London Array
| Offshore-Windpark „London Array“ | |||
|---|---|---|---|
|
|
|||
| Lage | |||
|
|||
| Koordinaten | 51° 38′ 0″ N, 1° 33′ 0″ O51.6333333333331.55Koordinaten: 51° 38′ 0″ N, 1° 33′ 0″ O | ||
| Land | England | ||
| Gewässer | Nordsee | ||
| Daten | |||
| Primärenergie | Windenergie | ||
| Leistung | ca. 1000 MW (elektrisch) | ||
| Typ | Offshore-Windpark | ||
| Betreiber | Dong Energy (50 %) E.ON UK Renewables (30 %) Masdar (20 %) |
||
| Betriebsaufnahme | April 2013 (erste Ausbaustufe mit 630 MW) | ||
| Turbine | bis zu 341 Siemens SWT-3.6-120 | ||
| Eingespeiste Energie im Jahre |
3.400 GWh | ||
| Website | www.londonarray.com | ||
| Stand | 2013 | ||
London Array ist ein Offshore-Windpark vor der Ostküste Großbritanniens, der in zwei Phasen errichtet wird. Das Projekt wurde 2001 ins Auge gefasst und im November 2007 genehmigt.[1] Insgesamt sind bis zu 341 Windkraftanlagen geplant, die über einen Zeitraum von vier Jahren errichtet werden und insgesamt eine Leistung von etwa einem Gigawatt haben sollen. Die erste Ausbaustufe mit 175 Turbinen und einer Gesamtleistung von 630 Megawatt wurde im Dezember 2012 fertiggestellt, die vollständige Inbetriebnahme erfolgte im April 2013.[2] Gegenwärtig (Mai 2013) ist es der größte Offshore-Windpark der Welt. Das Gesamtprojekt soll 2016 abgeschlossen sein.[3]
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines [Bearbeiten]
London Array soll der vorerst größte Windpark in der Nordsee werden. Der Standort liegt im äußeren Mündungsbereich der Themse vor der Küste der Grafschaften Kent und Essex und umfasst eine Fläche von 245 km²[4] bei einer Wassertiefe von bis zu 23 m. Entwickelt wird das Projekt von dem Konsortium „London Array Limited“. Beteiligt sind die britische E.ON-Tochter, Dong Energy und die Mubadala Development Company, die 2008 20 % der Anteile von E.ON übernahm.[5] Beteiligt war zunächst auch das Energieunternehmen Royal Dutch Shell, es zog sich jedoch 2008 zurück.[6] Im Endausbau sollen jährlich 3.400 GWh Energie produziert werden, was dem Energiebedarf von 750.000 Haushalten entspricht.[7]
Phase 1 [Bearbeiten]
Die erste Ausbaustufe mit 175 Turbinen und einer Gesamtleistung von 630 Megawatt wurde im Dezember 2012 fertiggestellt.[8] Die Turbinen wurden von Siemens Windenergie geliefert.[9] Verbaut wurden Windkraftanlagen des Typs SWT 3.6-120 mit einem Rotordurchmesser von 120 m, 3,6 MW Nennleistung und einer Nabenhöhe von 87 m. Die Gesamthöhe der Anlagen beträgt 147 m. Die Monopile-Fundamente der Windkraftanlagen und zwei Umspannplattformen baute Bilfinger Berger zusammen mit dem dänischen Partner Per Årslev.[10] In den beiden Umspannplattformen wird der von den Windkraftanlagen stammende Strom von Mittelspannung (33 kV) auf 150 kV transformiert und via Seekabel zu einem eigens errichteten Umspannwerk in Cleve Hill geleitet, wo Anschluss an das 400-kV-Netz besteht. Insgesamt wurden 210 km 33-kV-Kabel und 220 km 150-kV-Kabel verlegt. Die Investitionssumme belief sich nach Angaben der Investoren auf 2,2 Mrd. Pfund, das sind etwa 2,5 Mrd. Euro.[11]
Phase 2 [Bearbeiten]
Die Gesamtkosten nach Abschluss der Phase 2 mit weiteren 240 MW werden auf 3 Milliarden Pfund geschätzt. Gesichert wird die Finanzierung zusätzlich durch die Europäische Investitionsbank. Die britische Regierung verfolgt damit das Ziel, den Anteil der Erneuerbaren Energien bei der elektrischen Stromversorgung bis zum Jahre 2015 auf 15,4% zu erhöhen.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website (englisch)
- London Array auf www.power-technology.com
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Newsletter Windergie-Agentur Bremerhaven Bremen, Ausgabe 12/2007 (PDF; 779 kB)
- ↑ http://www.londonarray.com/2012/12/13/final-turbine-installed-at-london-array
- ↑ Projektbeschreibung in englischer Sprache
- ↑ Key facts: London Array location. http://www.londonarray.com. Abgerufen am 20. November 2011
- ↑ Abu Dhabi investiert in Windparks. In: Süddeutsche Zeitung online, 16. Oktober 2008
- ↑ Shell sucht lieber Öl. In: Der Spiegel. Nr. 19, 2008 (online).
- ↑ London Assembly Environment Committee. http://www.london.gov.uk. Abgerufen am 5. Juni 2011
- ↑ [1]
- ↑ Dirk Heilmann: Eon baut weltgrößten Hochsee-Windpark. In: Handelsblatt online, 13. Mai 2009
- ↑ Bilfinger Berger und Aarsleff erstellen Fundamente des Windparks London Array. In: Schiff&Hafen online, 30. November 2009
- ↑ Projektübersicht auf der Internetpräsenz des Betreibers, abgerufen am 3. März 2013
