Lookback-Option

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Eine Lookback-Option ist eine exotische Option, bei der der Basispreis erst bei Ausübung festgelegt wird.

Der Basispreis ergibt sich dabei als der (aus Sicht des Käufers der Option) beste Preis, den der Basiswert während der Optionslaufzeit erreicht hat. Im Fall eines Calls ist das der niedrigste Preis, bei einem Put der höchste.

Bei Fälligkeit erhält der Käufer der Option die Differenz zwischen dem Marktpreis des Basiswertes zum Zeitpunkt der Fälligkeit und dem nun festgelegten Basispreis. Diese Differenz ist im schlechtesten Fall Null (wenn das Optimum des Kurses des Basisswertes am Fälligkeitstag erreicht wurde) und ist ansonsten Positiv. Die Option kann daher nie „aus dem Geld“ sein.

Bei dieser Option sind die Risiken des Optionskäufers gering und seine Chancen sehr hoch. Aus diesem Grund ist die Optionsprämie bei der Lookback-Option hoch.

Als Variante wird angeboten, dass der Käufer der Option bei Fälligkeit die Differenz zwischen einem am Anfang festgelegten Basispreis und dem besten Preis, den der Basiswert während der Optionslaufzeit erreicht hat, erhält. Diese Variante wird als „fixed-strike“ bezeichnet, während die Bezeichnung der eingangs geschilderten Variante „floated-strike“ ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • Achim Dahlbokum: Empirischer Vergleich von Optionspreismodellen auf Basis Zeitdeformierter Lévy-Prozesse. Kalibrierung, Hedging, Modellrisiko. Eul, Lohmar u. a. 2008, ISBN 978-3-89936-664-8, S. 55 (Finanzierung, Kapitalmarkt und Banken 56), (Zugleich: Köln, Univ., Diss., 2007), Online.
  • M. Barry Goldman, Howard B. Sosin, Mary Ann Gatto: Path-dependent options: „Buy at the Low, Sell at the High“. In: Journal of Finance. 34, 5, December 1979, ISSN 0022-1082, S. 1111–1127.

Weblinks[Bearbeiten]