Loich

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Loich
Wappen von Loich
Loich (Österreich)
Loich
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 24,58 km²
Koordinaten: 47° 59′ N, 15° 24′ O47.98333333333315.4449Koordinaten: 47° 59′ 0″ N, 15° 24′ 0″ O
Höhe: 449 m ü. A.
Einwohner: 610 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 25 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3211
Vorwahl: 02722
Gemeindekennziffer: 3 19 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Loich 5
3211 Loich
Website: www.loich.gv.at/
Politik
Bürgermeister: Anton Grubner (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
10 ÖVP, 5 SPÖ
Lage der Gemeinde Loich im Bezirk Sankt Pölten-Land
Altlengbach Asperhofen Böheimkirchen Brand-Laaben Eichgraben Frankenfels Gerersdorf Hafnerbach Haunoldstein Herzogenburg Hofstetten-Grünau Inzersdorf-Getzersdorf Kapelln Karlstetten Kasten bei Böheimkirchen Kirchberg an der Pielach Kirchstetten Loich Maria-Anzbach Markersdorf-Haindorf Michelbach Neidling Neulengbach Neustift-Innermanzing Nußdorf ob der Traisen Ober-Grafendorf Obritzberg-Rust Prinzersdorf Pyhra Rabenstein an der Pielach Schwarzenbach an der Pielach Weinburg Statzendorf Stössing Traismauer St. Margarethen an der Sierning Weißenkirchen an der Perschling Wilhelmsburg (Niederösterreich) Wölbling St. Pölten NiederösterreichLage der Gemeinde Loich im Bezirk Sankt Pölten-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Loich nach einer Ansichtskarte um 1910

Loich ist eine österreichische Gemeinde mit 610 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013) im Bezirk Sankt Pölten-Land im Bundesland Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Die Fläche der Gemeinde umfasst 24,51 Quadratkilometer. 65,02 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Loich liegt im Mostviertel in Niederösterreich in einem Seitental der Pielach, das 4 km südwestlich von Kirchberg an der Pielach in südlicher Richtung abzweigt und vom Loichbach sowie seinen Zuflüssen gebildet wird. Der Ort Loich selbst liegt ca. 30 km südwestlich des Zentrums der Bezirks- und Landeshauptstadt St. Pölten. Das Gebiet gehört zu den Türnitzer Alpen, einer Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen.

Die höchsten Erhebungen sind der Eisenstein mit 1185 m ü. A. im Südosten sowie der Schwarzenberg mit 1033 m ü. A. im Osten des Gemeindegebietes.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gebiet der Gemeinde Loich reicht vom Pielachtal im Norden bis zur Wasserscheide der Pielach und der Traisen im Süden. Im Westen, Süden und Osten ist die Gemeinde von den natürlichen Grenzen des vom Loichbach gebildeten Tales begrenzt. Hier hat die Gemeinde mit mehreren Bergen um 1000 Metern Höhe ihre größten Erhebungen. Der tiefste Punkt liegt mit 397 m ü. A. im Gemeindeteil Dobersnigg, wo die Pielach das Gemeindegebiet verlässt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Dobersnigg (40)
  • Hammerlmühlgegend (29)
  • Loich (212)
  • Loicheckgegend (61)
  • Oedgegend (23)
  • Rehgrabengegend (58)
  • Schroffengegend (72)
  • Schwarzengrabengegend (26)
  • Siedlung (86)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Loich.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde Loich grenzt im Norden und im Osten an die Gemeinde Kirchberg an der Pielach. Während die Grenze im Norden durch die Pielach gebildet wird, wird die Grenze im Osten durch den 1033 m hohen Schwarzenberg sowie den 1185 m hohen Eisenstein festgelegt. Im Südosten grenzt die Gemeinde an Türnitz (Bezirk Lilienfeld), im Süden und Südwesten an Schwarzenbach an der Pielach. Nachbargemeinde im Nordwesten ist Frankenfels.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im Jahr 1307 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Politik[Bearbeiten]

  • Bürgermeister der Gemeinde ist Anton Grubner.
  • Im Gemeinderat gibt es seit der Gemeinderatswahl 2010 bei insgesamt 15 Sitzen folgende Mandatsverteilung:

ÖVP 10, SPÖ 5, andere keine Sitze.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 669 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 653 Einwohner, 1981 661 und im Jahr 1971 656 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Heimatmuseum: das Heimatmuseum des Kultur- und Heimatvereines Loich ist teils ein Freilichtmuseum, bestehend aus einem Dörrhaus, einem Presshaus, der Pichl-Mühle und der Heimatstube. In der Mühle kann der Mahlvorgang vom Korn zum Mehl vorgeführt werden. Zudem können unter anderem alte bäuerliche Gerätschaften über Obstbau und Verarbeitung, Geräte zur Woll-, Hanf- und Flachsverarbeitung, Geräte und Dokumente über Kohleabbau und eine Mineraliensammlung besichtigt werden.
  • Pfarrkirche: 1784 errichtet, mit barocken Seitenaltären, dem Hl. Nikolaus geweiht
  • Kaiser-Jubiläumsbrunnen: von der Gemeinde Loich anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von Kaiser Franz Josef errichtet


Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Loich

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 23, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 64. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 296. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,73 Prozent.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Loich

Das Gemeindegebiet von Loich liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen und ist nur über die im Tal des Loichbaches verlaufende Landesstraße erreichbar, die im Gemeindeteil Dobersnigg von der Pielachtal Straße (B 39) abzweigt. Über die B 39 besteht eine Anbindung an die Bezirks- und Landeshauptstadt St. Pölten sowie die West Autobahn (A 1) in ca. 30 km Entfernung.

Im Norden des Gemeindegebietes verläuft die Mariazellerbahn entlang der Pielach. Im Gemeindeteil Dobersnigg befindet sich die Haltestelle Loich. Von hier bestehen stündliche Regionalzug-Verbindungen nach St. Pölten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Personen mit Beziehung zur Gemeinde:


Ehrenbürger:

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, Viertel Ober-Wienerwald (heute etwa Mostviertel), 7. Band: Schwerbach-Gegend (Herrschaft Kirchberg) bis Weissenbach, Wien 1837 (Online-Version).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Loich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien