Lorenzkirch

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51.354913.24273055555693Koordinaten: 51° 21′ 18″ N, 13° 14′ 34″ O

Lorenzkirch
Gemeinde Zeithain
Höhe: 92–96 m
Fläche: 2,8 km²
Einwohner: 142 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Postleitzahl: 01619
Vorwahl: 035264
Blick über Lorenzkirch nach Strehla. Von links nach rechts sieht man die Laurentiuskirche von Lorenzkirch, die Stadtkirche Zum heiligen Leichnam von Strehla und die Burg Strehla. Dieser Blick empfängt den Reisenden auf der Kreisstraße K 8576 kurz vor Lorenzkirch.
Blick von der Anlegestelle der Fußgängerfähre in Strehla über die Elbe nach Lorenzkirch

Lorenzkirch ist ein Zeilendorf der verwaltungsgemeinschaftsfreien Gemeinde Zeithain im Zentrum des Landkreises Meißen im Freistaat Sachsen in der Nähe von Riesa. Lorenzkirch wurde am 19. Oktober 2012 nach seiner Zertifizierung zu einem der schönsten Dörfer von Sachsen gekürt. Es gehört seitdem zu der Interessengemeinschaft Sachsens Schönste Dörfer.

Lorenzkirch ist das tiefste Dorf von Sachsen und liegt auf dem rechten Ufer der Elbe auf einer hochwassergefährdeten Talsanddüne gegenüber von Strehla und erlebte die letzten Überflutungen in den Jahren 2002[1] und 2013. Bekannt wurde Lorenzkirch durch seine Laurentiuskirche und durch den jährlichen Lorenzmarkt, der während des letzten Jahrtausends zu den größten Jahrmärkten von Sachsen gehörte.

Die Lage an der Elbe und die naturräumliche Einbindung von Lorenzkirch ist brillant. Aus städtebaulicher Sicht besticht das Ensemble im weiteren Umkreis der Kirche. Lorenzkirch hat eine außergewöhnliche Historie von überregionalem Interesse, und das touristische Potenzial ist wegen des durch Lorenzkirch verlaufenden Elberadweges[2] sehr gut.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Lorenzkirch ab 1551 bis 2010[3]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1551 29 1890 284 1950 616
1764 40 1910 317 1964 551
1834 312 1925 344 1990 374
1867 335 1939 469 1996 173
1871 314 1946 636 2010 143

Etymologie[Bearbeiten]

Historische Ortsnamenbelege: plebanus sancti Laurencii (1274), sancti Laurentii (1274), Sanctus Laurentius (1308), apud sanctum Laurentium (1343, 1350), Laurenz Kirche (1383), Lorenczkirche (1406), Lorenczkirche (1513), Sant Lorentz Kirchen (1544), Lorentzkirch (1716), Lorentzkirche (1752), Lohrenzkirch (1765), Lorenzkirch oder Lorenzkirchen (1840-1875), später Lorenzkirch.

Lage im Elbtal[Bearbeiten]

Karte von 1839/40

Das Zeilendorf Lorenzkirch[Bearbeiten]

Lorenzkirch war ursprünglich ein Rundling mit einer anschließenden einreihigen Zeile. Es entwickelte sich zum Zeilendorf. Der Lorenzkircher Pastor Carl Paul beschrieb 1901 das Zeilendorf Lorenzkirch so: Es ist das am tiefsten gelegene sächsische Elbdorf. Seine Häuser bilden eine lange Reihe, die in gleicher Richtung mit dem Strom verläuft. Die gefährliche Nachbarschaft des zeitweilig wild entfesselten Elements zwang die Bewohner zu gegenseitigem Schutze in einer Linie zu bauen. Von oben her gesehen nimmt sich das Dorf daher wie ein langes schlankes Fahrzeug aus, zumal wenn die Flut bei Hochwasser bis an den Ort heranreicht. Der annähernd in der Mitte stehende Kirchturm ragt wie ein Mastbaum aus der Häuserreihe auf. Unmittelbar unter den Gehöften, dem unkundigen Auge aus einiger Entfernung kaum bemerkbar, zieht sich der starke Hochwasserdamm hin. Das auf der Flussseite liegende breite Vorland ist mit herrlichen Wiesen bedeckt.[4] Der Hochwasserdamm befindet sich nicht auf der Elbseite, sondern auf der Rückseite der Gebäude; er diente bei Hochwasser der Elbe dem Schutz der Felder, um die Ernte zu sichern. Die Gebäude besaßen Haustüren vorn auf der Elbseite zur Straße hin und auf der Rückseite zum Deich hin, um die Evakuierung über den Deich zu sichern. Der Deich diente ursprünglich auch den Schulkindern bei Hochwasser als Schulweg zur ehemaligen Schule von Lorenzkirch, die neben der Kirche dicht am Deich lag. Die Kirche diente bei Hochwasser zur Evakuierung von Mensch, Haustieren und Vieh; alle verbrachten das Hochwasser auf der Empore oder auf einer Lage von Brettern, die über den Bänken als erhöhte Plattform angebracht wurden. Da der Fußboden der Kirche unter dem Niveau des Friedhofs liegt, konnte das Hochwasser in der Kirche nicht abfließen, sondern nur versickern, wenn es nicht ausgeschöpft oder abgepumpt wurde. Der Wasserspiegel vom Hochwasser erreicht in der Kirche oft die Höhe von einhundertundsechzig Zentimetern.

Die Hochwasserinsel von Lorenzkirch[Bearbeiten]

Lorenzkirch liegt in einem ehemaligen Schwemmkegel der Elbe, der sich vom Schloss Hirschstein im Süden bis Kreinitz im Norden erstreckt. In der bis sieben Kilometer breiten Flussaue verliefen bis zu vier Nebenarme mit Querrinnen, Inseln und Terrassen nebeneinander. Lorenzkirch war mit Cottewitz auf einer Talsanddüne von drei Elbarmen umschlossen. Das führte zu einer Insellage des Ortes, ermöglichte aber die Bildung von Furten für eine Flussüberquerung der Hohen Straße. In der Flussaue wurden im Laufe der Zeit die folgenden Orte auf Hochwasserinseln angelegt: Grödel, Moritz, Promnitz, Röderau, Bobersen, Forberge, Gohlis, Oppitzsch, Zschepa, Lorenzkirch, Cottewitz und Kreinitz. Bei dem Hochwasser wurden diese Ort vom Wasser eingeschlossen oder auch ganz überflutet. Die Hochwasserkarte von 2002 zeigt, dass das Hochwasser trotz bestehender Deiche die Flussaue ganz ausfüllte und die Inseln, auf denen die Häuser und Kirchen standen, überflutete. Teilweise wurden dabei Deiche nach ihrer Überflutung weggespült, weil sie zu niedrig waren, teilweise brachen Deiche, weil sie in einem ehemaligen Nebenarm der Elbe standen und der Wasserdruck an dieser Stelle besonders stark war.[5]

Der Nixstein[Bearbeiten]

Der Rest vom Nixstein steht in Strehla seitlich des Elbweges Am Nixstein an einem toten Elbarm.

