Lommatzsch FES-530
| Lommatzsch FES-530 Lehrmeister | ||
|---|---|---|
| Typ: | Schulsegelflugzeug | |
| Entwurfsland: | ||
| Hersteller: | VEB Apparatebau Lommatzsch | |
| Erstflug: | Juni 1954 | |
| Indienststellung: | 1957 | |
| Stückzahl: | 223 | |
Der FES-530 „Lehrmeister“ ist ein zweisitziger Schulsegler, der in den 1950er Jahren entwickelt wurde. Mit diesem Typ sowie dem tschechoslowakischen LF-109 „Pionýr“ wurde in der GST der DDR der Übergang von der einsitzigen zur zweisitzigen Schulmethode vollzogen. Er war außerdem das erste in der DDR entwickelte und in Serie gefertigte Flugzeug.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Entwicklung
Die Konstruktion wurde im Winter 1953 im VEB Waggonbau Gotha von Hans Wegerich (Aerodynamik), Wilhelm Zimmermann (Statik) und Hans Hartung (Konstruktion) unter der Leitung von Gerhard Renner noch unter der Bezeichnung Gotha Go 530 in Ganzholzbauweise ausgeführt. 1954 wurde die Produktion zum VEB Apparatebau Lommatzsch, der im selben Jahr auf dem Gelände einer ehemaligen Glashütte gegründet worden war, verlagert. Im selben Jahr erschien die erste Serienausführung FES-530 (für Forschungs- und Entwicklungsstelle) mit abgestrebtem Tragflügel in Hochdeckerauslegung. Ab 1957 ging das Modell an die GST. 1959 wurde der Lehrmeister zum FES-530/I mit freitragendem Flügel weiterentwickelt. Im selben Jahr entstand der um zwei Meter Flügelspannweite reduzierte FES-530/II „Lehrmeister II“.
Vom FES-530 wurden insgesamt 223 Exemplare gebaut, davon wurden 22 Stück ins Ausland (Dänemark, Syrien, Ägypten und Kuba) exportiert. Ein FES-530/II (Kennung DM-3264) ging als Geschenk nach Österreich und flog dort mit dem Kenner OE-0702. Der Lehrmeister löste den bis dahin eingesetzten und noch aus den 1930er Jahren stammenden einsitzigen Schulgleiter SG 38 ab und wurde bis zum Ende der 1970er Jahre in der DDR geflogen. Ersetzt wurde er durch den Bocian 1E aus Polen. Seit 2004 fliegt ein wiederaufgebauter FES-530 (DM-3152) in Pirna.
[Bearbeiten] Technische Daten
| Kenngröße | FES-530 | FES-530/I | FES-530/II |
|---|---|---|---|
| Stückzahl | 100 | 22 | 101 |
| Spannweite | 17,00 m | 17,00 m | 15,00 m |
| Länge | 7,95 m | 7,95 m | 7,95 m |
| Flügelfläche | 19,00 m² | 19,00 m² | 17,93 m² |
| Flügelstreckung | 15,20 | 15,20 | 12,50 |
| Leergewicht | 300 kg | 280 kg | 270 kg |
| Zuladung | 200 kg | 200 kg | 60-200 kg |
| Startgewicht | 500 kg | 480 kg | 470 kg |
| Flächenbelastung | 26,3 kg/m² | 25,3 kg/m² | 26,2 kg/m² |
| Beste Gleitzahl | 24 bei 85 km/h | 26 bei 78 km/h | 23 bei 81 km/h |
| Geringstes Sinken | 0,85 m/s bei 72 km/h | 0,80 m/s bei 74 km/h | 0,95 m/s bei 72 km/h |
| Mindestgeschwindigkeit | 58 km/h | 58 km/h | 58 km/h |
| Maximal zulässige Geschwindigkeit | 200 km/h | 200 km/h | 200 km/h |
| Besatzung | 2 | 2 | 2 |
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
Bericht auf einer privaten Homepage über die Restaurierung eines FES-530/I in Österreich
[Bearbeiten] Literatur
- Frank Lemke: Aufstieg und Fall des DDR-Flugzeugbaus, Fliegerrevue 4/92
- Die Segelflugzeuge der GST, Fliegerrevue 5/89
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