The 32nd Annual Tony Awards; The Hollywood Greats; Today
1979: Die Muppet Show; Camera Three; Today; Good Morning America
1980: The Tonight Show Starring Johnny Carson; Baryshnikov on Broadway; The 52nd Annual Academy Awards; 20/20; Today
1981: The Tonight Show Starring Johnny Carson; Gala of Stars 1981; The Tomorrow Show; Marvin Hamlisch: They’re Playing My Song; Today; Good Morning America
1982: Night of 100 Stars; Tempest
1983: The 55th Annual Academy Awards; The Best of Everything; The President’s Command Performance; Hour Magazine
1984: Shelley Duvall’s Faerie Tale Theatre; Gala of Stars 1984; The 56th Annual Academy Awards; The 38th Annual Tony Awards; Salute to Lady Liberty; The 11th Annual American Music Awards; In Concert at the Met; Good Morning America; Entertainment Tonight
1985: The Tonight Show Starring Johnny Carson; The Whimsical World of Oz; Today
1986: 60 Minutes; The Tonight Show Starring Johnny Carson; The 43rd Annual Golden Globe Awards; Liberty Weekend; Aspel & Company
1987: In Performance at the White House: A Tribute to American Music – Rodgers and Hart; Carnegie Hall: The Grand Reopening; Happy 100th Birthday, Hollywood; Fantastico 8; Great Performances; Today; ABC News Nightline
1988: Late Night with David Letterman; The Oprah Winfrey Show; The 30th Annual Grammy Awards; The 60th Annual Academy Awards; Today
1989: Wetten, dass..?; The Dame Edna Experience; The Songwriter’s Hall of Fame 20th Anniversary … The Magic of Music; Wogan; Top of the Pops; The American Film Institute Salute to Gregory Peck; After Hours; Great Performances; Today; Grammy Living Legends
1990: Top of the Pops; Going Live!; Warner Bros. Celebration of Tradition; Sammy Davis junior’s 60th Anniversary Celebration; The Wonderful Wizard of Oz: 50 Years of Magic; Aspel & Company; Viva el espectáculo; The 21st BAFTA Awards; VIP noche; America’s Dance Honors; Pero ¿esto qué es?; Christmas in Rockefeller Center; Sinatra 75: The Best Is Yet to Come
1991: The Phil Donahue Show; Carnegie Hall at 100: A Place of Dreams; The Arsenio Hall Show; 6 O’Clock Live; Sally Jessy Raphael; The Joan Rivers Show; Pebble Mill at One; Great Performances; Entertainment Tonight
1992: The Oprah Winfrey Show; The Tonight Show with Jay Leno; The Howard Stern Show; The Freddie Mercury Tribute: Concert for AIDS Awareness; The 64th Annual Academy Awards; The 46th Annual Tony Awards; Live with Regis and Kathie Lee
1993: Larry King Live; Great Performances; The 65th Annual Academy Awards; The 47th Annual Tony Awards; Today; A Day in the Life …; The Charlie Rose Show
1994: The Tonight Show with Jay Leno; Omnibus; Broadway at the Hollywood Bowl; In a New Light ’94
1995: Die Peter Alexander Show; Tony Bennett: Here’s to the Ladies, a Concert of Hope; The Tonight Show with Jay Leno; Michael Feinstein: Sing a Song of Hollywood; ABC News Nightline
1996: The Clive James Show; Pavarotti & Friends for War Child; The Oprah Winfrey Show; The 50th Annual Tony Awards; Live with Regis and Kathie Lee; Today; Ruby Wax Meets …; The Rosie O’Donnell Show
1997: The Rosie O’Donnell Show; The Late Late Show with Tom Snyder; The 39th Annual Grammy Awards; The 51st Annual Tony Awards; The Gayle King Show; Biography
1998: The Kennedy Center Honors: A Celebration of the Performing Arts; The Clive James Show; E! True Hollywood Story
1999: AFI’s 100 Years... 100 Stars; My Favorite Broadway: The Leading Ladies; Today; 60 Minutes II; 20/20; 20/20 Downtown; Radio City Music Hall’s Grand Re-Opening Gala; Radio City Music Hall: The Story Behind the Showplace; The Rosie O’Donnell Show; The View; Great Performances; Entertainment Tonight