Unterhalb der Elbe liegt zwischen Strehla und Cottewitz ein breiter Granitfelsen: der Nixstein. Er ragte früher in einer Breite von über acht Metern (sechzehn Ellen) bis zur Mitte des Flusses aus dem Wasser, gefährdete die Schifffahrt, verursachte Eisstoß mit daraus folgendem Hochwasser und war Anlass für eine ätiologische Erzählung,[6] die den Namen Nixstein durch Wohnungen von Nixen im Granitfelsen erklärte. Johannes Herrmann vermutet, dass Sand und Geröll aus dem Rietzschebach, der neben dem Nixstein in die Elbe mündete, vor tausend Jahren eine Furt zwischen den Elbufern von Strehla und Lorenzkirch geschaffen habe.[7]

Versuche, den Nixstein in der Elbe in den Jahren 1870, 1904, 1908, 1911 und 1929 wegzusprengen, waren nicht sehr erfolgreich, bis im Jahr 1936 große Sprengungen unter Wasser schließlich eine gefahrlose Schifffahrt ermöglichten. Bei diesen Sprengungen entstanden Wassersäulen von sechzig bis achtzig Metern Höhe. Die Oberkante der höchsten Nixsteinriffe liegt jetzt bei dem Pegelstand 121 des Pegels Strehla auf einer Höhe von 87,68 Meter über NN. Bei Niedrigwasser mit einem geringeren Pegelstand tauchen die Nixsteine aus der Elbe auf. Das geschah beispielsweise im September 1992 beim Pegelstand 116, 1993 beim Pegelstand 112 und 1994 beim Pegelstand 111. Auf der Lorenzkircher Seite stand in der Elbe an der kleinen Fähre ein Hungerstein, dessen Oberfläche bei dem Pegelstand 132 des Pegels Strehla auf einer Höhe von 87,80 Meter über NN gelegen hat. Er wurde 1932 beim Anlegen des toten Elbarmes entfernt. Auf Karten[8] und Stichen des 19. Jahrhunderts ist er abgebildet. Am Elbufer von Strehla steht seitlich des Elbweges Am Nixstein ein erhalten gebliebener Granitblock des Nixsteins an einem toten Elbarm. In der Sankt Laurentiuskirche von Lorenzkirch befindet sich der von Theodor Paul gespendete und von dem Münchener Bildhauer Johannes Seiler gestaltete Taufengel mit Taufschale aus Bronzeguss, der auf einem Sockel aus Granit steht. Dieser Granitsockel wurde 1909 in der Elbe in einer Taucherglocke aus dem Nixstein gebrochen.

Hochwasser[Bearbeiten]

Benötigter Hochwasserschutz[Bearbeiten]

Die Herstellung eines Hochwasserschutzes für Lorenzkirch liegt im mittleren Priorisierungs-Status. Benötigt wird eine 1.520 Hochwasserschutz-Mauer elbseitig und die Erhöhung der bestehenden landseitigen Deiche auf ein einheitliches Niveau. Für den landseitigen Deich-Abschnitt 14-2 Zschepa Lorenzkirch wurde in den Jahren 2008 und 2009 von dem Dipl.-Ing. F. Köhler eine Projektplanung durchgeführt. Er schreibt:

Im Bereich des Deichabschnittes zwischen Zschepa und Lorenzkirch (Deich-km 0+000 bis 2+030) besteht aufgrund des im Rahmen der Deichzustandsanalyse (DZA) festgestellten Deichzustandes dringlicher Sanierungsbedarf. Der zu beplanende Deichabschnitt weist sowohl an der binnen- als auch an der elbseitigen Böschung erhebliche Standsicherheitsprobleme auf, die im Falle eines erneuten Hochwasserereignisses zum Versagen des Deichabschnittes führen können. Auf Grund der besonderen Lage und Funktion (beidseitiger Einstau) des Deichabschnittes 14-2 Zschepa-Lorenzkirch wurde die Instandsetzung durch den Einbau statisch wirksamer Innendichtungen favorisiert. Infolge der örtlichen Zwänge in der Ortslage Lorenzkirch ist zudem eine Neutrassierung des Deiches auf 350 m Länge erforderlich. Zusätzlich soll in der Ortslage Lorenzkirch auf ca. 200 m Länge der Lückenschluss zum unterstromigen Deichabschnitt erfolgen. Hierzu wird die vorhandene Friedhofsmauer in die Schutzlinie integriert.[9]

Die Gesamtkosten für das Erreichen des Schutzzieles HQ(T) waren im Jahr 2005 auf 2593 Millionen € berechnet.[10] Das zum 31. Dezember 2006 angefertigte Hochwasserschutzkonzept für Lorenzkirch und die Gemeinde Zeithain[11] wurde bisher nicht umgesetzt.(Stand: 25. Juni 2013).

Hochwasser 2002[Bearbeiten]

Alfred Borsdorf (1881-1950) malte das Gemälde "Der Jahrmarkt in Lorenzkirch" im Jahr 1913.

Der Höchststand der Elbe in Riesa am 17. August 2002 in Höhe von 9,47 Meter führte in Lorenzkirch zu einer gefährlichen Überflutung. Ein Deichbruch am 16. August 2002 am Lorenzkircher Ufer wurde vermutlich durch einen vom Nixstein hervorgerufenen Strudel verursacht. Dabei wurden rund dreißig Meter des Deiches weggespült, und es entstand im Erdboden ein Krater mit einem Durchmesser von fünfunddreißig Metern und einer Tiefe von zwölf Metern.[12] Die Deichbrüche im August 2002 in der Nähe von Lorenzkirch entstanden durch die Überlastung des Hauptelbarmes. Die Deiche wurden überspült und von der Rückseite her ausgespült.

Die Elbe hatte zuvor im Bereich der Orte Gohlis, Zschepa und Lorenzkirch ein Sicherungssystem. Bei einem Pegelstand von 7,40 m in Riesa überlief ein Teil des Wassers eine Deichöffnung bei dem Ort Gohlis. Dieser Teil des Wassers konnte früher über einen alten Elbarm den Hauptarm der Elbe entlastend mit stärkerem Gefälle umfließen. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre bis 2001 wurde aber die Staatsstraße 88 erneuert und zu großen Teilen neu trassiert. Dabei ist der alte Elbarm zweimal gequert und somit abgesperrt worden. Die 4350 m³/s Wasser, die die Elbe beim Augusthochwasser 2002 im Scheitel führte, mussten in ihrer Masse den Hauptarm passieren. Das führte zu einem zusätzlichen Anstieg von etwa 1,25 m im Hauptarm. Dadurch kam es zum Überströmen der Deiche. Lorenzkirch wurde wegen der Überflutung des Ortes evakuiert, der Friedhof und die Kirche standen unter hohem Wasser. Im Inneren der Kirche stand das Wasser 1,60 m hoch. Bei den Häusern und bei der Kirche waren aufwendige Renovierungsarbeiten notwendig.[13]. Im Jahr 1890 führte die Elbe ein Hochwasser gleichen Ausmaßes wie 2002. Anhand alter Hochwassermarken konnte nachgewiesen werden, dass 1890 an den Deichen noch 50 cm Freibord bestanden haben. Die Deiche stehen in Lorenzkirch hinter den überfluteten Gebäude, sie sollten früher die Felder mit der Ernte schützen und eine Hungersnot verhindern.

