Lokaler Oszillator

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Prinzip eines Aufwärtsmischers
Prinzip eines Abwärtsmischers

Ein lokaler Oszillator oder Lokaloszillator (kurz LO) ist die Bezeichnung für einen Oszillator, der eine Hilfsfrequenz erzeugt. Mit seiner Hilfe wird mit einem Mischer die Sende- oder Empfangsfrequenz geändert, es entsteht die Zwischenfrequenz, kurz ZF bzw. IF für englisch Intermediate frequency.

Anwendung[Bearbeiten]

Verwendet werden Lokaloszillatoren unter anderem in der Nachrichtentechnik und der Laserspektroskopie. In laserspektroskopischen Messungen dienen Laserstrahlen, also elektromagnetische Wellen, als Lokaloszillatoren.

Hauptanwendung ist der Überlagerungsempfänger, bei dem die Empfangsfrequenz auf eine tiefere, konstante (und leichter zu verarbeitende) Zwischenfrequenz (ZF) umgesetzt wird. Die benötigte Frequenz des LO lässt sich leicht berechnen:

LO = RF − ZF oder LO = RF + ZF , mit RF = Sende- bzw. Empfangsfrequenz.

Die LO-Frequenz wird meist mit Hilfe von Quarzoszillatoren oder VCOs (englisch voltage controlled oscillator, die durch Phasenregelschleifen (PLL) stabilisiert werden) erzeugt. In einfachen Geräten setzt man auch instabile Oszillatoren wie die Dreipunktschaltung ein.

Beispiel[Bearbeiten]

Zwischenfrequenz 90 MHz, gewünschte Sendefrequenz 1,8 GHz

LO = 1,80 GHz − 90 MHz = 1,71 GHz

oder

LO = 1,80 GHz + 90 MHz = 1,89 GHz