Lothar Lang

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Lothar Lang (* 20. März 1928 in Werdau; † 20. Juli 2013 in Grünheide) war ein deutscher Kunsthistoriker.[1]

Leben[Bearbeiten]

Lothar Lang wurde 1928 in Werdau geboren und war nach 1945 eine Zeit als Lehrer in Altenburg tätig. Danach studierte er Kunstgeschichte, Geschichte und Pädagogik. Anschließend arbeitete er als Dozent an der Pädagogischen Hochschule Potsdam und im Kunstkabinett am Institut für Lehrerweiterbildung in Berlin-Weißensee und Pankow. Dort brachte es bis zum Studienrat. Ab 1957 bis 1991 schrieb er Kunstkritiken für die Zeitschrift „Weltbühne“ und war von 1964 bis 1998 Herausgeber und Redakteur der „Marginalen“, eine Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie.

Von großer Bedeutung war sein Wirken bei der Herausgabe von 20 Drucken der „Kabinett-Presse“ von 1965 bis 1973 und ab 1978 bei der Herausgabe der Mappen-Werke des Reklamverlages gemeinsam mit Hans Marquardt.

Ab 1970 bis 1990 war er Direktor im Museum Schloss Burgk, wo er maßgeblich am Aufbau der Exlibris-Sammlung mitwirkte. Auf der documenta 6 in Kassel 1977 war er Verantwortlicher für die Beiträge der Künstler der DDR. Weiterhin war er Gründungsmitglied und von 1956 bis 1981 Vorsitzender der Pirckheimer-Gesellschaft. Sein Buch „Malerei und Grafik in der DDR“ hatte im Kunstraum der DDR sowie auch international große Bedeutung.

Inzwischen wurde eine intensive Tätigkeit Langs für das Ministerium für Staatssicherheit nachgewiesen.[2]

2013 verstarb Lothar Lang in Grünheide bei Berlin.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nachruf auf Lothar Lang in: Börsenblatt
  2. Hannelore Offner/Klaus Schroeder (hrsg.): Eingegrenzt-Ausgegrenzt. Bildende Kunst und Parteiherrschaft in der DDR 1961-1989,Berlin 2000, S. 229.