2000: CBS News Sunday Morning
2001: Larry King Live; The Rosie O’Donnell Show; Michael Jackson: 30th Anniversary Celebration; Today
2002: Late Show with David Letterman; The View; V Graham Norton; Good Morning America; So Graham Norton; New York at the Movies; Seitenblicke; Friday Night with Jonathan Ross; E! True Hollywood Story; Dateline NBC; Larry King Live
2003: Ruby Wax with …; Arrested Development; V Graham Norton; The Late Late Show with Craig Kilborn; Great Performances; TROS TV Show; The Michael Jackson Story; VH1 Big in 03
2004: Larry King Live; Menschen bei Maischberger; Arrested Development; The Tony Danza Show; Nine Innings from Ground Zero; Celibrity Justice; Dateline NBC; The 2nd Annual TV Land Awards; Arena; Biography; The Royal Variety Performance 2004
2005: Beckmann; Hape trifft!; Larry King Live; The Late Show with David Letterman; Arrested Development; Today; The Tony Danza Show; Star Academy; The Insider; The 16th Annual GLAAD Media Awards; Martha; Corázon de …; Good Morning America
2006: Criminal Intent – Verbrechen im Visier; Ungeschminkt; Late Show with David Letterman; Pet Shop Boys: A Life in Pop; Macy’s 4th of July Fireworks Spectacular; Parkinson; So You Think You Can Dance; Best Ever Muppet Moments; The Ellen DeGeneres Show; That’s Kentertainment!; The 60th Annual Tony Awards; Broadway Under Stars; 50 Films to See Before You Die; The Heaven and Earth Show; The Sharon Osbourne Show; Today; The Charlotte Church Show; The Best of the Royal Variety; Larry King Live
2007: Susana Giménez; Singer’s Spotlight; So You Think You Can Dance; US Open 2007; Vivement dimanche; Good Morning America; Extra; Happy Birthday, Elton! From Madison Square Garden, New York; AFI’s 100 Years... 100 Movies: The 10th Anniversary Edition; Entertainment Tonight
2008: The South Bank Show; The Alan Titchmarsh Show; Later with Jools Holland; Memòries de la tele; Happy Birthday Brucie!; Banda sonora; Hollywood Singing and Dancing: A Musical Treasure; ABC News Nightline; The ONE Show; Breakfast; BBC London News; This Morning; London Tonight; The 62nd Annual Tony Awards; Rosie Live; Mr. Prince; Entertainment Tonight
2009: Willkommen bei Carmen Nebel; Entertainment Tonight; VH1 Divas Live; The 63rd Annual Tony Awards; Saturday Night Live; The Morning Show with Mike & Juliet; Durch die Nacht mit …; Kathy Griffin: My Life on the D-List; Larry King Live; The Late Late Show with Craig Ferguson; Telethon; Australian Idol; Drop Dead Diva
2010: Kathy Griffin: My Life on the D-List; The Oprah Winfrey Show; Larry King Live; The Apprentice; Private Screenings
2011: Late Night with Jimmy Fallon; Elizabeth Taylor: A Tribute; The 9th Annual TV Land Awards; Lady Gaga Presents: The Monster Ball Tour at Madison Square Garden; The Graham Norton Show; Breakfast; Loose Women; Rocco’s Dinner Party; The Joy Behar Show; Daybreak; The Late Late Show with Craig Ferguson
2012: Paula’s Best Dishes; The Talk; Fox and Friends; Good Afternoon America; 100 Years of the Royal Variety Performance
2013: The Broadway.Com Show; The Cumming Attraction: Backstage at ‘Macbeth’ with Alan Cumming; Michael Feinstein’s American Songbook; Smash; Rachael Ray; Marvin Hamlisch: What He Did for Love; Arrested Development
2014: Michael Grade’s Stars of the Musical Theatre; Private Screenings; The Oscars; The Queen Latifah Show; Inside Edition

Theatrografie[Bearbeiten]

Liza Minnellis Stern vor dem Warner Theatre in Washington, D.C.
