Leonore Auerbach

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Leonore Auerbach (* 8. August 1933 in Amsterdam) ist eine deutsche Politikerin. Als Abgeordnete der SPD gehörte sie während der 11. und 12. Wahlperiode dem Niedersächsischen Landtag an. Sie war Bürgermeisterin von Hildesheim.

Leonore Auerbach (2005)

Leben[Bearbeiten]

Auerbach wurde während der politischen Emigration ihrer Eltern in Amsterdam geboren. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs floh die Familie im Oktober 1939 weiter nach England. Nach Kriegsende kehrte Leonore Auerbach mit der Familie im Oktober 1946 nach Deutschland zurück. Ihr Abitur legte sie in Hannover ab und begann dort ihr Studium an der Pädagogischen Hochschule mit dem Hauptfach Musik.

Von 1953 bis 1956 war Auerbach als Lehrerin an der Pestalozzi-Schule in Hannover-Linden tätig. Sie begann ein Zweitstudium der Musik und baute im Anschluss die Zweigstelle Hannover-Linden der Jugendmusikschule Hannover auf. Ab 1962 war Auerbach Leiterin der von ihr gegründeten Musikschule in Hildesheim. Von 1969 bis 1986 war Auerbach als Lehrerin an der Fachschule für Sozialpädagogik in Hildesheim tätig und studierte an der dortigen Pädagogischen bzw. Wissenschaftlichen Hochschule Kulturpädagogik.

Auerbach wurde im Jahr 1951 Mitglied der SPD und später stellvertretende Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes in Hildesheim. 1960 trat sie der Arbeiterwohlfahrt bei. Auerbach wurde Aufsichtsratsmitglied des Stadttheaters Hildesheim. Sie war Mitglied des Kuratoriums der Weinhagenstiftung in Hildesheim. Auerbach war auf Bundesebene Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände und Bundesvorsitzende des Arbeitskreises Musik in der Jugend sowie Vizepräsidentin des Landesmusikrates Niedersachsen. Sie war zudem kooptiertes Mitglied des Vorstandes der Landesarbeitsgemeinschaft der Fachschulen für Sozialpädagogik und Mitglied des Präsidiums des Deutschen Musikrates sowie Vorsitzende des Beirates der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel.

Politisch war sie seit 1972 Ratsfrau und wurde im Jahr 1976 Erste Bürgermeisterin der Stadt Hildesheim. In der 11. und 12. Wahlperiode war sie Mitglied des Niedersächsischen Landtages vom 21. Juni 1986 bis 20. Juni 1994. Sie wurde Schriftführerin des Niedersächsischen Landtages vom 9. Juli 1986 bis 20. Juni 1990 und war Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst vom 27. Juni 1990 bis 20. Juni 1994.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Maria Behnke: Hildesheim cathedral. Bernward, Hildesheim 1980, ISBN 3-87065-185-7.
  • Musikalische Grundausbildung: Beiträge zur Didaktik (Die Musikschule; Band 3: Bausteine für Musikerziehung und Musikpflege). Schott, Mainz, London, New York 1974, ISBN 3-7957-1027-8.
  • Hören lernen, Musik erleben: 100 Spiele und Beschäftigungen zur Vermittlung musikalischer Grundfertigkeiten. Anleitung für die musikalische Arbeit im Kindergarten und in der Vorschulgruppe, verwendbar auch in der Familie, im Kinderheim, in der ersten Klassen der Grundschule und in der Grundausbildung an Musikschulen. Möseler, Wolfenbüttel, Zürich 1972.
  • Musikalische Grundausbildung in der Musikschule. Schott, Mainz, London, New York, Tokio.

Literatur[Bearbeiten]

  • Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hannover 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ehrendoktorwürde für Lore Auerbach, Webseite der Universität Hildesheim vom 8. Juli 1994, abgerufen am 31. Juli 2010
  2. Martin Hartmann/Stadtarchiv Hildesheim: Hildesheimer Chronik 1995 (PDF; 261 kB), S. 17, abgerufen am 31. Juli 2010
  3. Trägerschaft & Gremien, Website der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, abgerufen am 31. Juli 2010
  4. Webseite der Preisträger 2008 des Praetorius Musikpreis, abgerufen am 29. Juli 2010
  5. Die Stadt Hildesheim hat zwei neue Ehrenbürger, in: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 26. April 2005, abgerufen am 31. Juli 2010