Lothar Zechlin

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Lothar Zechlin (* 4. Mai 1944 in Plön) ist ein deutscher Staatsrechtler.

Leben[Bearbeiten]

Nach seinem Abitur 1963 in Wiesbaden absolvierte Zechlin ein Jurastudium in Marburg, München und Bonn, das er 1967 mit dem Ersten Staatsexamen abschloss. Nachdem er 1968 ein Postgraduiertenstudium an der Universität Nancy mit dem Diplôme d’Etudes Supérieures abgeschlossen hatte, bestand er 1971 in Hamburg sein zweites juristisches Staatsexamen und promovierte im selben Jahr zum Dr. jur. an der Universität Bonn. Lothar Zechlin ist ein Neffe des Historikers Egmont Zechlin und Urenkel des altmärkischen Heimatforschers Theodor Zechlin.

Anschließend war er ab 1971 als Lehrbeauftragter und Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bremen und der Universität Hamburg beschäftigt. Von 1980 bis 2003 war er als Professor für Öffentliches Recht an der Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) tätig. In den Jahren 1992 bis 1999 fungierte er als Präsident der HWP sowie ab 1997 als Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz Hamburg. Am 17. Dezember 1998 wurde Zechlin zum Rektor der Universität Graz gewählt und leitete diese von 1999 bis 2003. Zugleich war er Vizepräsident der Österreichischen Rektorenkonferenz mit dem Ressortbereich "Planung und Organisation". Im Jahr 2003 wurde er zum Gründungsrektor der Universität Duisburg-Essen ernannt. Bis April 2008 managte er die Fusion der beiden Gesamthochschulen Duisburg und Essen zu einer Universität. Anschließend war er als ordentlicher Professor am Fachbereich Politikwissenschaften in Duisburg sowie als Leiter des Zentrums für Hochschul- und Qualitätsentwicklung (ZfH) der Universität Duisburg-Essen tätig, bis er 2012 in den Ruhestand trat.

Zechlin übt weiterhin eine Reihe von Funktionen im Hochschulbereich aus, u.a. ist er seit 2004 im Rahmen der European University Association (EUA) regelmäßig als Peer für das Institutional Evaluation Program tätig, dessen Steering Committee er seit 2009 leitet.

Weblinks[Bearbeiten]