  • Broadway
1965: Flora the Red Menace (Alvin Theatre, 11. Mai bis 24. Juli)
1974: Liza (Winter Garden Theatre, 6. Januar bis 26. Januar; Konzertreihe)
1974: Jule’s Friends at The Palace (Palace Theatre, 19. Mai; Benefizgala)
1975: Chicago (St. James Theatre, 8. August bis 13. September; Vertretung von Gwen Verdon)
1977–1978: The Act (Majestic Theatre, 29. Oktober 1977 bis 1. Juli 1978)
1984: The Rink (Martin Beck Theatre [heute: Al Hirschfeld Theatre], 9. Februar bis 4. August; Minnelli verließ die Produktion am 13. Juli)
1997: Victor/Victoria (Marquis Theatre, 5. Januar bis 2. Februar;[214] Vertretung von Julie Andrews)
1999–2000: Minnelli on Minnelli: Live at The Palace (Palace Theatre, 8. Dezember 1999 bis 2. Januar 2000; Konzertreihe)
2002: Liza’s Back (Beacon Theatre, 2. Juni bis 8. Juni; Konzertreihe)
2008–2009: Liza’s at The Palace.... (Palace Theatre, 3. Dezember 2008 bis 4. Januar 2009; Konzertreihe)
  • Off-Broadway
1963: Best Foot Forward (Stage 73 Theatre, 2. April bis 14. Oktober; Minnelli verließ die Produktion im September)
1979: Are You Now or Have You Ever Been? (Promenade Theatre, 9. Januar bis 29. Januar)
  • Weitere Auftritte
1961: Wish You Were Here (Cape Cod Melody Top Theatre Hyannis, Sommer)
1961: Flower Drum Song (Cape Cod Melody Top Theatre Hyannis, Sommer)
1961: Take Me Along (Cape Cod Melody Top Theatre Hyannis, 23. August)
1961–1962: The Diary of Anne Frank (Scarsdale, New York, 8. Dezember und 9. Dezember 1961; Jerusalem, Athen, Rom, Amsterdam, Juli bis August 1962)
1964: Carnival! (Mineola Playhouse Long Island, Paper Mill Playhouse Millburn und ein weiteres Theater, 28. Januar bis 22. März)
1964: Time Out for Ginger (Bucks County Playhouse, New Hope, Pennsylvania, Premiere am 1. Juni)
1964: The Fantasticks (Westport Country Playhouse Connecticut, Tappan Zee Playhouse Nyack, Coconut Grove Playhouse Miami, Ontario, Mineola Playhouse Long Island, 6. Juli bis Oktober)
1966: The Pajama Game (Westbury Music Fair Long Island, Valley Forge Music Fair Devon, Camden County Music Fair, Storrotown Music Fair Springfield, August bis September)
1978–1980: The Owl and the Pussycat (Lincoln Center New York City, 26. Juni 1978 und 22. April bis 3. Mai 1980; Royal Opera House London 23. Juli bis 4. August 1979; Kooperation mit der Martha Graham Dance Company)
1983: By Myself (Universal Amphitheater Los Angeles, 7. April bis 10. April; Apollo Theater London, 16. Mai bis 8. Juni; Konzertreihe)
1994: Love Letters (Coconut Grove Playhouse Miami, 18. April; Benefizveranstaltung)

Diskografie[Bearbeiten]

Liza Minnelli (2008)

Die folgende Aufstellung beschränkt sich auf die jeweiligen Erstveröffentlichungen.[215]

  • Studioalben
1964: Liza! Liza! (Capitol, US #116)
1965: It Amazes Me (Capitol)
1966: There Is a Time (Capitol)
1968: Liza Minnelli (A&M)
1969: Come Saturday Morning (A&M)
1970: New Feelin’ (A&M, US #158)
1973: The Singer (Columbia, US #38, UK #45, CAN #45)
1977: Tropical Nights (Columbia)
1989: Results (Epic/CBS, US #128, UK #6, FR #49, DE #47, NL #92, SWE #23)
1996: Gently (Angel, US #156, UK #58)
2010: Confessions (Decca)
  • Live-Alben
1965: Judy Garland and Liza Minnelli Live at the London Palladium (Capitol, 2 LPs, US #41)
1972: Liza Minnelli Live at the Olympia in Paris (A&M, aufgenommen 1969)
1974: Liza Minnelli Live at the Winter Garden (Columbia, US #150)
1981: Liza Minnelli Live at Carnegie Hall (Altel Sound Systems, 2 LPs, aufgenommen 1979)
1983: By Myself (MAM)
1987: Liza Minnelli: At Carnegie Hall (Telarc, 2 LPs, US #156)
1992: Liza Live from Radio City Music Hall (Columbia)
1993: Sondheim: A Celebration at Carnegie Hall (RCA Victor, 2 CDs, aufgenommen 1992)
1995: Aznavour/Minnelli: Paris-Palais des Congrès. Intégrale du Spectacle (EMI, aufgenommen 1991, B #40)
2000: Minnelli on Minnelli: Live at The Palace (Angel)
2002: Liza’s Back (J Records)
  • Kompilationen
1978: Maybe This Time
1987: Lovely! Lively! Liza!
