Ljudmyla Denissowa

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Ljudmyla Denissowa im März 2014

Ljudmyla Leontiiwna Denissowa (ukrainisch Людми́ла Лео́нтіївна Дені́сова, * 6. Juli 1960 in Archangelsk, Russische SFSR),[1] ist eine ukrainische Juristin und Politikerin der Partei Volksfront. Sie wurde im Kabinett Jazenjuk zur Sozialministerin ernannt.[2]

Biografie[Bearbeiten]

Ljudmyla Leontiiwna Denissowa wurde am 6. Juli 1960 in Archangelsk geboren. 1978 absolvierte sie ihr Studium an der Pädagogischen Universität Archangelsk. Von 1979–1989 arbeitete sie unter anderem als Erzieherin und hatte verschiedene Ämter im Landesgericht von Archangelsk.[3] Sie studierte von 1982–89 an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg und absolvierte dort ihr Studium der Rechtswissenschaften.[1] Von 1990–91 arbeitete sie als Rechtsberaterin im Provinzkomitee der Krim. Von 1991–93 arbeitete sie als stellvertretende Leiterin des ukrainischen Pensionsfonds der Krim.[3] Von 1993 bis 1995 studierte sie an der Taurischen Universität für Unternehmertum und Recht in Simferopol und absolvierte dort ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften.[1]

Vom Mai 1998 bis zum Juli desselben Jahres war sie die Wirtschaftsministerin der Autonomen Republik Krim.[3] Von Juli 1998 bis 2001 war sie die Finanzministerin der Krim.[1] Von 2001–2002 arbeitete sie als Kämmerin der Staatskasse der Krim. Von 2003–2005 war sie als Vorsitzende des Aufsichtsrats der Textilfirma „Gumateks“ tätig.[3]

Sie wurde bei den Parlamentswahlen 2006 und 2007 als Mitglied der Partei Allukrainische Vereinigung „Vaterland“ als Abgeordnete in die Werchowna Rada gewählt. Vom 18. Dezember 2007 bis zum 11. März 2010 war sie die Ministerin für Arbeit und Sozialpolitik der Ukraine.[1] Bei der Parlamentswahl 2012 wurde sie erneut als Abgeordnete in die Rada gewählt.[4] Ab Dezember 2012 arbeitete sie im Ausschuss für Sozialpolitik und Arbeit der Werchowna Rada.[3]

Sie wurde im Zuge der Ereignisse vom Euromaidan im Kabinett Jazenjuk zur Sozialministerin ernannt.[2] Denissowa war Gründungsmitglied der Partei Volksfront[5] und war bei der Parlamentswahl in der Ukraine 2014 auf Listenplatz 15 ihrer Partei.[6]

Privates[Bearbeiten]

Denissowa hat zwei Kinder.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Довідник «Хто є хто в Україні», видавництво «К.І.С.». dovidka.com. Abgerufen am 1. September 2014.
  2. a b Maidan nominates Yatseniuk for prime minister. Interfax Ukraine. 26. Februar 2014. Abgerufen am 1. September 2014.
  3. a b c d e Денисова Людмила Леонтьевна. file.liga.net. 3. Juni 2014. Abgerufen am 1. September 2014.
  4. Список депутатів нової Верховної Ради. Ukrajinska Prawda. 11. November 2012. Abgerufen am 1. September 2014.
  5. Яценюк очолив політраду "Народного фронту" ,Турчинов - голова штабу. Ukrajinska Prawda. 10. September 2014. Abgerufen am 29. Oktober 2014.
  6. Виборчий список. Політична партія "НАРОДНИЙ ФРОНТ" Werchowna Rada (Webseite).