Lohmann-Motor
Der Lohmann-Motor ist ein Fahrradhilfsmotor mit 18 cm3 Hubraum. Der Motor wurde von Hermann Teegen entwickelt und von der Lohmann Werke AG in Bielefeld zwischen 1949 und 1954 in einer Stückzahl von ca. 51.000 (Stand im August 1954) hergestellt.[1] Dieser trieb über ein Reibrad das Hinterrad eines Fahrrads an.
Es handelte sich dabei um einen Zweitakt-Motor mit variabler Verdichtung und Vergaser aber ohne Zündsystem oder Einspritzung. Die Selbstzündung homogener Gemische wurde mit dem Zweitaktmotor von Lohmann erstmals verwirklicht.[2][3][4]
Die Verdichtung des Lohmannmotors konnte durch die axial verschiebbare Kolbenlaufbuchse von 12,5:1 bis zu 125:1 verändert werden. Normal war eine Verdichtung von 14:1 bis 18:1, nur bei tiefen Temperaturen und Kaltstart war eine viel höhere Verdichtung erforderlich. Der Motor verbrauchte weniger als einen Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Er wog etwa 5 kg und hatte eine Leistung von 0,8 PS bei 6000/min. Betreibbar war er mit Benzin, Spiritus, Kerosin, Diesel oder Petroleum.[5]
1950 kostete dieser Motor 129 DM und der Einbau 3 DM. Er konnte an jedes Fahrrad angebaut werden. Die erzielbare Höchstgeschwindigkeit lag bei 25 km/h.
Weblinks [Bearbeiten]
- Informationen zum Lohmannmotor (private Website)
- Ausfahrten mit dem Lohmannmotor, Berichte und Bilder (private Website)
Literatur [Bearbeiten]
- H. Hütten, Lohmann Fahrradmotor (Wertung und Kritik des Selbstzünders), Sonderdruck Motor Rundschau, Stuttgart, 22/1950 (PDF-Datei; 3,72 MB)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Lohmann-Motoren-Werke Geschichte, Bedienungsanleitungen, Reparaturtips
- ↑ Dr.Ing. Rolf-Guenther Nieberding Diss. siehe 2.1.1 Der Lohmannmotor (PDF; 2,6 MB)
- ↑ Patentschrift: "Verfahren zum Betrieb von gemischverdichtenden, selbstzuendenden Zweitakt-Brennkraftmaschinen"
- ↑ Patentschrift: "Gemischverdichtende Zweitakt-Verbrennungskraftmaschine mit einstellbarer Kompression und Selbstzuendung"
- ↑ Lohmannmotoren Beschreibungen, Bilder, ABE