Lothar Ibrügger

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Lothar Ibrügger (* 24. Dezember 1944 in Bad Elster) ist ein deutscher Politiker (SPD).

Er war von 1998 bis 2000 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1966 am Ratsgymnasium in Minden leistete Ibrügger zunächst den Wehrdienst ab und begann 1967 ein Studium der Architektur und der Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Berlin, welches er 1971 als Diplom-Ingenieur beendete. Ibrügger ist seitdem als selbständiger Stadt- und Regionalplaner tätig.

Lothar Ibrügger ist verheiratet. Er hat drei Kinder.

Partei[Bearbeiten]

Seit 1969 ist Ibrügger Mitglied der SPD.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Ibrügger wurde im Dezember 1975 als Direktkandidat der SPD im Wahlkreis Minden-Lübbecke nominiert. Im Oktober 1976 gewann Ibrügger das Direktmandat mit 49,7 % und war von 1976 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1994 bis 1998 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr.

Lothar Ibrügger ist bis 1994 stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Minden-Lübbecke, 1998 des Wahlkreises Wahlkreises Minden-Lübbecke II und seit 2002 des Wahlkreises Minden-Lübbecke I in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 47,5 % der Erststimmen. Im Jahr 2007 kündigte er an, bei der Bundestagswahl 2009 nicht noch einmal kandidieren zu wollen.

Von Februar 1978 bis Juli 1979 gehörte Ibrügger auch dem Europäischen Parlament an.

Von 1981 bis 1998 war bzw. seit 2000 ist er erneut Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO. Hier war er von 1989 bis 1993 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie und von 1993 bis 1997 Vorsitzender des Unterausschusses für Abrüstung militärischer Technologien. Von 2000 bis 2001 und erneut von 2005 bis 2008 war Ibrügger stellvertretender Vorsitzender, von November 2008 bis November 2009 war er Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Technologie. Von 2002 bis 2008 war er Schatzmeister der Parlamentarischen Versammlung der NATO.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Am 27. Oktober 1998 wurde Ibrügger als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung berufen. Am 20. März 2000 schied er aus dem Amt.

Kabinett[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Jahr 1986 erhielt Ibrügger das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Weblinks[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

„Mehrjähriges Forschungs- und Entwicklungsprogramm der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft auf dem Gebiet der Rückgewinnung von Industrie- und Hausmüll“; (1979 – 1989), Europäisches Parlament DOK 494/78

„Herausforderung für die Technologiepolitik“; STC/ AT (84), North Atlantic Assembly, November 1984

„Technologie-Transfer zwischen Ost und West“; AC 187, STC/ AT (85), North Atlantic Assembly, Oktober 1985

„Technologiepolitische Auswirkungen der SDI-Forschung auf das Verhältnis zwischen den USA und Westeuropa“; Institut für Global Conflicts and Cooperation University of California, Mai 1986

„The Tschernobyl Accident and Nuclear Waste“; STC (86), North Atlantic Assembly, November 1986

„Technologische Fragen der strategischen Verteidigung“; STC (86) 8, North Atlantic Assembly, November 1986

„Der Stand der Allianz 1986 – 1987“; „Strategic Defense: Technology Issues“, North Atlantic Assembly Reports Westview Press Inc. Boulder (USA) and London 1987

„Sowjetische Wissenschaft und nukleare Sicherheit“; AC 80 STC (87) 2, North Atlantic Assembly, Mai 1987

„Sowjetische Wissenschaft und nukleare Sicherheit“; AE 210 STC (87) 8, North Atlantic Assembly, September 1987

„Fortschrittliche Technologie und Technologie-Transfer“; North Atlantic Assembly, Juni 1988

„Wissenschaftliche und Technische Zusammenarbeit zwischen Ost und West in der Raumfahrt und für erneuerbare Energiequellen“; STC, North Atlantic Assembly, Oktober 1989

„Technologien zur Überprüfung der Rüstungskontrollvereinbarungen“; STC, North Atlantic Assembly, Oktober 1989

„Europäischer Luftverkehr im Stau“; AH 281 STC (90) 10, North Atlantic Assembly, 1990

„Informationskriegsführung und der Jahrtausendwechsel“; AP 237 STC (97) 7, North Atlantic Assembly, Oktober 1997

„Revolutionäre Veränderungen in militärischen Belangen“; AR 299 STC (98) 6, North Atlantic Assembly, 1998

„Von Kyoto nach Buenos Aires: Die Vereinbarung über Treibhaus-emissionen“; AR 300 STC (98) 7, North Atlantic Assembly, 1998

„Die südasiatische Kernwaffenkrise und die Zukunft der Politik zur Nichtweiterverbreitung“; AR 301 STC (98) 8, North Atlantic Assembly, 1998

„Abgereicherte Uranmunition in Südosteuropa: Verwendung und Konsequenzen“; AU 118 STC (01) 3, North Atlantic Assembly, April 2001

„Neuartige Technologien und deren Rückwirkungen auf Rüstungs- kontrolle und Nichtweiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen“; AU 223 STC (01) 9, North Atlantic Assembly, August 2001

„Technologie und Terrorismus – Eine Bewertung nach dem 11. September“; AU 118 STC/MT (02) 3, North Atlantic Assembly, Oktober 2002

„Raketenabwehr und weltraumgestützte Waffen“; 169 STCMT 04 E, North Atlantic Assembly, Oktober 2004

„Nanotechnologie und Sicherheitspolitik“; 179 STCMT 05 E, North Atlantic Assembly, September 2005

„Der Ausschuss für Wissenschaft und Technik“; Buch “NATO Parliamentary Assembly 1955 - 2005”, Oktober 2005