1988: Highlights from the Carnegie Hall Concerts (Telarc)
1990: The Liza Minnelli Foursider (Epic/CBS)
1994: Liza
1997: Touch of Class
1998: Collection
1998: Blue Moon/Maybe This Time
1999: Pink
2000: All That Jazz
2000: Magic Collection: Liza Minnelli
2000: Millennium Edition
2001: The Capitol Years (Capitol/EMI)
2001: Simply the Best
2001: 20th Century Masters – The Millennium Collection: The Best of Liza Minnelli
2001: Ultimate Collection
2002: Blue Moon
2003: Essential
2004: The Best of Liza Minnelli
2004: When It Comes Down to It, 1968–1977 (Raven)
2005: Say Liza
2006: The Complete Capitol Collection
2008: The Complete A&M Recordings, 1968–1972 (A&M)
2008: Best of Liza Minnelli
2009: Finest (Capitol)
2010: Cabaret … and All That Jazz: The Liza Minnelli Anthology
  • Soundtracks
1966: The Dangerous Christmas of Red Riding Hood. From the ABC TV Musical Comedy Special (ABC Paramount)
1972: Cabaret. Original Soundtrack Recording (ABC, US #25, UK #13, CAN #22, I #5)
1972: Liza with a ‘Z’. A Concert for Television (Columbia, US #19, UK #9, CAN #27)
1975: Lucky Lady. Original Soundtrack Recording (Arista)
1976: A Matter of Time. Soundtrack (Oceania)
1977: New York, New York. Original Motion Picture Score (United Artists, US #50)
1980: Journey Back to Oz (RFO)
1991: Stepping Out. Music from the Original Soundtrack (Milan/BMG)
2010: Sex and the City 2. Original Motion Picture Soundtrack (Sony, US #13, A #13, B #73, CAN #12, D #12, NZ #22)
  • Show-Cast-Alben
1963: Best Foot Forward. Original Off-Broadway Revival Cast Recording (Cadence, US #115)
1965: Flora the Red Menace. Original Broadway Cast Recording (RCA Victor)
1977: The Act. Original Broadway Cast Album (DRG)
1984: The Rink. Original Broadway Cast Recording (RCA)
1996: The Life. World Premiere Recording/The Life: A New Musical. Original Cast Concept Recording (RCA Victor/BMG Classics)
2009: Liza’s at The Palace....Original Cast Recording (Hybrid/Sire)
  • Singles
1961: The Travelin’ Life/It’s Just a Matter of Time (Demoaufnahme)
1963: You Are for Loving/What Do You Think I Am? (Cadence)
1963: One Summer Love/How Much Do I Love You? (Capitol)
1963: Day Dreaming/His Woman (Capitol)
1965: Hello, Dolly!/He’s Got the Whole World in His Hands (Capitol, Duette mit Judy Garland)
1965: A Quiet Thing/All I Need (Capitol)
1965: Sing Happy/Dear Love (Capitol)
1965: Imprevu/Did I Hurt Your Feelings? (Capitol)
1965: I’m Not Laughing (Capitol)
1966: I (Who Have Nothing)/In the Middle of the Street (Capitol)
1968: Frank Mills
1971: (I Wonder Where My) Easy Rider’s Gone
1972: Money, Money (Duett mit Joel Grey)
1972: Cabaret
1972: The Singer/Mr. Emory (Columbia, CAN Adult Contemporary Charts #42)
1974: More Than I Like You/Harbour (Columbia, CAN Adult Contemporary Charts #95)
1975: All That Jazz/I Am My Own Best Friend (Columbia)
1977: Theme from New York, New York (United Artists, US #104, I #37)
1977: But the World Goes ’Round
1988: For You, Armenia (mit Irene Cara und Dionne Warwick)
1989: Losing My Mind (Epic/CBS, UK #6, UK Dance Charts #1,[216] US Dance Charts #26, A #19, B #17, FR #42, DE #17, I #27, NL Top 40 #31, NL Top 100 #36, NZ #23)
1989: Don’t Drop Bombs (Epic/CBS, UK #46)
1989: So Sorry, I Said (Epic/CBS, UK #62)
1990: Love Pains (Epic/CBS, UK #41, DE #31, I #36)
1993: The Day After That (Columbia/Sony)
1996: Does He Love You? (Promo-Single, Duett mit Donna Summer)
2008: Let’s Make a Date (Melody Threat, Duett mit Johnny Rodgers)
  • Video-Alben
1990: Visible Results (CBS)
1992: Live from Radio City Music Hall (Columbia)
  • Musikvideos
1989: Losing My Mind – Regie: Brian Grant
1989: Don’t Drop Bombs – Regie: Brian Grant
1990: So Sorry, I Said – Regie: Terry Donovan
1993: The Day After That – Regie: Liza Minnelli[217]
  • Sonstige Aufnahmen[218]
1972: Titel One More Hurt (United Artists, aufgenommen für ein geplantes Album)
1973: Hintergrundgesang zu Man with the Golden Gun und Teenage Lament ’74 auf Alice Coopers Album Muscle of Love (Warner Bros.)
