Lod

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der auch Lydda genannten Stadt Lod. Siehe auch die Begriffsklärung LOD bzw. Lyda.
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Abschnitt "Geschichte": Flucht und Vertreibung der arabischen Bevölkerung während des Ersten Arabisch-Israelischen Krieges 1948

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Lod
Wappen von Lod
Lod
Basisdaten
hebräisch: לוד
arabisch: اللد
Staat: Israel Israel
Bezirk: Zentral
Koordinaten: 31° 57′ N, 34° 54′ O31.95138888888934.89527777777865Koordinaten: 31° 57′ 5″ N, 34° 53′ 43″ O
Höhe: 65 m
Fläche: 12,226 km²
 
Einwohner: 71.060 (Stand: 2012)
Bevölkerungsdichte: 5.812 Einwohner je km²
 
Gemeindecode: 7000
Postleitzahl: 71100 - 71160[1]
 
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Ilan Harari
Website:
Lod (Israel)
Lod
Lod

Lod (hebräisch ‏לוד‎; arabisch ‏اللد‎, DMG al-Ludd) ist eine Stadt in Israel. Sie liegt im Zentralbezirk etwa 20 Kilometer östlich von Tel Aviv am Fluss Ajalon. Bis 1948 hatte die Stadt den Namen Lydda. 2007 hatte Lod knapp 67.000 Einwohner.

Geschichte und Bedeutung[Bearbeiten]

Lod war durch seine Lage an der Straße von Jaffa nach Jerusalem schon in der Antike ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Nach biblischer Darstellung (1. Buch der Chronik 8, 12) wurde Lod bei der Landnahme der Israeliten vom Stamm Benjamin gegründet. Nach der Zerstörung durch die Assyrer wurde Lod im 5. Jahrhundert v. Chr. wieder besiedelt und erhielt im folgenden Jahrhundert durch die Ansiedlung von Griechen den Namen Lydda.

Basilika St.Georg (Ausschnitt einer Lithographie von David Roberts 1839)

Die Apostelgeschichte (Kap. 9, 32) berichtet, dass Petrus in Lod einen Mann heilte. Im Jahr 67 nahmen die Römer die Stadt ein und benannten sie in Diospolis (Stadt des Zeus) um. Vom 4. Jahrhundert an war Lod überwiegend christlich. Bedeutung hatte die Stadt als Geburts- und Bestattungsort des Heiligen Georg, der auch im Islam eine besondere Stellung einnimmt. In der Stadt wurde eine byzantinische Basilika errichtet, die allerdings zerstört wurde.

Mit der Gründung des benachbarten Ramla durch die Araber im Jahr 717 verlor Lod an Bedeutung, weil Ramla zur Hauptstadt der Verwaltungsprovinz aufstieg. Mit dem Beginn der Kreuzfahrerzeit wurde in Lod an der alten Stelle erneut eine Kirche errichtet; nach dem Untergang des Kreuzfahrerreiches erbauten die Muslime neben der Kirche die „al-Chudr-Moschee“. Heute befinden sich in dem Gebäudekomplex die Ende des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaute Georgskirche und die genannte Moschee.

Heutige Stadt[Bearbeiten]

Die Innenstadt von Lod

Der örtliche Bahnhof ist in seiner Gesamtanlage aus Personen- und Güterbahnhof der größte des Landes und zugleich dessen wichtigster Eisenbahnknoten. Schon in der britischen Mandatszeit wurde nördlich von Lod ein Flughafen angelegt, der nach der Gründung des Staates Israel zum wichtigsten zivilen Flughafen des Landes wurde. 1975 wurde er nach David Ben Gurion, dem ersten Ministerpräsidenten Israels, Ben-Gurion-Flughafen genannt.

Während des Palästinakriegs wurde im Juli 1948 die bis dahin mehrheitlich arabische Einwohnerschaft in den Gazastreifen oder ostwärts nach Ramallah bzw. Jordanien vertrieben; allerdings hat Lod heute wieder einen vergleichsweise großen arabischen Bevölkerungsanteil. Die Bevölkerung ist zu 80,3 % jüdisch, zu 18,6 % muslimisch und zu 1,1 % christlich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

1996 wurde das große römische Mosaik von Lod aus der Zeit um 300 n. Chr. gefunden, das mit 180 m² angeblich das größte Mosaik in Israel ist. An der Fundstelle des Mosaiks wird zurzeit ein Museum errichtet. 2013 wurde das Mosaik in der Ausstellung Jäger und Gejagte. Die Exotische Tierwelt des römischen Mosaiks aus Lod im Neuen Museum in Berlin gezeigt.[2]

Söhne der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lod – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Israel Postcode. Abgerufen am 20. September 2014.
  2. Kein Frieden zwischen Fisch und Schlange in FAZ vom 18. Oktober 2013, Seite 41