Hochwasser 2013[Bearbeiten]

Das Hochwasser stieg am 3. Juni 2013 in Riesa von 6,60 Metern auf 7,70 Meter und erreichte am Mittag des 6. Juni den Höchststand von 9,40 Meter. Danach fiel das Hochwasser in Riesa kontinuierlich, bis es am 12. Juni 2013 um 22 Uhr den Pegelstand von 6,97 Metern erreichte. Die Hochwasserstände von 2002 und 2013 in Riesa sind vergleichbar. Der höchste Pegel beim Hochwasser 2002 lag in Riesa am 17. August 2002 bei 9,47 Meter und am 6. Juni 2013 bei 9,40 Meter.

Am Nachmittag des 3. Juni 2013 erreichten die Pegelstände der Elbe in Riesa mit 7,50 Meter die Hochwasserwarnstufe 4. Am 4. Juni 2013 waren die Grundstücke der Häuser in Lorenzkirch von braunem Hochwasser bedeckt. Zunächst weigerten sich zahlreiche Bewohner von Lorenzkirch, ihre Häuser zu verlassen. Aber die Gemeinde Zeithain evakuierte sie, weil alle Straßenverbindungen überflutet waren, die Kläranlage ausgefallen war und Elektrizität und Trinkwasser abgestellt werden mussten. Das Hochwasser erreichte seinen Höchststand am 6. Juni 2013 um 15.30 Uhr mit 9,40 Meter Fluthöhe am Pegel Riesa. In der Kirche von Lorenzkirch, deren bewegliches Inventar vor der Flut auf die Emporen gebracht worden war, stand das Wasser der Elbe am 6.Juni 2013 1,10 Meter hoch.[14] Lorenzkirch konnte nun von den Sicherheitskräften und der Bundeswehr nur noch mit dem Boot erreicht werden und lag zum Schutz des Eigentums der Bewohner in einem Sperrgebiet.[15] Ein Video von Riesa TV vom 7. Juni 2013 gegen 5.00 Uhr zeigt, dass Lorenzkirch zu diesem Zeitpunkt vollständig überflutet war und dass die Gebäude nebst Friedhof und Kirche mindestens einen Meter im Wasser standen[16]. Am 7. Juni 2013 hatte die Elbe im Bereich von Lorenzkirch eine Ausdehnung von rund einem Kilometer. Die Gemeinde Zeithain glich an diesem Tage einer Insellandschaft in einem Meer von Elbewasser.[17] Am 8. Juni 2013 war das Hochwasser fast überall in der Gemeinde Zeithain und rund um Strehla über 1,80 Meter tief. Das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr sagten: „Wir können aufgrund der anhaltend starken Strömungen keine Personen transportieren, auch keine Güter, da wir ständig Patrouille fahren.“ Der Pegelstand in Riesa fiel am 9. Juni 2013 bis 19.00 Uhr nach einem Stand von über neun Meter auf eine Höhe von 8,32 Meter. Im Kreis Meissen, zu dem Lorenzkirch gehört, waren am 9. Juni 2013 insgesamt 1.500 Angehörige der Feuerwehren und der Polizei, 900 Soldaten der Bundeswehr, 500 Angehörige der Sanitätsdienste und 700 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks rund um die Uhr im Einsatz.

Am 10. Juni 2013 suchte ein Bewohner von Lorenzkirch seine Wohnung bei einem Hochwasserstand von etwa 8 Metern auf und stellte fest, dass das Hochwasser beim Höchststand der Elbe von 9.40 Meter in seiner Erdgeschosswohnung bis zu einer Höhe von 134,5 Zentimeter gestanden hatte; es reichte bis zu den Fensterbrettern der Wohnung.[18]

Auch am 11. Juni 2013 war Lorenzkirch noch nicht zu Fuß oder mit dem Auto sondern nur mit dem Boot erreichbar, obgleich die Staatsstraße am 11. Juni 2013 entlang der rechten Elbseite bis Lorenzkirch wieder geöffnet war. Die Kreisstraße 8576 zwischen Lorenzkirch und Zschepa war noch gesperrt. Die Ortslage Lorenzkirch wurde seit dem 11. Juni 2013 im Transportboot angefahren. Der Übersetzpunkt war Abzweig S 88.

Für den Landkreis Meißen galt auch am 11. Juni 2013 der Katastrophenalarm. Der Leiter des Verwaltungsstabes Peter Jönsson begründete die Entscheidung des Landrates: „Im sächsischen Abschnitt der Elbe gilt durchweg die Warnstufe 3. Der Pegel in Riesa steht heute (11.6.) bei 7,42 Meter. Eine unmittelbare Gefahr für Leben und Gut besteht nicht mehr. Doch unendlich viel Müll, Treibgut auf dem Strom bzw. an den Uferzonen, völlig durchweichte Deiche sowie eine immer noch komplizierte Verkehrssituation im gesamten Landkreis sind die Gründe dafür, dass der Alarm nicht aufgehoben wird.“[19] (Stand: 25. Juni 2013)

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Gründung des Ortes Lorenzkirch, der Sankt Laurentiuskirche und des Laurentiusmarktes[Bearbeiten]

Ein Teil des Pferdemarktes von Lorenzkirch um 1900

Am Ende des 10. Jahrhunderts wurde von den Ekkehardinern auf einer Talsanddüne die Laurentiuskirche als Holzkirche gebaut und der zugehörige Laurentiusmarkt gegründet. Die Talsanddüne lag damals auf einer Insel inmitten dreier Elbarme, über deren Furten die Hohe Straße von Frankfurt am Main nach Schlesien hinwegging, die von der Burgward Strehla als Zollstation am linken Elbufer überwacht wurden.[20] Johannes Herrmann weist nach, dass Lorenzkirch wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 10. oder im 11. Jh. im Zusammenhang mit dem Ausbau des Burgwards Strehla am Westufer der Elbe entstanden ist.[21] Er geht davon aus, dass der Hauptarm der Elbe seinerzeit östlich von Lorenzkirch in dem Delta der Elbe verlief, so dass Lorenzkirch damals ebenso wie die Görziger Wallburg am Westufer der Elbe gelegen hat.

Da die Talsanddüne von Lorenzkirch für eine Stadtgründung zu klein war, entstand die Stadt Strehla später oberhalb der Elbaue auf dem hohen Ufer. Vom 13. Jahrhundert bis zur Reformation blieb die Laurentiuskirche von Lorenzkirch eine Wallfahrtskirche[22], und der Laurentiusmarkt wurde anfangs jeweils am 10. August, dem Laurentiustag genannten Sterbetag des Laurentius von Rom, abgehalten. Der auf der Talsanddüne neben der Laurentiuskirche entstandene Ort Lorenzkirch hatte ab 1791 als Marktflecken mit seinen 1834 neu bestätigten Marktrechten eine große wirtschaftliche Bedeutung wegen des Lorenzmarktes, der Pferdezüchter, Viehzüchter, Händler und Handwerker aus weitem Umkreis anzog. In der Gegenwart wird der Lorenzmarkt als mehrtägiges Volksfest mit einem eintägigen Verkaufsmarkt begangen. In den Jahren 2009 und 2011[23] waren fast alle Verkäufer des Marktes indischer oder pakistanischer Herkunft.

