London Boys

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die London Boys waren ein von 1981 bis 1996 unweit von Hamburg ansässiges Dance-Pop Duo bestehend aus Edem Ephraim (* 1. Juli 1959, London, † 21. Januar 1996, Österreich) und Dennis Fuller (* 19. Juni 1959 in Jamaika, † 21. Januar 1996 in Österreich). Beide Künstler kamen bei einem Autounfall in den österreichischen Alpen ums Leben.

Entstehung[Bearbeiten]

Die Künstler besuchten gemeinsam eine Schule in Greenwich bei London, wo sie einander kennenlernten. 1986 gründeten die Beiden die London Boys und sangen für den Songschreiber und Musikproduzenten Ralf-René Maué. Ihr Musikstil war eine Mischung von Soul und Disco und zeitweise auch Eurodisco. Die Video-Clips beinhalten viele schwungvolle Tanzeinlagen und Choreografien.

Erfolge[Bearbeiten]

Die bekanntesten Songs sind "London Nights" und "Requiem". Mit "Requiem" schaffte das Duo 1989 den Durchbruch und schoss auf Platz 4 der britischen Charts. Mit "London Nights" steigerten die Künstler ihren Erfolg und landeten auf Platz 2 der britischen Charts. Auch das erste Album "The Twelve Commandments of Dance" schaffte es auf Platz 2 der britischen Album-Charts.

Obwohl weitere große Erfolge ausblieben, landeten die Künstler mehrere Titel in den Top100 verschiedener europäischer Länder und verkauften 4,5 Mio. Platten.

Ableben[Bearbeiten]

Am 21. Januar 1996 fuhren die beiden Künstler sowie Edems Ehefrau und ein befreundeter Hamburger DJ gemeinsam in den Ski-Urlaub. Auf einem kurvigen Straßenabschnitt in den österreichischen Alpen wurden sie von einem entgegenkommenden Fahrzeug, dessen rasender Fahrer sich gerade in einem Überholmanöver an einer unübersichtlichen Stelle befand, frontal erfasst. Alle vier Insassen und der Schweizer Unfallverursacher starben an der Unfallstelle. Edem Ephraim und seine deutsche Frau Bettina hinterließen einen dreijährigen Sohn, Stevie. Dennis Fullers Tochter, Laura, war zu dem Zeitpunkt bereits zehn Jahre alt [1].

Diskografie[Bearbeiten]

Alben

  • The Twelve Commandments of Dance (1988/89) [#2 UK]
  • Sweet Soul Music (1991) [#22 Österreich]
  • Chapel of Love (1991)
  • Love 4 Unity (1993)
  • Hallelujah Hits (1995) as "New London Boys"

Singles

  • 1986 - "I'm Gonna Give My Heart"
  • 1986 - "I'm Gonna Give My Heart" (Remix)
  • 1987 - "Dance Dance Dance"
  • 1987 - "Harlem Desire"
  • 1987 - "My Love"
  • 1987 - "Supermix"
  • 1988 - "Requiem" [#4 UK, #11 Österreich]
  • 1989 - "Harlem Desire '89" [#17 UK]
  • 1989 - "London Nights" [#2 UK, #9 Schweiz]
  • 1989 - "Megamix"
  • 1989 - "My Love '89" [#46 UK]
  • 1990 - "Chapel of Love" [#75 UK]
  • 1990 - "Freedom" [#54 UK, #29 Schweiz]
  • 1991 - "Sweet Soul Music" (feat. Soul Kitchen) [#11 Österreich]
  • 1991 - "Is This Love?"
  • 1991 - "Tonight! Tonight!"
  • 1992 - "Moonraker"
  • 1993 - "Baby, Come Back" [#27 Österreich]
  • 1995 - "Gospel Train to London"
  • 1995 - "Kumbaya"

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hamburger Abendblatt vom 23. Januar 1996 über den Unfall

Weblinks[Bearbeiten]