Logos Hope

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Logos Hope
Logos Hope Kiel2008.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge MaltaMalta (Handels- und Dienstflagge zur See) Malta
FaroerFäröer Färöer
SchwedenSchweden Schweden
andere Schiffsnamen
  • Norröna I
  • Norröna
  • Gustav Vasa
Schiffstyp Passagierschiff (seit 2009)
Fähre (1973–2009)
Rufzeichen 9HA2851
Heimathafen Valletta, Malta (seit 2011)
Tórshavn, Färöer (1983–2011)
Halmstad, Schweden (1973–1983)
Eigner GBA Ships e.V. (seit 2004)
Smyril Line (1983–2004)
Lion Ferry AB (1973–1983)
Bauwerft Nobiskrug, Rendsburg
Baunummer 678
Indienststellung 1973
Verbleib In Fahrt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
132,5 m (Lüa)
Breite 21,06 m
Tiefgang max. 5,22 m
Vermessung 12.519 BRZ, 1.269 NRZ
Maschine
Maschine 4 × SWD 6TM 410 RR Reihe 6 zyl. 4-Takt
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
11.768 kW (16.000 PS)
Geschwindigkeit max. 12 kn (22 km/h)
Propeller 2
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 4.211 tdw
Zugelassene Passagierzahl 492
Sonstiges
Klassifizierungen

Lloyd’s Register of Shipping (LR)

Registrier-
nummern

IMO: 7302914

Die Logos Hope ist ein Schiff des christlichen Hilfs- und Missionswerks Operation Mobilisation (OM). Sie ist das vierte Schiff in Dienst von OM und wird als schwimmendes Konferenz- und Kulturzentrum, als Büchermarkt und zum Transport von Hilfsgütern eingesetzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Schiff wurde 1973 als Autofähre Gustav Vasa auf der Nobiskrug-Werft in Rendsburg für die schwedische Reederei Lion Ferry AB für die Ostsee gebaut. In Betrieb genommen wurde sie im Charterdienst für die Svenska Rederi AB auf der Linie MalmöTravemünde. Trotz mehrerer Betreiber- und Eignerwechsel behielt das Schiff den Namen und die Linie bis 1982.

Im April 1983 wurde die Gustav Vasa an die neu gegründete färöische Reederei Smyril Line verkauft, die das Schiff in Norröna umbenannte. Als einziges Schiff der Reederei verkehrte die Norröna zwischen Tórshavn, Hanstholm, Bergen, Lerwick und Seyðisfjörður, die bisher auf der Linie MalmöTravemünde eingesetzt war. und stellte damit die einzige Fährverbindung nach Island. Diese Route wurde zuerst nur in den Monaten von April bis September angeboten, ab Ende 1998 ganzjährig. Parallel zum Fährdienst wurde auch eine Frachtlinie eingerichtet und mit der Norröna bedient. Im Jahr 2003 nahm Smyril Line den wesentlich größeren Fährschiff-Neubau Norröna in Betrieb. Die alte Norröna wurde in Norröna I umbenannt, als Reserve auf Reede gelegt und zum Verkauf ausgeschrieben. Durch einen Zwischenfall im Januar 2004 kollidierte die neue Norröna bei stürmischem Wetter mit der Hafenmauer in Tórshavn und wurde beschädigt. Für die zweimonatige Reparaturzeit wurde die Norröna I noch einmal reaktiviert.

Einsatz bei OM[Bearbeiten]

Nach mehreren Inspektionen kaufte GBA Ships e.V. das Schiff im März 2004 für 3,6 Millionen Euro, und benannte es in Logos Hope um. Mit der Neuerwerbung sollte die kleinere Logos II ersetzt werden, die den Anforderungen von OM nicht mehr gerecht wurde. Ab Juni 2005 erfolgte ein grundlegender Umbau der Logos Hope in der Brodotrogir-Werft im kroatischen Trogir vom Fähr- zum Konferenzschiff. Am 8. November 2007 wurde das Schiff für den Innenausbau nach Kiel verlegt, um im Mai 2008 nach Landskrona in Schweden ins Trockendock zu kommen, wo eine neue Hilfsmaschine eingebaut wurde. Ab Juli 2008 befand sie sich in Køge in Dänemark, um sie für die Erfordernisse der Passenger Ship Safety Certificate (PSSC) vorzubereiten. Das Zertifikat wurde am 14. Februar 2009 von einem Gutachter von Lloyd's Register erteilt.[1] Am 19. Februar verließ die Logos Hope Køge und nahm am Tag darauf in Göteborg, Schweden, ihren Dienst auf.[2][3]

Die Logos Hope fuhr anfänglich, wie auch schon als Norröna, unter der Flagge der Färöer. Im Februar 2009 konnte die Logos Hope bei OM in Dienst gestellt werden. Bereits vor der Indienststellung wurde am 29. September 2008 ihr OM-Vorgängerschiff, die Logos II, zur Verschrottung in die Türkei verkauft. Die Logos Hope übernimmt das Aufgabengebiet der Logos II.

Seit dem 1. Juli 2011 fährt sie regulär unter der Flagge Maltas.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Logos Hope – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. OM-Meldung vom 14. Februar 2009
  2. OM-Meldung vom 19. Februar 2009
  3. OM-Meldung vom 21. Februar 2009