Die Bauern von Lorenzkirch[Bearbeiten]

Postkarte vom Lorenzmarkt in Lorenzkirch im Jahr 1900
Schiffmühlen auf der Elbe bei Lorenzkirch und Strehla um 1840. Der Müller von Lorenzkirch verlässt im Boot mit zwei Mehlsäcken seine Schiffsmühle.

Den aus Ostthüringen stammenden Ekkehardinern war die Burggrafschaft von Strehla vom Ende des 10. Jahrhunderts bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts als Eigenbesitz verliehen worden. Gemäß der Urkunde von Kaiser Heinrich IV. für Bischof Eberhard von Naumburg aus dem Jahr 1065 erhielt dann dieser Naumburger Bischof die Burgward Strehla als Eigenbesitz.

Ihr Herrschaftsbereich war die Burgward Strehla mit Sitz in der Görziger Wallburg (dem mit Palisaden verstärkten Ringwall bei Strehla am Nixstein) und später mit Sitz in der Burg von Strehla. Sie waren Lehnsherren der Burgmannen.

Die ersten vier Bauern von Lorenzkirch waren freie Adlige und Burgmannen der Burgward Strehla. Sie rodeten an der Westseite der Gorischheide einen Abschnitt von dem damaligen Forst Lecene und legten westlich der Kirche ihre Felder für ihre Höfe als Lehnhufe an. Sie verdienten ihren Lebensunterhalt durch die Bewirtschaftung ihrer Felder, und sie bevorrateten die Burg für den Verteidigungsfall. Zu ihren Aufgaben gehörten die Zusammenkünfte in der Burg zu Lagebesprechungen, militärischen Übungen, Gottesdiensten und Festgelagen und die Verteidigung der Burg bei Angriffen der polnischen Herzöge. Auf ihren Lehenshufen wurde später das Vorwerk Cottewitz angelegt.

In der Siedlungszeit nach 1150 wurde das Dorf Lorenzkirch durch die Ansiedlung von Bauern, die eigene Felder östlich der Felder der Burgmannen in dem Forst Lecene rodeten und ihre Höfe als Zinshufe bewirtschafteten, erweitert. Zwischen den Höfen der Burgmannen und der Bauern lagen die Kirche und der Klosterhof, der als Küchengut des Klosters der Äbtissinnen in Mühlberg diente.

In den Jahren 1551 und 1764 gab es in Lorenzkirch 10 Bauern, die als besessene Männer bezeichnet wurden und ihren Bauernhof bewirtschafteten, der wegen des fruchtbaren Auebodens einen guten Ertrag abwarf. Sie führten die Dorfgemeinschaft an, besaßen Mitspracherecht in der Gemeinde und durfte die Allmende nutzen. In der dörflichen Sozialhierarchie standen sie als Vollbauern und Besitzer eines Hofes mit Ackerland ganz oben. Im Nebenerwerb arbeiteten sie als Fischer, und während des jährlichen Lorenzmarktes waren ihre Höfe und Häuser überfüllt von Gästen, die sie mit Karpfen und Getränken bewirteten. Im Jahr 1839 wurden während des Lorenzmarktes insgesamt dreizehn Zentner Karpfen verspeist.

Die Bauernhäuser enthielten bis zum 19. Jahrhundert in der Wohnstube die sogenannte Hölle. Das Bett des Bauern stand über dem in der Wohnstube eingemauerten viereckigen Backofen als sicherer Platz für den Fall, dass Hochwasser das Haus überflutete.

Die aus Lindenholz geschnitzte Altargruppe in der Sankt Laurentiuskirche zeigt eine Bäuerin mit Ähre und einen Schiffer mit Paddel[24], die beide unter dem gekreuzigten Jesus knien. Diese Kreuzigungsgruppe von Professor August Schreitmüller entstand in dem Jahr 1906 und erinnert daran, dass seinerzeit die Familien der Bauern und der Schiffer das Leben in Lorenzkirch prägten.

Die Fischer von Lorenzkirch[Bearbeiten]

Fischer von Lorenzkirch im Jahr 1850 mit ihren Reusen. Jenseits der Elbe liegt die Stadt Strehla.

Die Elbe hatte einst einen großen Fischbestand. Die Meißnische Land und Berg-Chronica von Petrus Albinus aus dem Jahr 1589 nennt die folgenden Fischarten, die damals in der Elbe vorkamen: Barben, Forellen, Hechte, Karpfen, Lachse, Neunaugen, Schleien, Steinbeißer, Stichlinge, Störe (bis 2 Zentner schwer) und Welse. Im Jahr 1938 gab es entlang der sächsischen Elbstrecke noch 125 Fischermeister, die folgende Fische in der Elbe vorfanden: Aale, Barben, Hechte, Karpfen, Neunaugen, Rotaugen, Schleien, dazu vereinzelt Lachse, Welse und Zander.[25]

Bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts hinein gab es auch in Lorenzkirch Fischer, die hauptberufliche Fischer waren oder im Nebenerwerb fischten. Nach der Rechtslage von 1679 musste jeder Fischer dem Erbherrn von Pflugk jährlich fünfzehn Neunaugen oder den Gegenwert in Fischen oder Bargeld entrichten und ihm zusätzlich vor einem Verkauf die Fische zu einem ermäßigten Preis anbieten.

Die Lorenzkircher Fischer gehörten nicht den Innungen in Strehla und Meißen an. Aber die Mitglieder dieser Innungen beanspruchten das ihnen vom Herzog Georg 1524 bestätigte Recht, von der Dresdner Brücke an abwärts bis über Strehla hinaus allein zu fischen. Sie beanspruchten dabei nicht nur die Fischerei in der Elbe selbst, sondern auch in den Altarmen und in den von der Elbe an den Ufern herausgerissenen Löchern und Lachen.

