Lloyd Price

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Lloyd Price 1996 auf dem Jazz & Heritage Festival in New Orleans

Lloyd Price (* 9. März 1933 in Kenner, Louisiana) ist ein US-amerikanischer Rhythm & Blues- und Rock-’n’-Roll-Sänger, der vor allem in den 1950er und frühen 1960er Jahren erfolgreich war.

Karriere[Bearbeiten]

Price wuchs in Kenner auf, einem Vorort von New Orleans, wo er durch die Jukebox in der Fischbude seiner Mutter schon früh mit der Musik von Louis Jordan, Amos Milburn, Jimmy und Joe Liggins sowie Roy Milton vertraut wurde. Zusammen mit seinem kleinen Bruder Leo stellte Price in den frühen 1950ern eine Band zusammen, die vor allem in der Umgebung Kenners spielte. Bei einem solchen Auftritt wurde Dave Bartholomew auf den jungen Sänger aufmerksam. Infolgedessen bekam Price 1952 einen Plattenvertrag bei Specialty Records. Seine Komposition Lawdy Miss Clawdy schnellte an die Spitze der R&B-Charts und gilt heute als Klassiker. Es folgten noch die Hits Ooh, Ooh, Ooh, Restless Heart, Tell Me Pretty Baby und Ain’t It a Shame, dann musste Price zum Militär und wurde nach Korea entsandt.

Nach seiner Rückkehr gründete er zusammen mit Harold Logan und Bill Boskent ein eigenes Label namens KRC Records. Durch die Ballade Just Because, zunächst auf KRC veröffentlicht, wurde ABC-Paramount auf Price aufmerksam und er bekam dort 1957 einen Plattenvertrag. Stagger Lee, seine Version des Folksongs Stack-a-Lee, schaffte es 1958 sowohl an die Spitze der R&B- als auch der Pop-Charts. 1959 folgten die Hits Where Were You (On Our Wedding Day)?, Personality, I’m Gonna Get Married und Come Into My Heart. 1960 hatte Price mit Lady Luck und Question Erfolg.

1962 verabschiedete Price sich von ABC-Paramount und gründete zusammen mit Logan Double L Records, wo Wilson Pickett seine ersten Aufnahmen machte. Später leiteten die beiden noch ein weiteres Label, Turntable Records. Doch nachdem Logan 1969 ermordet wurde, zog sich Price zunächst vollkommen aus der Musikszene zurück. Er zog nach Afrika und unterstützte dort finanziell Muhammad Ali bei zwei Boxkämpfen. In den frühen 1980ern kehrte Price nach Amerika zurück, trat jedoch weiterhin nicht öffentlich auf, bis er 1993 an einer Europa-Tournee mit Jerry Lee Lewis, Little Richard und Gary "U.S." Bonds teilnahm.

1998 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[1]

Diskografie (Singles)[Bearbeiten]

Specialty Records[Bearbeiten]

  • Lawdy Miss Clawdy / Mailman Blues (1952)
  • Oooh-Oooh-Oooh (1952)
  • Restless Heart (1952)
  • Ain’t It a Shame? (1953)
  • Tell Me Pretty Baby (1953)

KRC Records[Bearbeiten]

  • Just Because (1957)

ABC-Paramount[Bearbeiten]

  • Stagger Lee (1959)
  • Where Were You (On Our Wedding Day?) (1959)
  • Personality (1959)
  • I’m Gonna Get Married (1959)
  • Three Little Pigs (1959)
  • Come Into My Heart (1960)
  • Wont'cha Come Home (1960)
  • Lady Luck (1960)
  • Never Let Me Go (1960)
  • No If’s - No And’s (1960)
  • For Love (1960)
  • Question (1960)
  • Just Call Me (And I’ll Understand) (1960)
  • Misty (1963)
  • Billie Baby (1964)
  • Bad Conditions (1969)
  • Trying To Slip (Away) (1973)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rock and Roll Hall of Fame Lloyd Price in der Rock and Roll Hall of Fame