localhost

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Veranschaulichung der Kommunikation zwischen Webbrowser und Webserver innerhalb des lokalen Rechners

localhost steht in der Netzwerktechnik für das momentan genutzte System oder dessen IP-Adresse.

Üblicherweise ist das eigene System (der local host) unter der IP-Adresse 127.0.0.1 für IP-Applikationen auf dieselbe Weise erreichbar wie ein fernes System (ein remote host) unter einer gewöhnlichen Adresse. Das ermöglicht es unter anderem, Serverapplikationen mit einem Client auf demselben Rechner zu betreiben. Ein solches Vorgehen findet beispielsweise beim Testen von Servern oder zum Betreiben von Spiele-Servern häufige Anwendung. Zudem kann durch das erreichen dieser Adresse geprüft werden, ob das TCP/IP Protokoll richtig implementiert ist.

Um die Erreichbarkeit des eigenen Rechners über IP zu ermöglichen, wird eine Schnittstelle, ein sogenanntes Loopback-Device eingesetzt. Dies verhält sich wie eine virtuelle Netzwerkkarte, die alle ausgehenden Datenpakete an ihren eigenen Eingang weiterleitet. Diese virtuelle Netzwerkkarte hat jedoch keinerlei Verbindung zu eventuell vorhandenen Netzwerkschnittstellen; an 127.0.0.1 geschickte Pakete können daher im Normalfall nicht auf einem physisch vorhandenen Link zu einem anderen System erscheinen. In der Regel ist jede der Adressen von 127.0.0.1 bis 127.255.255.254 (127.0.0.0/8 Subnetz) als Loopback-Device verwendbar.

Statt 127.0.0.1 wird bei IPv6 die Adresse ::1 verwendet.

RFC 2606 reserviert localhost als Top-Level-Domain für das Domain Name System (DNS). Sie soll einen statischen A Resource Record auf die IP-Adresse des Loopback-Interface enthalten. In der lokalen hosts-Datei wird üblicherweise auch der Hostname localhost definiert, damit die Namensauflösung von localhost auch ohne erreichbaren DNS-Server geschehen kann.

Spezifikationen[Bearbeiten]

  • RFC 2606 – Reserved Top Level DNS Names
  • RFC 4291 – IP Version 6 Addressing Architecture
  • RFC 6890 – Special Use IPv4 Addresses