Die Fischer der Elbdörfer empfanden dieses Privileg als ungerecht und setzten sich mit Waffen gegen die Fischer der Innungen zur Wehr. Im Jahre 1544 beklagten sich die Meißner Fischer, dass sie jedes Mal im Winkel bey Sant Lorentz Kirchen den Bauern die Hälfte der gefangenen Fische abgeben mussten und dass sie mit schlagen, schießen, pfänden oder gefangennehmen bedroht worden seien.[26]

Die Bomätscher von Lorenzkirch[Bearbeiten]

Die Bomätscher auf dem Treidelsteg

Bis zum Jahr 1871 hatten die Lorenzkircher Bomätscher Arbeit, dann wurden sie von dampfgetriebenen Kettenschiffen verdrängt. Aufgabe der Bomätscher war es, die Elbkähne gegen den Fluss stromaufwärts zu ziehen. Pastor Georg Heinrich Sappuhn schrieb 1716 über sie: Lorentzkirch hatt zwanzig kleine Häuser,..., und nähren sich von Tage Arbeitt, und ziehen als Helffer an Schiffen, welche nach Dreßden Getreyde, Holtz, Saltz und Torgauisch Bier herrauff führen.[27]

Am Rande der Elbe befanden sich gepflasterte Bomätscherpfade, auf denen die Bomätscher ihrer Arbeit nachgingen. Sie versammelten sich an Treffpunkten, beispielsweise am Nixstein, hängten dort ihre Gurte an den Zaun und kamen in der Reihenfolge der aufgehängten Gurte ans Ziehen. Die schwersten Elbkähne wurden an zwei verschieden langen Zugleinen von etwa vierzig Bomätschern gezogen, die mit breiten über die Achsel bis zur Hüfte verlaufenden schürzenähnlichen Gurten an ihrer Schiffsleine angekettet mit ihrem Treckstock, auf dem sie sich abstützten, den Bomätscherpfad entlangstapften. Der hinterste Bomätscher hatte neben dem Ziehen noch die Aufgabe, die Zugleine mit einer hölzernen Gabel über die Steinblöcke, Weiden, Schiffsmühlen und weitere Hindernisse zu heben.

Der vorausgehende König gab während der Arbeit für ihren rhythmischen Gesang den Ton an. Das Bomätscherlied erklang in langgezogenen Tönen Heio hobe, bis an’n Knobe, dass man siehet, wie er ziehet oder in längerer Fassung: Heia hebei, hebei heia! Schifflein fahre sanft und wahre uns vor nassem, kühlem Bad! Heia hebei, hebei heia! Schifflein schwimme, unsre Stimme soll die Marschtrompete sein![28] Das Bomätscherlied deutet an, dass das Schiffsziehen lebensgefährlich war. Oft trieben starke Strömungen das Schiff rückwärts oder seitwärts zur Flussmitte. Das Schiff riss dann die Bomätscher mit sich in die Elbe hinein.

Die Steuermänner von Lorenzkirch[Bearbeiten]

Blick um 1920 von der Anlegestelle in Strehla auf den Raddampfer und auf Lorenzkirch am gegenüberliegenden Ufer. Der Steuermann ist dabei, das Schiff in Strehla anzulegen.

Auf dem Friedhof von Lorenzkirch stand der Grabstein eines Kapitäns und Reeders aus dem 18. Jahrhundert, auf dem der Steinmetz dessen voll aufgetakelten Segelschiffe dargestellt hatte. Diesem Kapitän und Reeder war – für alle sichtbar – gelungen, wonach sich die Schulkinder von Lorenzkirch sehnten. Sie wollten Steuermann werden, aus der Enge des Dorfes ausbrechen, die Elbe befahren, zu Wohlstand kommen und als Kapitän oder Reeder nach Lorenzkirch zurückkehren. Der tägliche Blick auf die Segelschiffe, die auf der Elbe entlangglitten, bestärkte in ihnen dieses Lebensziel.

Nach der Schule arbeiteten sie zwei bis drei Jahre beim Bauern, um sich rauszufüttern, dann fuhren sie den Sommer über als Bootsmann nach Hamburg, Lübeck oder Stettin und besuchten im Winter die Seefahrtschule in Riesa. Nach dem Erwerb des Elbschifferpatentes heirateten sie gewöhnlich eine der Mägde, die sie bei der Arbeit auf dem Bauernhof kennengelernt hatten. Besonders begehrt waren die Mägde aus dem brandenburgischen Dorf Kosilenzien, die als tüchtig und fleißig galten.

Nach der Hochzeit nahm der Steuermann seine Frau auf dem Elbkahn zur Hochzeitsreise nach Hamburg mit. In späteren Jahren wartete die Frau regelmäßig am Lorenzkircher Ufer auf den von ihrem Mann gesteuerten Schleppdampfer und fuhr bis nach Riesa mit, um die offenen Fragen zu besprechen. Sobald der Steuermann wegen Niedrigwasser, Eisgang oder Eisstoß Urlaub erhielt, kehrte er zu seiner Familie zurück und konnte an seinem Haus Reparaturen durchführen.

April 1945 in Lorenzkirch[Bearbeiten]

Die zerstörte Pontonbrücke mit Lorenzkirch im Hintergrund des Bildes.

200 bis 400 Flüchtlinge und Einheimische[29] sind in und bei Lorenzkirch vor allem am 22. und 23. April 1945 im Dorf, auf den Elbwiesen, in der Elbe, auf Lorenzkircher Feldern und Straßen und bei der Sandgrube im Wald ums Leben gekommen, als sie versucht hatten, sich vor der herannahenden Front über die Elbe in Sicherheit zu bringen. Am Abend des 22. April 1945 gerieten sie jedoch genau zwischen die Fronten und starben unter Granat- und Gewehrfeuer. Viele der Opfer konnten nicht identifiziert werden und mussten namenlos begraben werden.

Zwischen Lorenzkirch und Strehla gab es eine Pontonbrücke, die besonders in den Tagen vor dem 23. April 1945 von vielen Flüchtlingen zum Überqueren der Elbe genutzt wurde. Diese Brücke wurde von deutschen Truppen gesprengt, obwohl noch Menschen versuchten, auf der Brücke das westliche Ufer zu erreichen. Dabei gab es viele Tote.

Durch die Sprengung wollte die deutsche Armee verhindern, dass die herankommende Rote Armee die Brücke für ihren schnellen Vormarsch nutzen konnte. Dadurch waren aber viele Flüchtlinge auf den Elbwiesen am östlichen Ufer bei Lorenzkirch eingekesselt, und die Rote Armee hatte mit Artillerie auf das Ufer und die Reste der Brücke gefeuert.[30]

Die Toten auf den Elbwiesen wurden später von der Roten Armee mit weißen Tüchern abgedeckt und zusammen mit toten Pferden von den Lorenzkircher Einwohnern in Splittergräben auf den Elbwiesen begraben. Auch in dem Ort Lorenzkirch und in der Umgebung verloren Zivilisten im April 1945 ihr Leben; sie wurden meistens an den Fundorten begraben.

Der 25. April 1945 in Lorenzkirch
Ein Teil des Leichenfeldes bei Lorenzkirch am 25. April 1945
Albert Kotzebue besteigt mit amerikanischen Soldaten in Strehla das Boot nach Lorenzkirch
Albert Kotzebue mit amerikanischen Soldaten

Der Elbe Day am 25. April 1945 in Lorenzkirch[Bearbeiten]

Der Elbe Day am 25. April ist ein Gedenktag des Zweiten Weltkriegs. Die erste Begegnung US-amerikanischer und sowjetischer Truppen auf deutschem Boden fand am 25. April 1945 um 12.00-13.00 Uhr auf den Elbwiesen in Lorenzkirch statt.

Der First Lieutenant eines US-Infanterie-Bataillons Albert Kotzebue überquerte von Strehla aus mit drei Männern[31] seines fünfköpfigen Aufklärungstrupps, unter ihnen der Soldat Joseph Polowsky (Joe Polowsky), im Boot[32] die Elbe. Diese amerikanische Kotzebue-Patrouille vom 273rd Infantry Regiment[33], 69th Infantry Division, V. Korps, 1. Armee, begegnete dort inmitten hunderter Leichen deutscher Zivilisten dem russischen Oberstleutnant Alexander Gordejew, Kommandeur der Vorausabteilung des sowjetischen 175. Garde-Schützen-Regiments.

