Ljungman AG-42

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Ljungman AG-42
Rifle Ljungman AG42.jpg
Allgemeine Information
Zivile Bezeichnung: Ljungman-
Selbstladegewehr
Militärische Bezeichnung: Automatgevär m/42
Einsatzland: Schweden, Ägypten
Entwickler/Hersteller: Erik Eklund,
Carl Gustafs Stads Gevärsfaktori
Entwicklungsjahr: 1941
Herstellerland: Schweden
Produktionszeit: 1942 bis 1962
Modellvarianten: m/42, m/42B
Waffenkategorie: Gewehr
Ausstattung
Gesamtlänge: 1214 mm
Gewicht: (ungeladen) 4,7 kg
Lauflänge: 622 mm
Technische Daten
Kaliber: 6,5 x 55 mm
Mögliche Magazinfüllungen: 10 Patronen
Munitionszufuhr: Trapezmagazin oder Ladestreifen
Kadenz: 40 Schuss/min
Feuerarten: Halbautomatik
Anzahl Züge: 6
Drall: rechts
Visier: Kimme und Korn
Verschluss: Kippblockverschluss
Ladeprinzip: Gasdrucklader
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Das Ljungman AG-42 war ein schwedisches Selbstladegewehr. Es wurde von Erik Eklund entwickelt, Inhaber der Ljungman Pump AB in Malmö.

Technik[Bearbeiten]

Das Ljungman-Gewehr arbeitet als Gasdrucklader, verwendet aber im Gegensatz zu den meisten anderen Waffen mit diesem Mechanismus keinen Gaskolben. Der Gasdruck wird über einen Gaskanal direkt auf den Verschluss geleitet. Das hat den Vorteil, dass weniger Teile für die Funktion der Waffe benötigt werden, vor allem aber bewirkt der Wegfall des Gaskolbens eine ruhige Lage des Gewehrs nach der Schussabgabe und damit eine höhere Trefferdichte. Das zuverlässige Nachladen setzt aber eine speziell auf die Waffe abgestimmte Munition voraus, insbesondere kann Schmauch den Gaskanal zusetzen. Gasdrucklader mit Kolben verkraften hingegen Munition von unterschiedlicher Laborierung besser. In den 50er Jahren griff der amerikanische Konstrukteur Eugene Stoner diese Technik auf, als er die Gewehre der AR-Serie entwickelte, die später unter anderem im M16-Gewehr mündete.

Das Trapezmagazin ist zwar auswechselbar, jedoch nur mit etwas Aufwand. Für das Aufmunitionieren der Waffe waren vor allem Ladestreifen vorgesehen, die von oben durch den geöffneten Verschlusskasten eingeführt werden.

Einsatz[Bearbeiten]

In Schweden wurden nur etwa 30.000 Stück gebaut, für eine Waffe in der strukturellen Ausrüstung einer Armee recht wenig. Das Standardgewehr blieb nach wie vor das Mehrladegewehr Modell Carl Gustaf M/96. Ab 1964 wurde die Ljungman durch das moderne Sturmgewehr AK 4 ersetzt, eine Version des deutschen G3-Gewehres. Die AG-42 erwies sich als sehr präzise Waffe, war jedoch recht lang und vor allem schwer.

Nachbauten[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg verkaufte Schweden Nachbaulizenzen und die Fertigungstechnik an Ägypten, wo diese Waffe leicht abgeändert als Hakim-Gewehr hergestellt wurde. Die Modifikationen umfassten die Umrüstung auf die deutsche Patrone 7,92 x 57 mm sowie die Ergänzung um einen Gasdruckregler. Vom Hakim wurden rund 70.000 Exemplare gebaut. Ebenfalls auf der Basis des AG-42 entstand später der Raschid-Karabiner im sowjetischen Kaliber 7,62 x 39 mm, von dem nur etwa 8.000 Stück produziert wurden.

Weblinks[Bearbeiten]