Locro

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Locro mit Quiquirimichi

Locro ist ein herzhafter dicker Eintopf, der sehr populär ist in der Anden-Region. Das Gericht ist vor allem in der ecuadorianischen und peruanischen Küche sehr verbreitet und war auch eines der typischsten argentinischen Gerichte unter den Ureinwohnern zur Zeit der Eroberung Argentiniens durch die Spanier. Seine Entstehung ist aber auf die Zeit vor der spanischen Kolonisierung datiert.

Der Name leitet sich von dem Quechua-Wort ruqru ab. Die Hauptzutaten sind Mais, Fleisch (meistens Rind, manchmal auch Trockenfleisch oder Chorizo) und Gemüse. Andere Zutaten variieren, u. a. werden Zwiebeln, Bohnen und Kürbis hinzu gegeben. Hauptsächlich wird Locro im Winter gegessen. In einigen Teilen Argentiniens, z. B. in der Provinz Santiago del Estero, wird dazu eine scharfe rote Sauce aus Cayenne-Pfeffer und Paprika, die Quiquirimichi, serviert.

In Argentinien ist es im ganzen Land verbreitet, besonders häufig ist es in der Region Cuyo. Locro gilt als Nationalgericht und wird daher auch traditionell am 25. Mai, dem Jahrestag der Mai-Revolution gegessen.

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