Lomo LC-A

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lomo LC-A
Lomo LCA.jpg
Typ: Kompaktkamera
Produktionszeitraum: 1984 - 2005
Objektiv: Minitar 1
Filmformat: 35 mm (Kleinbild)
Aufnahmeformat: 24 mm × 36 mm
Sucher: Durchsichtsucher
Sucheranzeigen: Focusindikator, Spannungsanzeige und Langzeitbelichtungswarnung durch LED.
Betriebsarten: Programmautomatik (A), manuelle Blendenwahl bei konstanter Belichtungszeit 1/60 s.
Filmtransport: Manuell
Belichtungsmessung: CdS-Sensor
Verschluss: elektromechanischer Lamellenverschluss
Verschlusszeiten: 1/500 s bis 2 s
Blitzanschluss: X Kontakt
Synchronisation: 1/60 s
Stromversorgung: 3 x SR 44
Abmessungen: 107 x 68 x 43,5 mm
Gewicht: 270 g

LC-A (Lomo Kompakt Automat) ist der Name einer Kleinbild-Sucherkamera der Firma Lomo. Sie wurde 1984 vorgestellt und basiert auf dem Modell CX-2 der japanischen Firma Cosina. Einen großen Bekanntheitsgrad erlangte diese Kamera dadurch, dass sie als Namensgeber für die fotografische Stilrichtung Lomografie gilt.

Konstruktion[Bearbeiten]

Über einen langen Zeitraum von 1984 bis 2005 wurde die LC-A fast unverändert hergestellt, lediglich kleine Details wurden verändert. So wurde z.B. die Anzeige des eingestellten Fokusbereichs im Sucher bei späteren Modellen nicht mehr eingebaut. Seit 2007 wird eine leicht veränderte Variante dieser Kamera unter dem Namen LC-A+ in China hergestellt. Die ersten Modelle erhielten noch die Minitar 1 Optik von Lomo aus russischer Produktion, später wurde die Optik ebenfalls in China gefertigt. Als besondere Neuerung hat die LC-A+ einen Schalter erhalten, der Mehrfachbelichtungen ermöglicht.

Ausstattung[Bearbeiten]

Die LC-A verfügt über eine Programmautomatik, die mit einem Cadmiumsulfid-Fotowiderstand die Helligkeit misst. Der Verschluss arbeitet elektromechanisch, die Verschlusszeiten werden stufenlos gebildet. Die Programmautomatik wird über den Blendeneinsteller auf der Position "A" eingestellt. Als Besonderheit gilt, dass die Verschlusszeit noch während der Verschlussöffnung berechnet und so die Verschlusszeit abgekürzt bzw. verlängert wird, wenn sich die Lichtsituation ändert.

Lomo LC-A Sucherbild

Die Fokussierung erfolgt über einen Hebel, der in vier Stellungen einrastet, 0,8 m, 1,5 m, 3 m und unendlich, ältere Modelle zeigen die gewählte Einstellung im Sucher an.

Im Sucher sind zwei LED angebracht, die bei halb gedrückten Auslöser folgende Informationen anzeigen: Die linke leuchtet, wenn die Batterien genügend Leistung haben, die rechte leuchtet, wenn eine Belichtungszeit von länger als 1/30 Sekunde erwartet wird.

Die Blende kann manuell gewählt werden, allerdings wird die Verschlusszeit auf 1/60 Sekunde festgelegt.

Bei Verwendung eines Blitzgerätes wird die Verschlusszeit ebenfalls auf 1/60 Sekunde festgelegt. Um die Leistungen des Blitzgerätes anzupassen, kann die Blende verändert werden, hierzu gilt die Regel: Blendenwert = Leitzahl des Blitzgerätes geteilt durch die Aufnahmeentfernung in Meter.

Ausgeliefert wurde die Lomo LC-A in einer rechteckigen Kunststoffdose, der untere Teil ist schwarz, der obere transparent. In dieser befanden sich neben der Kamera eine Handgelenksschlaufe und eine Bedienungsanleitung.

Quellen[Bearbeiten]

  • Lomo, LC-A Bedienungsanleitung, 1987

Weblinks[Bearbeiten]