1977: Titel Hollywood, California auf dem Album Songs Cut from Broadway Musicals (ursprünglich für das Musical The Act aufgenommen)
1980: Hintergrundgesang zu verschiedenen Titeln auf Hilly Michaels Album Calling All Girls (Warner Bros.)
1987: Duett Remember/Always/What I’ll Do mit Michael Feinstein auf seinem Album Remember: Michael Feinstein Sings Irving Berlin (Asylum)
1987: Duett Violin mit Michael Feinstein auf seinem Album The Michael Feinstein Anthology
1992: Duett Come Rain or Come Shine/As Long as I Live mit Billy Stritch auf seinem Album Billy Stritch (DRG Records)
1992: We Are the Champions zusammen mit Queen und den anderen Künstlern des Freddie Mercury Tribute Concert (PMI)
1993: Duett I’ve Got the World on a String mit Frank Sinatra auf seinem Album Duets (Capitol)
1995: verschiedene Solo- und Duett-Titel (mit Judy Garland, Lorna Luft, Joey Luft, Tracy Everett, Jack Jones) auf dem Album The Judy Garland Christmas Album (LaserLight, aufgenommen 1963 als Soundtrack-Album zum Weihnachts-Special der Judy Garland Show)
1996: Duett Theme from New York, New York mit Luciano Pavarotti auf seinem Konzert Pavarotti & Friends for War Child (Decca)
1999: Duette Together, We Could Make Such Beautiful Music und The Best Is Yet to Come mit Judy Garland auf dem Album Judy Duets (CBS, aufgenommen 1963)
1999: Titel Some People auf dem Album My Favorite Broadway: The Leading Ladies, Live at Carnegie Hall (Hybrid Recordings/TVT Soundtrax)
2000: Duett That Smile mit Billy Stritch auf dem Album Grateful: The Songs of John Bucchino (BMG Classics)
2001: Duett Baby, It’s Cold Outside mit Alan Cumming auf dem Album Broadway Cares – Home for the Holidays (Centaur Entertainment)
2002: Duett Bob White (Whatcha Gonna Swing Tonight?) mit Judy Garland auf dem Album The Judy Garland Show: The Show That Got Away (Hip-O Records/Universal, aufgenommen 1963)
2003: Duett All the Way mit Sacha Distel auf seinem Album Sacha Distel: But Beautiful (Prosadis/Mercury Records/Universal)
2006: Gastgesang zu Mama auf dem Album The Black Parade der Band My Chemical Romance

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die folgende Liste der Preise und Nominierungen folgt den offiziellen Jahreszählungen und Kategoriebezeichnungen der preisverleihenden Institutionen.[219]

1969 Beste Hauptdarstellerin: Pookie – nominiert
1972 Beste Hauptdarstellerin: Cabaretgewonnen
1970 Meistversprechendes Nachwuchstalent in einer Filmhauptrolle: Pookie – nominiert
1972 Beste Hauptdarstellerin: Cabaretgewonnen
1970 Beste ausländische Schauspielerin: Pookiegewonnen
1973 Beste ausländische Schauspielerin: Cabaretgewonnen
2002 Special David für ihr Gesamtwerk – gewonnen
Saison 1983/84 Herausragende Hauptdarstellerin in einem Musical: The Rink – nominiert
Saison 2008/09 Drama Desk Special Award „als beliebte amerikanische Musiktheater-Ikone, für ihre andauernde Karriere von anhaltender Exzellenz und ihre großartige Leistung in Liza’s at The Palace....“ – gewonnen
1973 Herausragende Einzelsendung – Varieté und Populärmusik: Liza with a ‘Z’. A Concert for Televisiongewonnen, zusammen mit Bob Fosse und Fred Ebb