Da das Leichenfeld für heroische Fotoaufnahmen nicht passend erschien und für eine geschichtsträchtige Begegnung nicht geeignet war, brach der Kommissar Karpowitsch von der 58. Div. das Treffen ab und schickte die Amerikaner zurück auf das westliche Elbufer zur gegenüberliegenden Stadt Strehla. Um Schuldzuweisungen wegen der vielen getöteten Zivilisten zu entgehen, wurde das Treffen in Lorenzkirch nicht protokolliert und nicht veröffentlicht.[34]

Gedenkstätten in Lorenzkirch[Bearbeiten]

Gedenkstein vor dem Friedhof von Lorenzkirch.

Der Gedenkstein an der Alten Salzstraße am Rande des Friedhofs von Lorenzkirch mit der Inschrift April 1945 wurde vom Kulturverein Lorenzkirch e.V. gespendet, von dem Steinmetzmeister Rudolf aus Riesa beschriftet und anlässlich des 50. Jahrestages der schrecklichen kriegerischen Ereignisse in Lorenzkirch am 22. April 1995 in einer Gedenkfeier eingeweiht. Die Gedenkansprache hielt der Bürgermeister Hannes Berger aus Zeithain. Der Gedenkstein erinnert an die schrecklichen Ereignisse in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges in Lorenzkirch und an die erste Begegnung US-amerikanischer und sowjetischer Truppen auf deutschem Boden auf den Elbwiesen von Lorenzkirch.

Auf dem Friedhof lädt eine Bank unter einer alten Linde zum Verweilen ein. Daneben steht eine schlichte Sandsteinsäule an der Grabstelle von 51 Kriegsopfern.[35] Die Gemeinde Lorenzkirch stellte auf diesem Grab eine von dem Steinmetzmeister Rudolf aus Riesa beschriftete Stele auf, die am 17. November 1992 in einer Gedenkfeier eingeweiht wurde. Die Stele trägt an ihren Seiten die folgenden Inschriften:

  • Verweile und gedenke der Gefallenen und Vermissten der Orte Lorenzkirch, Zschepa und Cottewitz der Jahre 1939-1945
  • Den Toten verschiedener Völker im April 1945 in Lorenzkirch
  • Der Herr ist mein Hirte. Psalm 23,1.

Zukunftsperspektive[Bearbeiten]

Mitglied der Interessengemeinschaft "Sachsens Schönste Dörfer"[Bearbeiten]

Lorenzkirch wurde am 19. Oktober 2012 nach seiner Zertifizierung zu einem der schönsten Dörfer von Sachsen gekürt. Es gehört seitdem zu der Interessengemeinschaft Sachsens Schönste Dörfer[36].

Die Interessengemeinschaft Sachsens Schönste Dörfer ist eine eigenständige Untergliederung des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V. und ist aus dem gleichnamigen Arbeitskreis der Landtourismus-Initiative Sachsens Erlebnisdörfer hervorgegangen. Außergewöhnliche Dörfer in Sachsen sollen als individuelle Besonderheit, aber auch als Repräsentanten ihrer Kommune bzw. Region präsentiert und vermarktet werden. Für die Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft Sachsens Schönste Dörfer bringt Lorenzkirch folgende Vorzüge mit: Die Lage an der Elbe und die naturräumliche Einbindung von Lorenzkirch ist brillant, aus städtebaulicher Sicht besticht das Ensemble im weiteren Umkreis der Kirche, Lorenzkirch hat eine außergewöhnliche Historie von überregionalem Interesse, und das touristische Potenzial ist wegen des durch Lorenzkirch verlaufenden Elberadwegs sehr gut.

Die Interessengemeinschaft Sachsens Schönste Dörfer beurteilte Lorenzkirch am 23. März 2011 folgendermaßen:

Lorenzkirch ist an sich schon mit seiner Dorfstruktur als Zeilendorf an der Elbe eine (wenngleich regionaltypische) Besonderheit. Einzigartig sind die historischen Zeugnisse von der früheren Wallfahrtskirche über das Grabmal des nachweislich ersten „Kaffeesachsen“ bis zum Geburtshaus des Physik-Nobelpreisträgers Wolfgang Paul. Das Dorf ist buchstäblich ein Geheimtipp, der vielleicht manchen Durchreisenden auf dem Elbradweg bzw. Pilgerpfad gar nicht auffiele, wenn nicht erste Info-Kästen, Besichtigungs- und Übernachtungsangebote zum Stopp einladen würden. Alles in allem ein außergewöhnliches Dorf mit vielen Besonderheiten und mit touristischem Potenzial, mit engagierten Bewohnern und einer unterstützenden Gemeinde, aber auch noch viel Entwicklungsbedarf.[37]

Tag des offenen Denkmals 2014: Ein Jahr nach der Flut – Lorenzkirch ist wieder da[Bearbeiten]

Am 14. September findet der diesjährige Tag des Offenen Denkmals statt. Mit dabei ist wieder Lorenzkirch, nachdem noch im letzten Jahr die Juni-Flut enorme Schäden angerichtet hatte. Die Einwohner, vorneweg die Interessengemeinschaft "Sachsens Schönste Dörfer" in Lorenzkirch und die Gemeinde Zeithain, haben ein Jahr Schwerstarbeit hinter sich und präsentieren an diesem Tag mit einem abwechslungsreichen Programm stolz den Stand des Wiederaufbaus und die Entwicklung ihres Dorf.

Die Lorenzkircher haben ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt.

  • 14.00–16.00 Uhr: Der Klosterhof: Geschichte; Bauweise; bedeutende Persönlichkeiten seiner Geschichte.
  • 14.00–16.00 Uhr: Öffnung der Kirche (In Sanierung)
  • 16.00–18.00 Uhr: Hof Lange – Geschichte des Hofes; Sanierung nach Rückübertragung – 20 Jahre Hof Lange; 10 Jahre Radlerpension; Kaffee und Kuchen, dazu eine kleine Fotoausstellung.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten des Ortes[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weitere Literaturangaben befinden sich bei den Quellenangaben.

