Loosdorf
| Loosdorf | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Melk | |
| Kfz-Kennzeichen: | ME | |
| Fläche: | 11,84 km² | |
| Koordinaten: | 48° 12′ N, 15° 24′ O48.20055555555615.401111111111234Koordinaten: 48° 12′ 2″ N, 15° 24′ 4″ O | |
| Höhe: | 234 m ü. A. | |
| Einwohner: | 3.785 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 320 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 3382 | |
| Vorwahl: | 02754 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 15 20 | |
| NUTS-Region | AT121 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Europaplatz 11 3382 Loosdorf |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Josef Jahrmann (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2010) (23 Mitglieder) |
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| Lage der Marktgemeinde Loosdorf im Bezirk Melk | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Loosdorf ist eine Marktgemeinde mit 3785 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Melk in Niederösterreich.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Loosdorf liegt im Tal der Pielach im niederösterreichischen Alpenvorland am Südrand des Dunkelsteinerwaldes im Mostviertel. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 11,91 Quadratkilometer. 17,23 Prozent der Fläche sind bewaldet. Durch Loosdorf fließt der Marktbach.
Katastralgemeinden sind Albrechtsberg an der Pielach, Loosdorf, Neubach, Rohr, Sitzenthal.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
| Dunkelsteinerwald | ||
| Melk (Linzerstraße, B1) |
Haunoldstein (Wienerstraße, B1) | |
| Schollach | Hürm |
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen Loosdorf zeigt einen von Rot und Blau gespaltener Schild, vorne belegt mit einem silbernen Schräglinksbalken, hinten auf grünem Dreiberg ein aufsteigender goldener Panther, ein mit roter Flamme brennendes Windlicht haltend. Die Wappenverleihung fand am 6. Oktober 1590 statt.
Geschichte [Bearbeiten]
Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.
1843 erwarb die polnische Adelsfamilie Ledóchowski das Gut in Sitzenthal. Nach dem frühen Tode seiner ersten Frau verließ Antoni August Graf Ledóchowski mit seinem drei Kindern Sitzenthal und errichtete eine Villa in Loosdorf, die die Familie bis 1874 bewohnte.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 3519 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 3366 Einwohner, 1981 3216 und im Jahr 1971 3224 Einwohner.
Politik [Bearbeiten]
Der Gemeinderat hat 23 Sitze, Bürgermeister der Marktgemeinde ist Josef Jahrmann, Vizebürgermeister Anton Stutz und Amtsleiter Anton Kern.
Bei den Gemeinderatswahlen 2010 erhielt die SPÖ 16 (-1), die ÖVP 5 und die FPÖ 2 (+1) Sitze im Gemeinderat.[1]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
Die Kirche von Loosdorf wurde ursprünglich als evangelische Kirche erbaut, im Zuge der Gegenreformation jedoch von der katholischen Kirche übernommen, der sie heute noch dient.
Neben der Kirche befindet sich die ehemalige Hohe Schule. Hans Wilhelm von Losenstein erbaute sie um 1574 als protestantisches Gymnasium für die (adlige und nichtadlige) Jugend. 1627 wurde sie im Zuge der Gegenreformation von Ferdinand II. geschlossen.[2] Teile des Gebäudes, das heute als Mehrfamilienhaus genutzt wird, stehen unter Denkmalschutz.
In der Katastralgemeinde Albrechtsberg an der Pielach findet sich das gleichnamige Renaissanceschloss Schloss Albrechtsberg, in Sitzenthal das Schloss Sitzenthal.
Außerdem erinnert ein ausgebautes Kriegerdenkmal in der Nähe der Kirche an die Gefallenen beider Weltkriege. Traditionell wird es jährlich am Nationalfeiertag geschmückt.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 162, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 38. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1642. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,22 Prozent.
Aufgrund der guten Verkehrslage an der Wiener Straße B1 (bis 2002 Bundesstraße 1), der Westautobahn A1 sowie der Westbahn hat der Markt überregionale Bedeutung als Wirtschaftsstandort. Dies wird besonders begünstigt durch den Autobahnanschluss und die Ansiedlung einer Reihe von Firmen. Die beiden großen Tankstellen an der Autobahn fungieren als Zentrum für das Gewerbegebiet.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Johann Wilhelm von Stubenberg (1619–1663), Dichter und Übersetzer
- Ignacy Hilary Ledóchowski (1789–1870), polnischer General
- Johannes Fahrngruber (1845–1901), Kunsthistoriker
- Maria Teresia Ledóchowska (1863–1922), Selige, Gründerin der Petrus-Claver-Sodalität für afrikanische Mission
- Ursula Ledóchowska (1865–1939), Heilige, Gründerin des Ordens der grauen Ursulinen
- Wladimir Ledóchowski (1868–1942), Generaloberer der Jesuiten
- Ignacy Kazimierz Ledóchowski (1871–1945), polnischer General
- Hans von Hammerstein-Equord (1881–1947), Politiker und Schriftsteller
- Anton Glaninger (1888–1954), Politiker, Landwirt
- Karl Anton Rohan (1898–1975), Schriftsteller
- Heinrich Fasching (* 1929), Geistlicher
- Gerhard Floßmann (* 1949), Historiker und Heimatforscher
- Emmerich Weiderbauer (* 1954), Politiker
- Harald Froschauer, Papyrologe
Galerie [Bearbeiten]
-
Das Gemeindeamt an der B1
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010
- ↑ Rupert Feuchtmüller, Gerhard Flossmann u.a.: Renaissance-Schloss Schallaburg, 1. Auflage 1989, ISBN 3-900892-00-8
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