1973 Herausragende Leistung einer Nebendarstellerin in Musik oder Varieté: A Royal Gala Variety Performance in the Presence of Her Majesty The Queen – nominiert
1980 Herausragende Varieté- oder Musiksendung: Goldie and Liza Together – nominiert, zusammen mit Goldie Hawn, Fred Ebb, Dan Mischer und George Schlatter
1987 Herausragendes Informationelles Special: Minnelli on Minnelli: Liza Remembers Vincente – nominiert, zusammen mit Jack Haley junior, David Niven junior und David Schickel
1993 Herausragende Individuelle Leistung in einer Varieté- oder Musiksendung: Liza Live from Radio City Music Hall – nominiert
1970 Beste Hauptdarstellerin – Drama: Pookie – nominiert
1973 Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical: Cabaretgewonnen
1976 Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical: Abenteurer auf der Lucky Lady – nominiert
1978 Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical: New York, New York – nominiert
1982 Beste Hauptdarstellerin – Komödie oder Musical: Arthur – Kein Kind von Traurigkeit – nominiert
1986 Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder TV-Film: Ein kurzes Leben langgewonnen
1989 Schlechteste Schauspielerin: Rent-a-Cop und Arthur 2 – On the Rocksgewonnen
2011 Schlechteste Nebendarstellerin: Sex and the City 2 – nominiert
1989 Grammy Legend Award – gewonnen
1996 Beste Traditionelle Pop-Gesangsdarbietung: Gently – nominiert
2009 Bestes Traditionelles Pop-Gesangsalbum: Liza’s at The Palace.... – nominiert
1965 Beste Hauptdarstellerin in einem Musical: Flora the Red Menacegewonnen
1974 Special Tony Award „für ihre beste persönliche Leistung“ – gewonnen
1978 Beste Hauptdarstellerin in einem Musical: The Actgewonnen
1984 Beste Hauptdarstellerin in einem Musical: The Rink – nominiert
Stern auf dem Hollywood Walk of Fame
  • Weitere Auszeichnungen[220]
Saison 1962/63 Promising Personality Award der Theatre World Awards: Best Foot Forward
1966 Auszeichnung durch das Hi-Fi/Stereo Review Magazine für das Beste Album des Jahres: There Is a Time
1969 Kansas City Film Critics Circle Award als Beste Hauptdarstellerin: Pookie
1970 Darstellerpreis der Filmfestspiele von Mar del Plata: Pookie
1972 American Guild of Variety Artists Award als Entertainerin des Jahres
1972 Golden Apple Award als Weiblicher Star des Jahres
1973 zwei Goldene Schallplatten: Cabaret. Original Soundtrack Recording und Liza with a ‘Z’. A Concert for Television
1973 Hasty Pudding Frau des Jahres
1973 Platz 5 der National Society of Film Critics als Beste Hauptdarstellerin: Cabaret
1973 Sant-Jordi-Preis für die Beste Leistung in einem ausländischen Film: Cabaret
1974 Auszeichnung durch die Zeitschrift Variety als „Star des Jahres“[221]
1975 Auszeichnung durch das Box Office Magazine als „Kassenmagnet“ des Jahres
1976 Platz 5 der 10 Beliebtesten Sängerinnen bei den Playboy Music Poll Awards
1989 Goldene Kamera für ihr Lebenswerk, „ihre Rolle als Sally Bowles im Film Cabaret, 16 ausverkaufte Konzerte in der New Yorker Carnegie Hall und ihren Auftritt in der Sendung Wetten, dass..?