  • Georg Heinrich Sappuhn: Historische Nachricht von dem Lorentzkircher Kirchspiel in der Inspection Hayn Anno 1716. (PDF; 2,6 MB) Visitationsbericht des Pfarramtes. Lorenzkirch 1716 (Kopie im Grossenhainer Archiv der Superintendentur und deren Abschrift im Kirchenarchiv von Lorenzkirch).
  • Christian Gotthelf Heyme: Die Parochie Lorenzkirch. In: Die Inspectionen Großenhain, Radeberg und Bischofswerda als Achte Abtheilung von Sachsens Kirchen-Galerie. 7. Band. Hermann Schmidt Verlag, Dresden ca. 1842. Seite 181ff, Seite 199ff und Abbildung der Kirche.
  • Albert Reinhold: Der Jahrmarkt zu Lorenzkirchen. Volksgemälde.[41] Verlag von Gebrüder Thost, Zwickau 1854. Die Texte, die sich in diesem Roman auf den Lorenzmarkt beziehen, sind in folgender Broschüre zusammengefasst: Carl Grunewald (Hrsg.): Aus der Blütezeit des Lorenzmarktes. Nach dem Volksgemälde von Albert Reinhold neu herausgegeben. (PDF; 141 kB) Verlag Georg Luck, Strehla 1909.
  • Carl Paul: Die Parochie Lorenzkirch. in: D. Georg Buchwald: Neue Sächsische Kirchengalerie. Ephorie Oschatz. Spalte 425-438. Verlag Arwed Strauch, Leipzig 1901.
  • Cornelius Gurlitt: Lorenzkirch. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 27. Heft: Amtshauptmannschaft Oschatz (I. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1905, S. 170.
  • Lorenzkirch – sein Markt und sein Heimatmuseum. (Verfasserangabe: -z). In: Die schwarze Elster. Unsere Heimat in Wort und Bild. Kostenfreie Beigabe zum Liebenwerdaer Kreisblatt. Nr. 207 vom 9. Oktober 1913.
  • Otto Eduard Schmidt: Kursächsische Streifzüge. Dritter Band: Aus der alten Mark Meißen. Seite 152-176. Verlag der Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung, Dritte Auflage, Dresden 1924.
  • Otto Eduard Schmidt: Grabstein von Georg Heinrich Sappuhn. In: Archiv für sächsische Geschichte, 28. Bd.; 1907 (Seiten 135-137)
  • Carl Paul: Eine Wallfahrtskirche an der Elbe. In: Mülsener Kirchenblatt. Monatliche Nachrichten für die Kirchengemeinden des Mülsengrundes: Mülsen St. Jacob, Mülsen St. Niclas, Mülsen St. Micheln, Thurm, Schlunzig, Wernsdorf und Heinrichsort. 3. Jahrgang, Nr. 11 vom November 1927.
  • Karl Trebst: Vom Lorenzmarkt. In: Sächsischer Bauernkalender, 1932. Nr. 11 /1932, Seite 46-47.
  • Heinrich Gotthelf Ruppel (Hrsg. G. Luck): Aus Strehlas vergangenen Tagen: Ein Stück Heimatgeschichte. Band 2. Strehla 1938.
  • Heinz Schöne: Das Jahr 1945 in Lorenzkirch und Umgebung: Deutsche Zeitungen berichten. (pdf; 2,3 MB) Polypring Riesa GmbH., Riesa o. J.
  • Bruno Herrmann: Die Herrschaft des Hochstifts Naumburg an der mittleren Elbe. Reihe: Mitteldeutsche Forschungen Band 59. Böhlau Verlag, Köln 1970.
  • Heinz Schöne: Die Gemeinde Lorenzkirch. In: Rund um den Collm. Wochenblatt der Lokalredaktion Oschatz. Leipziger Verlags- u. Druckereigesellschaft, Leipzig 1992, 2, S. 6, 3, S.7, 4, S.4, 5, S.7, 6, S.3, 7, S. 6.
  • Heinz Schöne: Ein Dorf an der Elbe: Lorenzkirch. In: Der Heimatbote: Ausflüge in Kultur und Geschichte zwischen Elbe und Mulde. Bd. 3. Verlag Werbe- und Phila-Service Schmidt. Oschatz 1998. 2, Seite 28-29. ISSN 1431-6064.
  • Kirchenvorstand d. Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Lorenzkirch, Redaktion Hubert Kalix: Festschrift zur Wiedereinweihung der Jehmlich-Orgel. Lorenzkirch 1999.
  • Ingmar Balfanz: Die ur- und frühgeschichtliche Besiedlung des Kreises Riesa-Großenhain (Reg.-Bez. Dresden) Diss. Halle-Wittenberg vom 4. Juli 2003. Seite 405-408 u. a.
  • Gottfried Müller: Lorenzkirch als rechtselbischer Brückenkopf an der Hohen Straße. Topographische und kirchengeschichtliche Erwägungen. In: Mitteilungen ... des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V. : Naturschutz, Heimatgeschichte, Denkmalpflege und Volkskunde. Landesverein Sächsischer Heimatschutz, Dresden 2002, 1, Seite 19-33. ISSN 0941-1151
  • Ein Kind im Krieg – Lorenzkircher Erinnerungen. In: Der Heimatbote – Ausflüge in Kultur und Geschichte zwischen Elbe und Mulde. Heft 18. Verlags-, Werbe- und Phila-Service Robert Schmidt. Oschatz[42]
  • Claudia Trümmer: Früher Backsteinbau in Sachsen und Südbrandenburg (= Kultur- und Lebensformen in Mittelalter und Neuzeit; Bd. 4), scripvaz, Berlin 2011. Seite 327-330. ISBN 978-3-931278-57-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lorenzkirch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Elbe Day – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Archive[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Hagen Henke, Helmut Neumann: Die Jahrhundertflut in Riesa : Röderau-Süd, Boritz, Gohlis, Lorenzkirch, Kreinitz, Strehla. Elbsand-Verlag, Lorenzkirch 2002. Heinz Schöne: Die Flut in Lorenzkirch. Elbsand-Verlag, Lorenzkirch 2003. Jeanette Oleak: Sofortprogramm Hochwasserschutz: St. Laurentius in Lorenzkirch (Zeithain): Abschlussbericht. Projektbeginn 91.12.2002, Projektende 1. Juni 2004. Architekturbüro Oleak, Dresden 2004.
  2. Lorenzkirch am Elberadweg
  3. Quelle: Blaschke: "Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen", II. Teil, Leipzig 1957. Angaben von 1867, 1996 und 2009 wurden ergänzt.
  4. Quelle: Carl Paul: Die Parochie Lorenzkirch. in: D. Georg Buchwald: Neue Sächsische Kirchengalerie. Ephorie Oschatz. Spalte 425-438. Verlag Arwed Strauch, Leipzig 1901.
  5. Quelle: Heinz Schöne: Die Flut in Lorenzkirch. Elbsand-Verlag, Lorenzkirch 2003. Seite 6, 55-58, 83-84.
  6. Quelle: Heinrich Gotthelf Ruppel (Hrsg. G. Luck): Aus Strehlas vergangenen Tagen: Ein Stück Heimatgeschichte. Band 2, Strehla 1938, S. 264-266
  7. Johannes Herrmann: Lorenzkirch, Markt des Burgwards Strehla im Daleminzergau der Mark Meißen. In: Herbergen der Christenheit : Jahrbuch für deutsche Kirchengeschichte. Bd. 1993/94 (1994), S. 20. Evangelische Verlags-Anstalt Leipzig 1994. ISSN 0437-3014
