Locmariaquer

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Locmariaquer (Lokmaria-Kaer)
Wappen von Locmariaquer
Locmariaquer (Frankreich)
Locmariaquer
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Lorient
Kanton Auray
Koordinaten 47° 34′ N, 2° 57′ W47.569166666667-2.94527777777786Koordinaten: 47° 34′ N, 2° 57′ W
Höhe 6 m (0–19 m)
Fläche 10,99 km²
Einwohner 1.692 (1. Jan. 2009)
Bevölkerungsdichte 154 Einw./km²
Postleitzahl 56740
INSEE-Code

Locmariaquer (bretonisch: Lokmaria-Kaer) ist eine kleine Gemeinde im Département Morbihan in der Bretagne (Frankreich).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Locmariaquer liegt südlich von Auray auf einer Halbinsel, die den Atlantik vom Golf von Morbihan trennt. Der Ort liegt etwa zwölf Kilometer von Carnac entfernt.

[Bearbeiten] Wirtschaft

[Bearbeiten] Austernzucht

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wird im Golf von Morbihan Austernzucht betrieben, wobei inzwischen nur noch die Anzucht der Jungmuscheln eine bedeutende wirtschaftliche Rolle spielt. Noch existieren etwa 30 Kleinbetriebe, die nach der − durch Parasitenbefall verursachten − Austernkrise in den Jahren 1973/4 auf japanische und pazifische Austern ausgewichen sind. In den Jahren nach 2006 gab es jedoch erneut eine Austernkrise in Frankreich. Locmariaquer hatte früher einen kleinen Fischereihafen; mitttlerweilen gelten der Ort und seine Umgebung als gute Plätze für Angler. Das Umland wird landwirtschaftlich genutzt.

[Bearbeiten] Tourismus

Der klimatisch stabile Süden der Bretagne mit seinen vielen Buchten und Sandstränden lockte bereits vor dem 2. Weltkrieg viele französische Urlauber an. Seit den 1960-er Jahren nimmt die Bedeutung des Tourismus für das Wirtschaftsleben mehr und mehr zu. Auch in der näheren Umgebung von Locmariaquer (St. Philibert, La Trinité-sur-Mer, Carnac, Halbinsel Quiberon) gibt es viele Sandstrände und Yachthäfen sowie kleinere Pensionen und größere Hotels.

[Bearbeiten] Geschichte

Wie aus vielen bedeutenden Großsteinbauten zu erschließen ist, muss das Gebiet des Golf von Morbihan in der Zeit der Megalithkulturen eine bedeutende Rolle gespielt haben, wobei die Tatsache von Bedeutung ist, dass viele ältere Großmenhire in der Zeit um 4200 v. Chr. − wahrscheinlich absichtlich − umgestürzt wurden; die entstandenen Teilstücke wurden als Deckplatten (vielleicht auch als Orthostaten) in den Dolmen wiederverwertet. Vor dem Eingang zur Table des Marchand wurde − als eines der wenigen Artefakte aus der Bronzezeit − eine Bronzeaxt gefunden; möglicherweise fand in dieser Epoche (vielleicht auch schon früher) eine Umnutzung der Dolmen statt. Aus römischer Zeit stammen die Überreste eines Theaters, eines Aquädukts und einer Thermenanlage innerhalb der heutigen Gemeinde, die bei Ausgrabungsarbeiten Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt, dann aber größtenteils wieder verschüttet wurden. Auf den Grundmauern eines römischen Kleintempels wurde die Chapelle St-Michel errichtet. Im Mittelalter und in der Neuzeit war der Ort stets besiedelt, spielte allerdings keine bedeutende wirtschaftliche, politische oder kulturelle Rolle mehr.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Der Ort mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten aus der Epoche der Megalithkulturen ist heute Ziel vieler Touristen; die bedeutendsten Bauwerke dieser Zeit sind:

[Bearbeiten] Umgebung

Der kleine, aber eindrucksvolle Dolmen von Kercadoret liegt nur wenige Kilometer nördlich von Locmariaquer. In den Außenbezirken des nur 12 km entfernten Städtchens Carnac stehen die berühmten megalithischen Steinreihen (alignements) von Le Menec, Kerlescan und Kermario. In der Ortsmitte von Carnac befindet sich ein sehenswertes Museum zur Megalithkultur (Musée de Préhistoire). Vom kleinen Ort Larmor-Baden am östlichen Ufer des Golfs von Morbihan fahren Boote zur Insel Gavrinis.

[Bearbeiten] Galerie

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Locmariaquer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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