Los Angeles Police Department
Das Los Angeles Police Department (LAPD) ist die Polizeibehörde von Los Angeles in Kalifornien, der zweitgrößten Stadt der USA. Es ist das drittgrößte Police Department in den USA (nach dem New York City Police Department und dem Chicago Police Department).
Das Motto des LAPD lautet „to protect and to serve” (schützen und dienen), als zentrale Polizeibehörde der Stadt hat es den Auftrag, Recht und Gesetz in seinem Zuständigkeitsbereich durchzusetzen. Immer wieder wurden im Lauf ihrer Geschichte schwere Vorwürfe gegen das LAPD wegen Autoritätsmissbrauch, Korruption und Rassismus erhoben.
Die Behörde bildet den Hintergrund zahlreicher Kriminalfilme und Fernsehsendungen.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die erste Polizeieinheit der Stadt, die freiwilligen Los Angeles Rangers, wurde im Jahr 1853 gegründet. Im Jahr 1869 entstand die professionelle Polizeieinheit, die ursprünglich aus sechs Polizeivollzugsbeamten unter der Leitung von William C. Warren bestand. Im Jahr 1900 betrug die Personalstärke bereits 70 Polizeivollzugsbeamten.
In der Geschichte zeichnet sich das LAPD immer wieder dadurch aus, neue Wege zu beschreiten. Zum Beispiel stellte das LAPD die erste Frau im US-Polizeidienst ein. Ebenso hatte das LAPD die erste Polizeidiensthundestaffel (K9) in den USA und unterhielt die erste polizeiliche Spezialeinheit (SWAT) der Welt.
Ehrung [Bearbeiten]
Am 10. März 2006 erhielt das LAPD einen eigenen Stern am städtischen Walk of Fame. Besonders sieben Polizeivollzugsbeamten, die im Dienst ums Leben kamen, wurden für ihren Dienst namentlich auf dem Stern verewigt:
| Name | Datum | gestorben |
|---|---|---|
| Clyde Pritchett | 17.02.1936 | bei einem Schusswechsel |
| Clay N. Hunt | 22.02.1955 | bei einem Autounfall |
| Ian J. Campbell | 09.03.1963 | durch eine Hinrichtung nach einer Entführung |
| Robert J. Cote | 31.07.1969 | bei einem Schusswechsel |
| Joe Rios | 20.01.1993 | infolge eines Fahrradunfalls |
| Charles Dean Heim | 22.10.1994 | bei einem Schusswechsel |
| Russell Lee Kuster | 09.10.1990 | bei einem Schusswechsel in einem Restaurant |
Bisher kamen 201 Beamte (198 Männer, 3 Frauen) des LAPD im Dienst ums Leben, davon 103 durch Schusswaffen.
Kritik [Bearbeiten]
Bis in die Gegenwart gibt es regelmäßig Rassismusvorwürfe gegen das LAPD. Herausragende Ereignisse der jüngeren Geschichte sind zum Beispiel die unverhältnismäßige Polizeigewalt durch vier Polizeivollzugsbeamte gegenüber Rodney King. Gefolgt von einem Freispruch führte dies zu schweren Unruhen in Los Angeles 1992, in deren Verlauf mehr als 50 Menschen starben. Auch der Prozess gegen O. J. Simpson 1994 führte erneut zu Vorwürfen, da Mark Fuhrman, einer der damals ermittelnden Beamten, mehrmals rassistisch ausfällig wurde (er bezeichnete Dunkelhäutige als „Nigger“) und von Einsätzen berichtete, bei denen Menschen mit dunkler Hautfarbe gezielt misshandelt worden waren. Neben Rassismen wird auch die an vielen Stellen der Behörde vorherrschende Korruption und Autoritätsmissbrauch kritisiert.[1]
Organisation [Bearbeiten]
Die Behörde beschäftigt ca. 9.000 Polizeivollzugsbeamte und ca. 3.000 zivile Angestellte. Es gibt 19 Polizeiwachen, die ein Gebiet von 1.209 km² mit ca. 4 Mio. Einwohnern betreuen. Diese 19 Abteilungen sind:
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Seit dem 17. Nov. 2009 leitet Charles L. Beck die Behörde. Er ist Nachfolger von William J. Bratton, der das Amt des Chief of Police (COP) von 2002 bis 2009 ausübte.
Dienstgrade [Bearbeiten]
Es gibt folgende Dienstgrade beim LAPD:
| Dienstgrad | Abzeichen |
|---|---|
| Chief of Police | |
| Assistant Chief | |
| Deputy Chief | |
| Commander | |
| Captain | |
| Lieutenant | |
| Sergeant II | |
| Sergeant I | |
| Detective III | |
| Detective II | |
| Detective I | |
| Police Officer III+1 | |
| Police Officer III | |
| Police Officer II | Kein Abzeichen |
| Police Officer I | Kein Abzeichen |
Sonderabteilungen [Bearbeiten]
- K - 9: Hundestaffel
- Explorer: Bombenräumkommando
- Homicide: Mordabteilung
- S.W.A.T. - Special Weapon and Tactics: Sondereinsatzkommando
- Volunteer: Freiwillige Polizei (Reserve)
Ausrüstung [Bearbeiten]
Beamte des LAPD verwenden verschiedene Handfeuerwaffen in den Kalibern 9 x 19 mm, .40 S&W und .45 ACP. Diese werden vor allem von den Firmen Beretta, Glock und Smith & Wesson hergestellt.
Liste:
Beretta:
92F, 92FS, 92FS-Stainless Steel, 8045 (4” barrel)
Smith & Wesson:
459, 5904, 5903, 659, 5906, 645 u. a.
9 x 19mm: Modell 34, Modell 17, Modell 19
.40 S&W: Modell 35, Modell 22, Modell 23
.45 ACP: Modell 21, 21SF
Als Streifenfahrzeuge werden vor allem der Ford Crown Victoria Police Interceptor und der Chevrolet Impala verwendet.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Weiterführende Informationen [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website des LAPD (englisch)