  8. Beispiel: Wilhelm Ernst August von Schlieben: Karte der Elbe und der Hochwasserbereiche in Sachsen, 1:4 800, kolorierte Handzeichnung, 1820-1833 (Deutsche Fotothek, Aufnahme: dd_hstad-mf_0005320 mit diesem Permalink).
  9. BPM INGENIEURE: Elbe, rechts, Deich-Abschnitt 14-2 Zschepa Lorenzkirch. (PDF; 436 kB)
  10. Siehe Ergebnisse der landesweiten Priorisierung von Hochwasserschutzmaßnahmen vom 30. November 2005: HWSK-Maßnahmen-Liste, Lorenzkirch auf Seite 25 unten.
  11. Hochwasserschutzkonzept Nr. 1/Elbe: Gefahrenkarte der Gemeinde Zeithain (31. Dezember 2006). (PDF; 178 kB)
  12. Quelle: Heinz Schöne: Die Flut in Lorenzkirch. Elbsand-Verlag, Lorenzkirch 2003. Seite 11,15-16, 57-58.
  13. Deutsche Bundesstiftung Umweltschutz: Sofortprogramm Hochwasserschutz: St. Laurentius in Lorenzkirch (Zeithain), Wiederherstellung des Eingangsbereiches zum Pfarramt 2006.
  14. Aufnahme des Kirchenraumes nach der Flut im Jahr 2013.
  15. Polizeiverordnung über ein Betretungsverbot der vom Hochwasser betroffenen Gebiete im Landkreis Meißen(Stand: 7. Juni 2013). (PDF; 9 kB)
  16. Luftaufnahme vom 7. Juni 2013 gegen 5.00 Uhr.
  17. Pressemitteilung des Landkreises Meißen vom 7. Juni 2013.
  18. Video bei youtube vom 10. Juni 2013.
  19. Pressemitteilung des Landkreises Meißen vom 11. Juni 2013.
  20. Johannes Herrmann: Lorenzkirch, Markt des Burgwards Strehla im Daleminzergau der Mark Meißen. In: Herbergen der Christenheit : Jahrbuch für deutsche Kirchengeschichte. Bd. 1993/94 (1994), S. 17-27. Evangelische Verlags-Anstalt Leipzig 1994. ISSN 0437-3014
  21. a.a.O. Seite 26-27.
  22. Birgit Franke, Mittelalterliche Wallfahrt in Sachsen – Ein Arbeitsbericht. (PDF; 123 kB) Diese Kurzfassung wurde in der folgenden Veröffentlichung erweitert: Birgit Franke: Mittelalterliche Wallfahrt in Sachsen – Ein Arbeitsbericht. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege, Band 44, Dresden 2002, Seiten 299-398; dort: 367f.
  23. Thomas Riemer: Lorenzmarkt ist kein Jahrmarkt der Sensationen. Veröffentlicht in der Sächsischen Zeitung, Lokalausgabe Riesa, am 22. August 2011
  24. Das Paddel verschwand in den Wirren der letzten Kriegstage 1945.
  25. Quelle: Heinrich Gotthelf Ruppel (Hrsg. G. Luck): Aus Strehlas vergangenen Tagen: Ein Stück Heimatgeschichte. Band 2. Strehla 1938. Seite 253-255.
  26. Quellen Meißner Ratsarchiv Aa 152, Bl. 1b, 10a und Otto Eduard Schmidt: Kursächsische Streifzüge. Dritter Band: Aus der alten Mark Meißen, Dritte Auflage, Dresden 1924, Seite 155-157.
  27. Quelle: Historische Nachricht von dem Lorentzkircher Kirchspiel in der Inspection Hayn Anno 1716. (PDF; 2,6 MB), Seite 21b (Pfarrarchiv Lorenzkirch). Diese Textversion unterscheidet sich von dem Original, das Otto Eduard Schmidt kurz nach 1900 in Lorenzkirch vorfand. Das Original ging in Lorenzkirch verloren und wurde durch eine Abschrift der Zweitschrift in der Superintendentur Großenhain ersetzt.
  28. Quelle: Otto Eduard Schmidt: Kursächsische Streifzüge. Dritter Band: Aus der alten Mark Meißen, Dritte Auflage, Dresden 1924, Seite 165-167.
  29. Der Zeitzeuge Heinz Schöne schrieb am 14. August 1945: Man schätzt rund 200 Tote, die begraben wurden. Sicher gibt es noch unbekannte Begräbnisstätten. Wieviele in der Elbe ertranken, wird unbekannt bleiben. Quelle: H.Schoene-Das_Jahr_1945.pdf Das Jahr 1945 in Lorenzkirch und Umgebung. Deutsche Zeitzeugen berichten. Zusammengetragen von Heinz Schöne. Seite 50. (pdf; 2,3 MB)
  30. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Format„Bootsfahrt zum Leichenfeld“. Thomas Schade in Sächsische Zeitung vom 25. April 2010, abgerufen am 17. August 2010.
  31. Bild File:Kotzebue and 3 members patrol.jpg (Bildangabe antippen).
  32. Bild File:Kotzebue Boot.jpg (Bildangabe antippen).
  33. History of 273rd Infantry Regiment bei 69th-infantry-division.com (engl.)
  34. Quellen: April 1945 in Lorenzkirch – 1. Treffen zwischen Russen und Amerikanern. In: Der Heimatbote – Ausflüge in Kultur und Geschichte zwischen Elbe und Mulde. Heft 14. Verlags-, Werbe- und Phila-Service Robert Schmidt. Oschatz. – Uwe Niedersen (Hrsg.): Soldaten an der Elbe. US-Armee, Wehrmacht, Rote Armee und Zivilisten am Ende des Zweiten Weltkrieges. Sächsische Landeszentrale für politische Bildung. Dresden/Torgau 2008. Seiten 103, 170-173, 183-195. – Yanks treffen Rote – Begegnung an der Elbe, Militärverlag Berlin 1990, ISBN 3-327-00986-4. Berichte amerikanischer und sowjetischer Soldaten, die beim Treffen dabei waren. Das Jahr 1945 in Lorenzkirch und Umgebung. Deutsche Zeitzeugen berichten. Zusammengetragen von Heinz Schöne. (pdf; 2,3 MB)
  35. Zwei Quellen geben unterschiedliche Angaben: 1) Angabe von 14 Begrabenen: Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Dokumentationsstelle Dresden: "Friedhof Alte Salzstraße in Lorenzkirch"., 2) Liste mit der Aufzählung von 51 Begrabenen: H.Schoene-Das_Jahr_1945.pdf Das Jahr 1945 in Lorenzkirch und Umgebung. Deutsche Zeitzeugen berichten. Zusammengetragen von Heinz Schöne. Seite 46-52. (pdf; 2,3 MB)
  36. Informationen finden sich hier: Sachsens Schönste Dörfer (pdf; 128 kB) und Interessengemeinschaft Sachsens Schönste Dörfer
  37. 5. Arbeitskreistreffen am 23. März 2011 in Lorenzkirch – Auswertung. (PDF; 74 kB)
  38. Carl Paul
  39. Lebenslauf
  40. Gottfried Müller: Von Wolfgang Pauls Verbundenheit mit dem Dorf Lorenzkirch an der Elbe. In: Gottfried Müller (Hrsg.): Festschrift Wolfgang Paul. Markkleeberg 2008. Seite 24-30.
  41. Nutzungsbedingungen des digitalisierten Textes siehe beim Besitzer des digitalisierten Buches: Bayerische Staatsbibliothek.
  42. Quelle.