Lokomotive Moskau

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Dieser Artikel behandelt die Fußballabteilung des Sportklubs Lokomotive Moskau, für die 1982 aufgelöste Eishockeyabteilung siehe HK Lokomotive Moskau.
Lok Moskau
Lokomotive moskau.svg
Voller Name Fußballklub Lokomotiw Moskau
Gegründet 12. August 1923
Stadion Lokomotiv-Stadion
Plätze 30.075
Präsident RusslandRussland Olga Smorodskaja
Trainer MontenegroMontenegro Miodrag Božović
Homepage fclm.ru
Liga Premjer-Liga, Russland
2013/14 3. Platz
Heim
Auswärts
Fankurve von Loko vor dem Derby gegen Spartak (2:2) am 19. Juli 2008

Lokomotive Moskau (russisch Локомотив Москва / Lokomotiw Moskwa, von seinen Fans meistens nur Loko genannt) ist ein Fußballverein aus der russischen Hauptstadt Moskau. Das Team spielt in der Premjer-Liga und wurde in den Spielzeiten 2002 und 2004 russischer Meister. Darüber hinaus gewann die Mannschaft in den Jahren 1996, 1997, 2000, 2001 sowie 2007 den russischen Fußballpokal. Die Vereinsfarben sind Rot-Weiß-Grün.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Die Mannschaft wurde am 1. August 1923 als „KOR“ (Klub der Oktoberrevolution) von den stärksten Fußballern der sowjetischen Eisenbahn aus dem Umkreis von Moskau gegründet. 1935 wurde der „KOR“ in eine freiwillige Sportlergemeinschaft der Eisenbahner umgewandelt und in „Lokomotive“ umbenannt. Diese Mannschaft vertrat nun nicht mehr den ganzen Umkreis von Moskau, sondern gehörte zur Stadt selbst. Die Mannschaft setzte sich fortan aus den besten Spielern des „KOR“ zusammen.

Das erste Pflichtspiel in der Fußballmeisterschaft der Sowjetunion bestritt Lokomotive Moskau am 22. Mai 1936 gegen Dynamo Leningrad. Im gleichen Jahr gewann Lokomotive auch den sowjetischen Pokal.

2001–2010: Zweifacher russischer Meister[Bearbeiten]

2001 wurde der zweite Platz mit vier Punkten Rückstand auf Spartak Moskau am Ende der Saison belegt. Im Pokal 2001/02 schied das Team bereits in der 1/16-finale gegen den FK Elista aus.

2002 wurde der erste Meistertitel errungen. Da Lokomotive und ZSKA Moskau am Ende der Saison punktgleich an der Tabellenspitze standen, wurde ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft durchgeführt. Am 21. November 2002 gewann Lokomotive Moskau im Dynamo-Stadion mit 1:0 (6 min; Dmitri Loskow) und sicherte sich damit den Meistertitel. Im Pokal 2002/03 schied das Team allerdings bereits im Achtelfinale gegen Anschi Machatschkala nach einer 0:1-Niederlage aus.

Im darauffolgenden Jahr erreichte der Verein nur den vierten Platz in der russischen Meisterschaft. Im Viertelfinale des Pokals 2003/04 musste sich die Mannschaft dem Schinnik Jaroslawl geschlagen geben.

2004 konnte Lokomotive den zweiten russischen Meistertitel feiern, als der Titelverteidiger ZSKA Moskau einen Punkt weniger sammeln konnte. Aus dem Pokalwettbewerb 2004/05 wurde die Mannschaft im 1/16-finale von Tschernomorez Noworossijsk rausgeworfen.

Die Spielzeit 2005 wurde vom Verein mit dem dritten Platz abgeschlossen. Im Pokal 2005/06 kam das Team nicht über die Viertelfinale hinaus, als Spartak Moskau sich als stärkere Mannschaft erwies.

Am Ende der Saison 2006 wurde wie im Vorjahr der dritte Rang erkämpft. Allerdings konnte der russische Pokal 2006/07 gewonnen werden, als im Finale der FK Moskau mit 1:0 bezwungen wurde.

2007 belegte Lokomotive den enttäuschenden siebten Rang. Im Pokal 2007/08 war im 1/16-finale nach einer 0:1-Auswärtsniederlage gegen Ural Swerdlowsk Oblast Endstation.

Die nächste Saison 2008 beendete der Verein erneut auf dem siebten Platz. Im Pokal 2008/09 schaffte Lokomotive bis zum Viertelfinale, wo er sich dem späteren Pokalgewinner ZSKA Moskau mit 0:1 geschlagen geben musste.

