Lospalos

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Lospalos. Für den Subdistrikt siehe Lospalos (Subdistrikt).
Lospalos
Lospalos (Osttimor)
Lospalos
Lospalos
Koordinaten 8° 31′ S, 127° 2′ O-8.5186111111111127.025Koordinaten: 8° 31′ S, 127° 2′ O
Lospalos Subdistrikt.png
Basisdaten
Staat Osttimor

Distrikt

Lautém
Subdistrikt Lospalos
Suco Fuiloro
Einwohner 12.743 (2010)
Ein Lee-teinu, ein traditionelles heiliges Haus
Ein Lee-teinu, ein traditionelles heiliges Haus

Lospalos ist die Hauptstadt des Subdistrikts Lospalos und seit 1946[1] die Hauptstadt des osttimoresischen Distrikts Lautém. Manchmal wird der Ortsname fälschlicherweise Los Palos geschrieben, was eine spanische Herkunft suggeriert. In Wirklichkeit leitet sich der Name aber von den Fataluku-Worten Lo (Fleckenmusang) und Pala (Garten) ab, was soviel bedeutet, „wo die Fleckenmusangs Zuflucht in den Bäumen suchen“. Eine andere Quelle nennt für den Ursprung das Fataluku-Wort Lohoasupala. Loho bezeichnet den Hof eines Bauerngehöfts. Eine Verbindung zwischen dem Ort und der spanischen Sprache gibt es nicht.

Geographie und Einwohner[Bearbeiten]

Hauptstraße von Lospalos (2002)
Klimadiagramm von Lospalos[2]

Die Stadt Lospalos liegt etwa 150 km in Luftlinie östlich von der Dili. Sie gehört zum Suco Fuiloro, dessen Verwaltungszentrum die gleichnamige Siedlung sieben Kilometer nördlich von Lospalos liegt. Eine große Anzahl von weiteren Siedlungen liegen dazwischen und in der direkter Nachbarschaft, so dass das Siedlungszentrum Lospalos 12.743 Einwohner (2010)[3] hat und damit die viertgrößte Stadt in Osttimor ist. Auf der Straße nach Lautém und weiter auf der Küstenstraße sind es 248 km bis Dili. Die im Landesinneren gelegene Stadt ist die östlichste Endstation für die Überlandbusse (Biskota) von Dili und anderen Teilen des Landes. Vom etwas außerhalb liegenden Busbahnhof aus kann man mit Kleinbussen (Mikrolét) zu Zielen in der Region reisen.

Einrichtungen[Bearbeiten]

Der am Busbahnhof gelegene etwas größere Markt hat regionale Bedeutung. Das alte Marktgebäude brannte bei den Unruhen 1999 komplett aus. Seit Ende 2012 wird hier ein Kunst- und Kulturzentrum gebaut, dass die Vielfalt des Distrikts Lautéms zeigen soll. Die Stadt ist sehr weitläufig angelegt, höhere Gebäude sucht man vergeblich. Auch touristische Höhepunkte bietet der Ort wenig. Auffällig sind ein heiliges Haus (Lee-teinu, deutsch Haus auf Beinen) und São Paulo, die katholische Kirche des Ortes mit den für die Region traditionell typischen Steildächern aus Stroh. 1987 wurde die Kirche erweitert. Auch die kleine protestantische Minderheit hat in Lospalos eine kleine Kirche. Die Moschee Masjid Al Taowa Lospalos verfällt langsam zu einer Ruine. Der lokale Radiosender ist Rádio Communidade de Lospalos RCL.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 3. Februar 1976 nahmen indonesische Truppen Lospalos ein.[4]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lospalos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Lospalos – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernest Chamberlain: The Memorialat the Bebui River, S. 18, abgerufen am 24. Februar 2013
  2. Seeds of Life
  3. Direcção Nacional de Estatística: Preliminary Result of Census 2010 English (PDF; 3,2 MB)
  4. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  5. Webseite des Außenministeriums Osttimors