Lothar Rübelt

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Lothar Rübelt (* 8. April 1901 in Wien; † 4. August 1990 in Klagenfurt) war ein österreichischer Sport- und Pressefotograf. Außerdem arbeitete Rübelt wiederholt als Standfotograf. So u.a. beim bekannten Skifilm "Der weiße Rausch" (1930) und beim ersten Tiroler Nachkriegsfilm "Wintermelodie" (1946).

Der erfolgreiche Sportler, 1920 als Kurzstreckenläufer Mitglied des österreichischen Olympiateams, wandte sich so wie sein Bruder Ekkehard dem Photojournalismus zu. Die beiden produzierten 1926 (Reise- und Drehzeit 18. Juli 1926 bis 10. September 1926) einen erfolgreichen Dolomitenfilm "Mit dem Motorrad über die Wolken", Uraufführung am 31. Jänner 1927 im Wiener Flottenkino. Aber Ekkehard starb 1926 bei einem Unfall und Rübelt gab das Filmen auf. 1936 fotografierte der NS-Sympathisant für die Berliner Illustrierte die Olympischen Spiele. 1938–39 dokumentierte er den Anschluss, die Sudetenkrise und den Polenfeldzug. 1945 wandte er sich wieder der Sportberichterstattung zu. Rübelt erhielt den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst, Sparte Angewandte Kunst, für 1985.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Jagschitz, Lothar Rübelt: Österreich zwischen den Kriegen. Zeitdokumente eines Photopioniers der 20er und 30er Jahre (1979).
  • Hans-Michael Koetzle: Rübelt, Lothar. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 22, Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 204 f. (Digitalisat).
  • Lothar Rübelt: Das Geheimnis des Moments. 36 ausgewählte Photographien und ein Text von Lothar Rübelt ; ein Buch in einer Serie über Menschen und Jahre. M. Verl.- u. VeranstaltungsgmbH, Wien 1985.[1]
  • Hans Safrian, Hans Witek: Und keiner war dabei. Dokumente des alltäglichen Antisemitismus in Wien 1938. 2008

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Permanentlink ÖNB