Loïc Duval

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Loïc Duval (2009)

Loïc Duval (* 12. Juni 1982 in Chartres) ist ein französischer Automobilrennfahrer. Er startet seit 2006 in der Formel Nippon und Super GT. 2009 wurde er Formel-Nippon-Meister, 2010 gewann er die Super GT. 2012 tritt er zudem in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) an.

Karriere[Bearbeiten]

Wie die meisten Motorsportler begann Duval seine Karriere im Kartsport, in dem er von 1992 bis 2001 aktiv war. Sein größter Erfolg hierbei war der dritte Platz bei der Kart-Weltmeisterschaft 2000 in der „Formel A“-Klasse. 2002 wechselte er in den Formelsport und gewann auf Anhieb den Meistertitel der französischen Formel Renault Campus. Dabei siegte er in neun von 16 Rennen. 2003 ging Duval in der französischen Formel Renault an den Start und erreichte in dieser Meisterschaft ebenfalls in seiner ersten Saison den Titel. Anfang 2004 wurde er in das Förderprogramm des Renault-F1-Teams aufgenommen, dem er bis Ende 2005 angehörte. In diesen beiden Jahren war er in der Formel-3-Euroserie bei Team Signature bzw. Signature-Plus aktiv. 2004 belegte Duval mit zwei Podest-Platzierungen am Saisonende den 12. Gesamtrang. 2005 gelang ihm erneut kein Rennsieg, er verbesserte sich jedoch auf den sechsten Rang der Fahrerwertung. Teamintern setzte er sich mit einem Punkt gegen James Rossiter durch. Beim Macau Grand Prix gewann er, für ASM antretend, das Qualifikationsrennen und beendete den finalen Lauf auf der 6. Position.

2006 verließ Duval Europa und wechselte nach Japan, wo er für Nakajima Racing sowohl in der Super GT, als auch in der Formel Nippon an den Start ging. Während er Elfter der Super GT wurde, gewann er zwei Rennen der Formel Nippon und belegte schließlich den vierten Platz im Gesamtklassement. Dabei ließ er seinen Teamkollegen Hideki Mutō deutlich hinter sich. Im folgenden Winter startete Duval für das französische A1 Team in der A1GP; zunächst als Rookie-, dann als Stammpilot. Er nahm an acht Rennen teil und erzielte dabei mit drei zweiten Plätzen und einem dritten Platz vier Podest-Platzierungen. Anschließend kehrte Duval nach Japan zurück und fuhr abermals in zwei Rennserien. In der Formel Nippon hielt er diesmal nicht mit seinem Teamkollegen Takashi Kogure mit und belegte am Saisonende sieglos den sechsten Gesamtrang. Besser lief es für ihn in der Super GT, in der er in dieser Saison zusammen mit Fabio Carbone Vizemeister wurde. In der Saison 2007/2008 startete Duval erneut in der A1GP und nahm an zwölf Rennen teil. Dabei gewann er eins und stand insgesamt sieben mal auf dem Podium. Anschließend bestritt Duval seine dritte Saison in der Super GT und in der Formel Nippon. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde er dieses Mal nur Zehnter in der Super GT, gewann dafür allerdings den Vizemeistertitel der Formel Nippon. In der Formel Nippon gelangen ihm zwei Siege. Außerdem gab er für ORECA sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2008, bei dem er Achter der LMP1-Kategorie wurde und startete in der Le Mans Series zu einem weiteren Langstreckenrennen. Wie in den vorherigen Jahren ging er auch im Winter 2008/2009 in der A1GP an den Start und er schaffte bei sechs Teilnahmen einen Sieg und weitere zwei Podest-Platzierungen.

Duval in der Formel Nippon 2010

2009 ging Duval bereits im vierten Jahr in der Super GT und der Formel Nippon an den Start. Während er 16. in der Super GT wurde, gewann Duval in dieser Saison mit vier Siegen den Meistertitel der Formel Nippon vor seinem Landsmann Benoît Tréluyer. Außerdem erzielte er beim einzigen Rennwochenende der Asian Le Mans Series in Okayama zwei Podiumsplätze und sicherte sich damit den dritten Gesamtrang. 2010 verließ Duval Nakajima Racing und wechselte innerhalb der Formel Nippon zu Dandelion Racing. Er verteidigte seinen Titel nicht und belegte mit zwei Siegen den dritten Gesamtrang. In der Super GT wechselte er zu Weider Honda Racing, wo er mit Takashi Kogure ein Team bildete. Die beiden gewannen ein Rennen und entschieden die Meisterschaft für sich. Außerdem startete er bei Langstreckenrennen in Europa: Er nahm für ORECA an zwei Rennen der Saison 2010 der Le Mans Series sowie am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil. 2011 trat Duval nicht im Formelsport an. In der Super GT gewann er zwei Rennen und wurde Gesamtdritter. Darüber hinaus nahm er für ORECA an drei Rennen des Intercontinental Le Mans Cup in der LMP1-Klasse teil und gewann zusammen mit Nicolas Lapierre und Olivier Panis das 12-Stunden-Rennen von Sebring.

2012 kehrte Duval in die Formel Nippon zurück und erhielt ein Cockpit beim Team Kygnus Sunoco. Nach dem dritten Rennen lag er mit einem dritten Platz als bestes Resultat auf dem dritten Platz in der Fahrerwertung. In der Super GT wechselte er zu TOM’S. Darüber hinaus erhielt Duval bei Audi ein Cockpit als Werksfahrer in der neugegründeten FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Zusammen mit Romain Dumas und Marc Gené gewann er das 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps. Nach dem dritten Weltmeisterschaftslauf belegte er zusammen mit seinem Teamkollegen Dumas den dritten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft. 2013 gewann er gemeinsam mit Tom Kristensen und Allan McNish das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

  • 2010: Formel Nippon (Platz 3)
  • 2010: Super GT (Meister)
  • 2010: Le Mans Series, LMP1 (Platz 15)
  • 2011: Super GT (Platz 3)
  • 2011: ILMC
  • 2012: Formel Nippon
  • 2012: Super GT
  • 2012: WEC

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2008 FrankreichFrankreich Team ORECA Matmut Courage-ORECA LC70 FrankreichFrankreich Soheil Ayari FrankreichFrankreich Laurent Groppi Rang 8
2010 FrankreichFrankreich Team ORECA Matmut Peugeot 908 HDi FAP FrankreichFrankreich Olivier Panis FrankreichFrankreich Nicolas Lapierre Ausfall Motorschaden
2011 FrankreichFrankreich Team ORECA Matmut Peugeot 908 HDi FAP FrankreichFrankreich Olivier Panis FrankreichFrankreich Nicolas Lapierre Rang 5
2012 DeutschlandDeutschland Audi Sport Team Joest Audi R18 ultra FrankreichFrankreich Romain Dumas SpanienSpanien Marc Gené Rang 5
2013 DeutschlandDeutschland Audi Sport Team Joest Audi R18 e-tron quattro DanemarkDänemark Tom Kristensen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Allan McNish Gesamtsieg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Loïc Duval – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien