Ljamin

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Eishockeyspieler siehe Kirill Alexejewitsch Ljamin.
Ljamin
Лямин
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BW

Daten
Gewässerkennzahl RU13011100212115200046119
Lage Autonomer Kreis der Chanten und Mansen (Russland)
Flusssystem Ob
Abfluss über Ob → Arktischer Ozean
Quelle Sibirischer Landrücken
62° 8′ 28″ N, 70° 20′ 46″ O62.14111111111170.34611111111152
Quellhöhe 52 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Ob westlich Surgut61.28277777777871.79777777777824Koordinaten: 61° 16′ 58″ N, 71° 47′ 52″ O
61° 16′ 58″ N, 71° 47′ 52″ O61.28277777777871.79777777777824
Mündungshöhe 24 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 28 m
Länge 281 km[1]
Einzugsgebiet 15.900 km²[1]
Abfluss am Pegel Gorschkowo[2]
AEo: 12.800 km²
Lage: 166 km oberhalb der Mündung
MQ 1951/1990
Mq 1951/1990
100 m³/s
7,8 l/s km²
Schiffbar 170 kmVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt
Verlauf des Ljamin (Лямин) im Einzugsgebiet des Ob

Verlauf des Ljamin (Лямин) im Einzugsgebiet des Ob

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Der Ljamin (russisch Лямин) ist ein 281 Kilometer langer rechter Nebenfluss des Ob im Westsibirischen Tiefland in Russland.

Verlauf[Bearbeiten]

Der eigentliche Ljamin entsteht auf 52 m Höhe aus den Quellflüssen Erster Ljamin (russisch Perwy Ljamin oder 1-j Ljamin; chantisch Jemynglemyng) von rechts und Zweiter Ljamin (Wtoroi Ljamin, 2-j Ljamin; Jechmynglemyng) von links. Etwa 10 km unterhalb mündet von links der Dritte Lamin (Treti Ljamin, 3-j Ljamin; Mewtynglemyng) ein; weitere bedeutende Zuflüsse hat der Ljamin nicht.[3] Alle Quellflüsse haben ihren Ursprung im Wasserscheidebereich des nördlich des Ob-Mittellaufes zu diesem parallel verlaufenden Sibirischen Landrückens (Sibirskije Uwaly) in etwa 120-140 m Höhe.

Der Ljamin durchfließt in vorwiegend südöstlicher Richtung stark mäandrierend den Westteil des Rajons Surgut des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen. Er mündet schließlich in 24 m Höhe in den rechten, von der Insel Ljaminski abgeteilten Arm des Ob, unmittelbar oberhalb des Dorfes Ljamina und etwa 90 km westlich der Großstadt Surgut. Kurz vor der Mündung nimmt der dort insbesondere während der Frühjahrshochwasser lagunenartig verbreiterte Ljamin (Ljaminski Sor) von links zwei Nebenarme des östlich fließenden und gut 10 km aufwärts in den Ob mündenden Pim auf, Tschiik und Naring.

Hydrographie[Bearbeiten]

Im Unterlauf erreicht der Fluss eine Breite von etwa 150 m bei einer Tiefe von mehr als 1 m; die Fließgeschwindigkeit beträgt hier 0,5 m/s.

Die Wasserführung des Ljamin bei Gorschkowo am Mittellauf, 166 km oberhalb der Mündung, beträgt im Jahresdurchschnitt 100 m³/s bei einem Minimum von 34,1 m³/s im März und einem Maximum von 240 m³/s im Juni.[2]

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Fluss ist auf 170 km (ehemaliges Dorf Gorschkowo) schiffbar.[4]

Unmittelbar am Fluss gibt es heute außer Pestschanoje am Unterlauf keine ständig bewohnten Ortschaften; die kleinen Siedlungen am Mittellauf wie Gorschkowo oder Darko-Gorschkowski wurden zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren verlassen. Das durchflossene Gebiet wurde aber, wie weite Teile des Westsibirischen Tieflandes, verstärkt ab den 1970er-Jahren im Zusammenhang mit der Erdöl- und Erdgassuche erschlossen. Im Einzugsbereich des Ljamin liegen beispielsweise die Lagerstätten Sachalinskoje und Kamynskoje. Trotzdem gehört der Fluss noch zu den am wenigsten anthropogen beeinflussten (verschmutzten) Wasserläufen des Gebietes und ist daher unter Anglern aus den umliegenden Städten beliebt.[3]

Der Unterlauf des Ljamin wird von der Straße überquert, die Surgut nördlich des Ob mit dem West- und Nordwestteil des Autonomen Kreises verbindet (Oktjabrskoje, Njagan, Belojarski).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ljamin im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)
  2. a b Ljamin am Pegel Gorschkowo – hydrographische Daten bei R-ArcticNET
  3. a b Ljamin auf dem offiziellen Informations- und Bildungsportal des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen (russisch)
  4. Liste der Binnenwasserstraßen der Russischen Föderation (bestätigt durch Verordnung Nr. 1800 der Regierung der Russischen Föderation vom 19. Dezember 2002); online