1991 Auszeichnung durch das Billboard Magazine als Kommerziell erfolgreichste Live-Künstlerin des Jahres
1991 Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in der Kategorie „Bühne“ (Ort: 7000 Hollywood Boulevard) für ihre Broadway-Karriere
1993 Stern vor dem Warner Theatre in Washington, D.C.
1996 Liberace Legend Award
2001 Aufnahme in die American Theatre Hall of Fame
2005 GLAAD Media Vanguard Award „für ihre Beiträge zum erhöhten Verständnis der lesbischen, schwulen, bisexuellen und Transgender-Gemeinschaft“
2006 Career Achievement Award des Chicago International Film Festival
2007 Ehrendoktorwürde des New Yorker Mercy College „für ihr karitatives Engagement und ihre fast ein halbes Jahrhundert andauernde, vielschichtige Karriere“[222]
2009 Independent Theatre Reviewers Association Award für die Beste weibliche Theaterleistung: Liza’s at The Palace....
2010 Straight for Equality in Entertainment Award „für ihre lebenslange Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern“
2011 Aufnahme in die französische Ehrenlegion
2012 Auszeichnung mit dem Arts Legacy Award[223] und dem Fred and Adele Astaire/Douglas Watt Lifetime Achievement Award[224] durch das Stamford Center for the Arts
2013 Aufnahme in die Great American Songbook Hall of Fame[225]
2014 Nominierung für den Screen Actors Guild Award als Teil des Besten Schauspielensembles in einer Fernsehserie – Komödie: Arrested Development

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Freedland: Liza with a ‘Z’. A biography of Liza Minnelli. Robson Press 1988, ISBN 0-491-03207-2.
    • deutsche Ausgabe: Liza Minnelli. Ihre Filme – ihr Leben. Heyne Filmbibliothek, München 1990, ISBN 3-453-04627-7.
  • Wendy Leigh: Liza: Born a Star. A Biography. Dutton, New York City 1993, ISBN 0-525-93515-0.
    • deutsche Ausgabe: Liza. Das Leben der Liza Minnelli. Quadriga-Verlag, Weinheim/ Berlin 1995, ISBN 3-88679-229-3.
  • Scott Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. Citadel, New York City 2004, ISBN 0-8065-2611-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Liza Minnelli – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Harenberg Personenlexikon. 2000, S. 684 sowie S. 730.
  2. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 12–16 sowie S. 22.
  3. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 16 sowie S. 18–31 und S. XI.
  4. a b c d e Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 3.
  5. Freedland: Liza Minnelli. Ihre Filme – ihr Leben. 1990, S. 9.
  6. Leigh: Liza. Das Leben der Liza Minnelli. 1995, S. 5.
  7. a b Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 7.
  8. a b c d e f http://www.musicianguide.com/biographies/1608000963/Liza-Minnelli.html abgerufen am 6. Januar 2014.
  9. a b Meidenbauer: Die großen Liebespaare. 1998, S. 244–245.
  10. Freedland: Liza Minnelli. Ihre Filme – ihr Leben. 1990, S. 230–231.
  11. Kanfer: Ball of Fire: The Tumultuous Life and Comic Art of Lucille Ball. 2003, S. 35–37.
  12. Freedland: Liza Minnelli. Ihre Filme – ihr Leben. 1990, S. 262–263.
  13. Leigh: Liza. Das Leben der Liza Minnelli. 1995, S. 215.
  14. Leigh: Liza. Das Leben der Liza Minnelli. 1995, S. 211–223.
  15. Leigh: Liza. Das Leben der Liza Minnelli. 1995, S. 267.
  16. http://www.rp-online.de/panorama/liza-minnelli-will-maedchen-adoptieren-aid-1.2044912, abgerufen am 19. Januar 2014.
  17. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 32–35.
  18. http://www.spiegel.de/panorama/luxushochzeit-liza-minnelli-gab-zum-vierten-mal-das-jawort-a-187566.html, abgerufen am 18. Januar 2014.
  19. http://www.rp-online.de/panorama/liza-minnelli-will-vier-kinder-adoptieren-aid-1.2045447, abgerufen am 18. Januar 2014.
  20. http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/leute/322641/index.do, abgerufen am 18. Januar 2014.
  21. http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/01/18/AR2007011801489.html, abgerufen am 18. Januar 2014.
  22. http://www.thesmokinggun.com/documents/crime/hubby-claims-liza-minnelli-beat-him, abgerufen am 18. Januar 2014.