2009 beendete das Team auf dem vierten Rang. Im russischen Pokal 2009/10 schied die Mannschaft im 1/16-finale gegen SKA-Energija Chabarowsk nach einer 1:2-Auswärtsniederlage aus.

Stadion[Bearbeiten]

Lokomotive Moskau trägt seine Heimspiele im 1923 erbauten Lokomotive Stadion aus. Nach dem Umbau in den Jahren 2001–02 hat das reine Fußballstadion eine Kapazität von 30.075 Plätzen (alles Sitzplätze). Lokomotive ist eine der wenigen Mannschaften, die ein eigenes Fußballinternat besitzen.

Sponsoren[Bearbeiten]

Der Hauptsponsor des Vereins ist die staatliche Eisenbahngesellschaft Russlands RŽD.

Aktueller Kader 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Position Name
1 BrasilienBrasilien TW Guilherme
16 RusslandRussland TW Ilja Lantratow
41 RusslandRussland TW Miroslaw Lobanzew
81 RusslandRussland TW Ilja Abajew
5 SerbienSerbien AB Nemanja Pejčinović
14 KroatienKroatien AB Vedran Ćorluka
15 RusslandRussland AB Arseni Logaschow
17 UkraineUkraine AB Taras Mychalyk
28 SlowakeiSlowakei AB Ján Ďurica
29 UsbekistanUsbekistan AB Vitaliy Denisov
49 RusslandRussland AB Roman Schischkin
51 RusslandRussland AB Maxim Beljajew
55 RusslandRussland AB Renat Janbajew
Nr. Position Name
3 RusslandRussland MF Alan Kassajew
4 PortugalPortugal MF Manuel Fernandes
8 RusslandRussland MF Alexander Scheschukow
11 MarokkoMarokko MF Mbark Boussoufa
19 RusslandRussland MF Alexander Samedow
23 RusslandRussland MF Dmitri Tarassow
26 WeissrusslandWeißrussland MF Jan Tigorew
59 RusslandRussland MF Alexei Mirantschuk
77 RusslandRussland MF Sergei Tkatschjow
7 BrasilienBrasilien ST Maicon
9 RusslandRussland ST Roman Pawljutschenko
21 SenegalSenegal ST Baye Oumar Niasse
- SerbienSerbien ST Petar Škuletić

Erfolge[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

International[Bearbeiten]

