Lohnweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lohnweiler
Lohnweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lohnweiler hervorgehoben
49.6358333333337.5975190Koordinaten: 49° 38′ N, 7° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Lauterecken-Wolfstein
Höhe: 190 m ü. NHN
Fläche: 4,94 km²
Einwohner: 395 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67744
Vorwahl: 06382
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 060
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 6a
67742 Lauterecken
Webpräsenz: www.vg-lauterecken.de
Ortsbürgermeister: Walter Scherer
Lage der Ortsgemeinde Lohnweiler im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild

Lohnweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt im Lautertal im Nordpfälzer Bergland. Im Norden befindet sich Lauterecken und südlich liegt Heinzenhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten]

Variierender Ortsname:
Lonewilre off der Lutern (Urkundliche Ersterwähnung 1326)
Lonwilre (1361)
Lonewijlre (1364)
Lonwiler und Loenwiler (1483)
Loinwiller (1506)
Lonwiller (1578)
Lohweiller (1643)
Lohnweiler (1824)[2][3]
Der Ursprung des Ortsnamens ist umstritten. Er leitet sich vermutlich aus den Flurnamen "Loh(n)" und der angehängten Siedlungsbezeichnung "Weiler" ab.

Die Vorsilbe "Lohn" kann aus dem althochdeutschen bzw. loh in der Bedeutung 'Wald', 'Hain', 'Holz', 'Gehölz', Gebüsch herrühren. Als Lohe werden auch die zum Gerben verwendeten Baumbestandteile bezeichnet. Ein weiterer Ursprung des Namens könnte in dem im Wappen gezeigten Symbol eines Lohns liegen. Weiteres ist hier jedoch nicht bekannt. Die auch heute noch relativ große Waldfläche der Gemarkung lässt den Wald als Namensgeber wahrscheinlicher werden.

Die Beinhaltung eines Flurnamens lässt darauf schließen, dass das heutige Gemarkungsgebiet vermutlich erst nur (forst)wirtschaftlich genutzt und mit einem Flurnamen bezeichnet wurde, später eine kleine Siedlung, ein "Weiler", entstand.

Das heutige Gebiet der Lohnweilerer Gemarkung war schon zu früher Zeit bewohnt, zahlreiche historische Funde aus der Römer- und Keltenzeit bezeugen dies. 1884 wurden zur Wolfsteiner Gemarkungsgrenze hin vier Keltengräber entdeckt. Es wurden Hals-, Arm- und Fußringe gefunden, die sich heute im Historischen Museum in Speyer befinden. Auch wurden römische Ziegelstücke, Krugreste und Bronzemünzen mit dem Kaiserbildnis gefunden.

Einzeldenkmäler[Bearbeiten]

Rathausstraße 3: ehemalige Schule; aufgesockelter Putzbau, 1837, Architekt Johann Schmeisser, Kusel, Giebelreiter 1872. Im Turm befinden sich zwei Glocken. Eine (um 1400) wird Otto von Speyer zugeschrieben, die zweite Glocke (um 1500) wurde vermutlich im Kloster Disibodenberg gegossen.

Römerweg 2: Bei Bauarbeiten stieß man auf das Fundament einer römischen Villa. Römischer Keller; in Teilen ergrabene Villa rustica mit Hypokaustenheizung; kleiner Kellerraum mit Treppen, Lichtschächten und Wandnischen, um 79 nach Christus.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Lohnweiler besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung:
Das Wappen ist von schwarz und gold schrägrechts geteilt (von rechts oben nach links unten).
Das vordere Feld (rechts unten) zeigt, in schwarz dargestellt, vermutlich einen Achsnagel (mundartlich Lünse, Lohn, Lunen, veraltet Lonse). Dieser findet sich auch schon auf Grenzsteinen aus dem 18. Jahrhundert.
Das hintere Feld links oben zeigt als Wappentier den Pfälzer Löwen in Gold.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Lohnweiler ist ein Bahnhof der Lautertalbahn.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lohnweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. https://en.wikipedia.org/wiki/Lohnweiler
  3. http://www.regionalgeschichte.net/pfalz/staedte-doerfer/orte-l/lohnweiler/geschichte.html?L=0
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat