Lomografie

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LOMO LC-A

Die Lomografie bzw. Lomographie ist eine Stilrichtung innerhalb der Fotografie. Der Begriff leitet sich von der Kleinbildkamera „LOMO Compact Automat“ (LC-A) der Sankt Petersburger Firma Lomo ab, wird inzwischen aber für eine ganze Stilrichtung verwendet, die eine Art „lässige“ Schnappschussfotografie propagiert.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Entwicklung der Lomografie

Fischaugen-Objektiv-Foto Wakayama
LOMO-Kamera mit Vierfach-Objektiv

Die Lomografie als „Kunstform“ hatte ihren Ursprung in Wien, wo Studenten Anfang der 1990er mit ihren bunten Fotos auf großen Stellwänden (sogenannten „Lomowände“) verschiedene Ausstellungen veranstalteten. Gegründet wurde die „Fotoinitiative Lomographische Gesellschaft“ im Juni 1992 von Matthias Fiegl, Christoph Hofinger und Wolfgang Stranziger in Wien. [1] Der neue Blick auf die Welt, ermöglicht durch „Hüftschüsse“ und ungeplante, experimentelle Schnappschüsse, zog bald weitere Fotoamateure in seinen Bann, was dazu beitrug, dass die technisch veraltete LOMO LC-A noch bis 2005 hergestellt wurde und sogar neue LOMO-Kameras entwickelt wurden (mit Vierfach- bis sogar Neunfachobjektiven und anderen, wie z. B. für Unterwasserfotos, für Farbänderung, mit Fischaugenobjektiv, etc.). Weltweit existieren heute lomografische Gesellschaften und Botschaften. Seit 2006 wird in China eine Weiterentwicklung der LOMO LC-A, die LOMO LC-A+ produziert. [2] Zu den Kameras von Lomo zählt auch die Smena-Reihe (russ.: CMEHA), bei der alle Einstellungen und der Transport manuell vorgenommen werden.

Die Bilder, die als Lomografie bezeichnet werden, kann man prinzipiell mit jeder billigen Sucherkamera knipsen; „echte“ Lomografen schwören allerdings auf die 32-mm-Weitwinkeloptik, die – entwickelt nach Professor Radionov – übertrieben farbintensive und kontrastreiche Bilder liefert. Lomo-Bilder zeichnen sich durch die ungewöhnlichen Perspektiven und langen Belichtungszeiten (bis 2 Minuten) aus, wodurch häufig bunte und verwackelte Bilder entstehen, die eine neue und andere Sicht auf die fotografierten Gegenstände ermöglicht. Die „Lomographische Gesellschaft Wien“ empfiehlt bei der Entwicklung das Format 7 × 10 cm. Da dies aber heute kaum mehr angeboten wird, eignen sich aus Kostengründen auch 9 × 13 cm.

[Bearbeiten] Kontroverse analog-digital

Durch den Siegeszug der schnelleren Digitalfotografie bzw. bedingt durch die Schwierigkeiten der schnellen Filmentwicklung entwickelt sich zunehmend ein Trend bzw. eine Abwandlung der Lomographie: Der „goldene Schuss aus dem Handgelenk”, die „Digigraphie” mittels günstiger Digitalkameras, was von traditionellen Lomographen allerdings konsequent abgelehnt wird. Zahlreiche Internetseiten zeigen sogenannte digitale Fotoblogs, die im Ansatz eine Weiterentwicklung der Lomographie sind.

Lomographie im Europapark

[Bearbeiten] Verwandte Themen

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. Quelle:Unicum 12/95
  2. http://microsites.lomography.com/lca+/history/2006 LCA+ Compact Automat

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Lomography – Bilder, Videos und Audiodateien
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