  23. http://www.spiegel.de/panorama/leute/gestaendnis-liza-minnelli-und-der-grund-fuer-ihre-sucht-a-625754.html, abgerufen am 18. Januar 2014.
  24. a b c d e f g h i j k l m n http://www.zeit.de/2009/20/KS-Minnelli abgerufen am 6. Januar 2014.
  25. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 94.
  26. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 10.
  27. a b c d e f Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 12.
  28. http://danspapers.com/2013/06/whos-here-liza-minnelli-performer/ abgerufen am 22. Dezember 2013.
  29. a b Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 12 sowie S. 51.
  30. a b c d e f g http://www.answers.com/topic/liza-minnelli abgerufen am 6. Januar 2014.
  31. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 69.
  32. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 12–13.
  33. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 13.
  34. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 51.
  35. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 51, zit. n. Kerr.
  36. a b Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 52.
  37. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 125.
  38. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 127–128.
  39. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 100–101.
  40. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 52–53.
  41. a b Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 128–129.
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  196. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 69–85 mit Zitaten bekannter Kritiker und detaillierten Ausführungen von Scott Schechter.
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  200. a b Leigh: Liza. Das Leben der Liza Minnelli. 1995, S. 309.
  201. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. I, zit. n. Osborne.
  202. Das gibt's nie wieder – That’s Entertainment (OT: That's Entertainment!), Spielfilm, Vereinigte Staaten 1974.
  203. Leigh: Liza. Das Leben der Liza Minnelli. 1995, S. 309–310.
  204. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 125–158 mit detaillierten Ausführungen zu ihren Alben- und Single-Veröffentlichungen von Scott Schechter sowie entsprechenden Kritiken.
  205. Freedland: Liza Minnelli. Ihre Filme – ihr Leben. 1990, S. 188.
  206. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 159–160.
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  209. School of Rock (OT: School of Rock). Spielfilm, Vereinigte Staaten/Deutschland 2003.
  210. Clerk: Madonnastyle. 2003.
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  212. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 103.
  213. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. S. 99–123.
  214. Artikel in der New York Times vom 5. Januar 1997. Die Internet Broadway Database datiert das Engagement versehentlich auf „Jan. 1996“ (abgerufen am 4. Januar 2009) und Schechter (The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 64–67.) auf den 7. Januar. Minnellis Engagement dauerte bis zum 2. Februar 1997.
  215. Eine ausführliche vollständige Diskographie mit Aufnahme- und Veröffentlichungsdaten usw. findet sich bei Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. S. 125–158.
  216. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 150.
  217. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 154.
  218. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 140–158.
  219. Dazu die offiziellen Webseiten: Academy Awards (Einträge 1969 und 1972); Golden Globe Awards (Einträge 1970, 1973, 1976, 1978, 1982, 1986); Emmy Awards (Einträge 1973, 1980, 1987, 1993); Tony Awards (Einträge 1965, 1974, 1978, 1984); Theatre World Awards (Eintrag Saison 1962/63, Verleihung 1963); BAFTA Awards (Eintrag 1970 und 1972); Grammy Awards (Einträge 1990 und 1996); Grammy Awards (Eintrag zu 2009); Drama Desk Awards (Einträge zur Saison 1983/84 und zur Saison 2008/2009).
  220. Schechter: The Liza Minnelli Scrapbook. 2004, S. 46–47.
  221. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41652486.html abgerufen am 6. Januar 2014.
  222. mercy.edu/alumni (PDF; 798 kB)
  223.  Buzzeo: Liza Minnelli Dazzles at Stamford's Palace. The Stamford Daily Voice (http://stamford.dailyvoice.com/neighbors/liza-minnelli-dazzles-stamfords-palace, abgerufen am 25. Juli 2012).
  224.  Liza Minnelli: Photo Coverage: 30th Annual Fred & Adele Astaire Awards Honor Liza Minnelli & More!. BroadwayWorld.com (http://broadwayworld.com/article/Photo-Coverage-30th-Annual-Fred-Adele-Astaire-Awards-Honor-Liza-Minnelli-More-20120605, abgerufen am 12. August 2012).
  225. Playbill 2013, http://www.playbill.com/news/article/177873-Frank-Sinatra-Liza-Minnelli-Rita-Moreno-and-Jimmy-Webb-Inducted-into-Great-American-Songbook-Hall-of-Fame- abgerufen am 17. August 2013.