Europapokal[Bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hinspiel Rückspiel
1993/94 UEFA-Pokal 1. Runde ItalienItalien Juventus Turin 0:4 0:3 (A) 0:1 (H)
1995/96 UEFA-Pokal 1. Runde DeutschlandDeutschland FC Bayern München 1:5 1:0 (A) 0:5 (H)
1996/97 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde KroatienKroatien NK Varteks Varaždin (a)2:2(a) 1:0 (H) 1:2 (A)
Achtelfinale PortugalPortugal Benfica Lissabon 2:4 0:1 (A) 2:3 (H)
1997/98 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde WeissrusslandWeißrussland Belschyna Babrujsk 5:1 2:1 (A) 3:0 (H)
2. Runde TurkeiTürkei Kocaelispor 2:1 2:1 (H) 0:0 (A)
Viertelfinale GriechenlandGriechenland AEK Athen 2:1 0:0 (A) 2:1 (H)
Halbfinale DeutschlandDeutschland VfB Stuttgart 1:3 1:2 (A) 0:1 (H)
1998/99 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde UkraineUkraine ZSKA Kiew 5:1 2:0 (A) 3:1 (H)
2. Runde PortugalPortugal Sporting Braga 3:2 3:1 (H) 0:1 (A)
Viertelfinale IsraelIsrael Maccabi Haifa 4:0 3:0 (H) 1:0 (A)
Halbfinale ItalienItalien Lazio Rom 01:11 1:1 (H) 0:0 (A)
1999/00 UEFA-Pokal Qualifikation WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau 12:10 7:1 (A) 5:0 (H)
1. Runde DanemarkDänemark Lyngby BK 5:1 2:1 (A) 3:0 (H)
2. Runde EnglandEngland Leeds United 1:7 1:4 (A) 0:3 (H)
2000/01 UEFA Champions League 3. Quali-Runde TurkeiTürkei Beşiktaş Istanbul 1:6 0:3 (A) 1:3 (H)
2000/01 UEFA-Pokal 1. Runde BulgarienBulgarien FK Neftochimik 4:2 4:2 (H) 0:0 (A)
2. Runde SlowakeiSlowakei AŠK Inter Slovnaft Bratislava 3:1 1:0 (H) 2:1 (A)
3. Runde SpanienSpanien Rayo Vallecano 0:2 0:0 (H) 0:2 (A)
2001/02 UEFA Champions League 3. Quali-Runde OsterreichÖsterreich Tirol Innsbruck 3:2 3:1 (H) 0:1 (A)
Gruppenphase BelgienBelgien RSC Anderlecht 6:2 1:1 (H) 5:1 (A)
SpanienSpanien Real Madrid 2:4 0:4 (A) 2:0 (H)
ItalienItalien AS Rom 1:3 1:2 (A) 0:1 (H)
2001/02 UEFA-Pokal 3. Runde IsraelIsrael Hapoel Tel Aviv 1:3 1:2 (A) 0:1 (H)
2002/03 UEFA Champions League 3. Quali-Runde OsterreichÖsterreich Grazer AK 5:3 2:0 (A) 3:3 (H)
1. Gruppenphase TurkeiTürkei Galatasaray Istanbul 2:3 0:2 (H) 2:1 (A)
BelgienBelgien FC Brügge 2:0 0:0 (A) 2:0 (H)
SpanienSpanien FC Barcelona 1:4 1:3 (H) 0:1 (A)
2. Gruppenphase DeutschlandDeutschland Borussia Dortmund 1:5 1:2 (H) 0:3 (A)
SpanienSpanien Real Madrid 2:3 2:2 (A) 0:1 (H)
ItalienItalien AC Mailand 0:2 0:1 (A) 0:1 (H)
2003/04 UEFA Champions League 3. Quali-Runde UkraineUkraine Schachtar Donezk 3:2 0:1 (A) 3:1 (H)
Gruppenphase UkraineUkraine Dynamo Kiew 3:4 0:2 (A) 3:2 (H)
EnglandEngland FC Arsenal 0:2 0:0 (H) 0:2 (A)
ItalienItalien Inter Mailand 4:1 3:0 (H) 1:1 (A)
Achtelfinale FrankreichFrankreich AS Monaco 2:2 2:1 (H) 0:1 (A)
2005/06 UEFA Champions League 2. Quali-Runde MazedonienMazedonien Rabotnički Skopje 3:1 1:1 (A) 2:0 (H)
3. Quali-Runde OsterreichÖsterreich Rapid Wien 1:2 1:1 (A) 0:1 (H)
2005/06 UEFA-Pokal 1. Runde NorwegenNorwegen Brann Bergen 5:3 2:1 (A) 3:2 (H)
Gruppenspiele SpanienSpanien Espanyol Barcelona 8:3 0:1 (H)
ItalienItalien US Palermo 0:0 (A)
DanemarkDänemark Brøndby IF 4:2 (H)
IsraelIsrael Maccabi Petach Tikwa 4:0 (A)
Sechzehntelfinale SpanienSpanien FC Sevilla 0:3 0:1 (H) 0:2 (A)
2006/07 UEFA-Pokal 1. Runde BelgienBelgien SV Zulte-Waregem 2:3 2:1 (H) 0:2 (A)
2007/08 UEFA-Pokal 1. Runde DanemarkDänemark FC Midtjylland 5:1 3:1 (A) 2:0 (H)
Gruppenspiele SpanienSpanien Atlético Madrid 4:7 3:3 (H)
SchottlandSchottland FC Aberdeen 1:1 (A)
DanemarkDänemark FC Kopenhagen 0:1 (H)
GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen 0:2 (A)
2010/11 UEFA Europa League Play-offs SchweizSchweiz FC Lausanne-Sport 2:2
(3:4 i.E.)
1:1 (A) 1:1 (H)
2011/12 UEFA Europa League Play-offs SlowakeiSlowakei FC Spartak Trnava 3:1 2:0 (H) 1:1 (A)
Gruppenphase OsterreichÖsterreich SK Sturm Graz 5:2 2:1 (A) 3:1 (H)
BelgienBelgien RSC Anderlecht 3:7 0:2 (H) 3:5 (A)
GriechenlandGriechenland AEK Athen 6:2 3:1 (H) 3:1 (A)
Sechzehntelfinale SpanienSpanien Athletic Bilbao 02:21 2:1 (H) 0:1 (A)
2014/15 UEFA Europa League Play-offs Zypern RepublikRepublik Zypern Apollon Limassol 2:5 1:1 (A) 1:4 (H)
1 Lokomotive Moskau schied aufgrund der Auswärtstorregel aus.

Gesamtbilanz: 106 Spiele, 43 Siege, 20 Unentschieden, 43 Niederlagen, 143:132 Tore (Tordifferenz +11)

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Russland und ehemalige Sowjetunion

Europa

Südamerika

Afrika

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: FC Lokomotiv Moscow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien