Lotus (Spieleserie)

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Lotus Challenge
Entwickler Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Magnetic Fields
Publisher Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Gremlin Graphics
Erster Titel Lotus Esprit Turbo Challenge (1990)
Letzter Titel Lotus III: The Ultimate Challenge (1992)
Plattform(en) Amiga, Amstrad CPC, Atari ST, C64, ZX Spectrum, Acorn Archimedes, Mega Drive, Amiga CD32, MS-DOS
Genre(s) Rennspiel

Lotus Esprit Turbo Challenge, Lotus Turbo Challenge 2 und Lotus III: The Ultimate Challenge sind bekannte „Pseudo-3D“-Rennspiele der frühen 1990er-Jahre und waren besonders auf den Homecomputern Amiga und Atari ST beliebt und damals richtungweisend für das Genre. Es folgten Umsetzungen für diverse andere Systeme. Entwickelt wurden die Lotus-Spiele von Magnetic Fields, der Vertrieb erfolgte durch Gremlin Graphics.

Das namensgebende Hauptfahrzeug ist ein Lotus Esprit. Per Split Screen können auch zwei Spieler gegeneinander Rennen fahren, dabei wird der Bildschirm in eine obere und untere Hälfte geteilt. Ebenso war es möglich, zwei Amiga- oder zwei Atari-Computer mit Hilfe eines Nullmodem-Kabels zu verbinden. Dadurch konnten vier Spieler gleichzeitig an einem Rennen teilnehmen. Das Spiel begründete durch diese Fähigkeit die erste weiter verbreitete Vorläuferform heutiger LAN-Partys[1]. Die Spielgrafik ist vergleichbar mit OutRun von Sega.

Lotus III verfügte über die damals neuartige Möglichkeit, etwa fünf Trillionen Strecken mittels des Kursdesigners Racing Environment Construction System (RECS) zu generieren, der verschiedene festgelegte Parameter (Häufigkeit von Kurven, Streckenbeschaffenheit, Wetter etc.) zu einem elfstelligen Code kombiniert und so später wieder verfügbar macht.[2][3] Interessanterweise griff Magnetic Fields für das 1997 erschienene International Rally Championship die Idee eines Strecken-Generators wieder auf.

Spiele der Serie[Bearbeiten]

Im Jahr 1994 brachte Gremlin Graphics eine Compilation der drei Spiele unter dem Namen Lotus Trilogy heraus.[7]

Bewertungen der Spiele-Fachpresse[Bearbeiten]

  • Lotus 1: 86 % Amiga Joker (11/90) / 71 % Powerplay (1/91) / 87 % CU Amiga (11/90)
  • Lotus 2: 88 % Amiga Joker (12/91) / 82 % Powerplay (1/92) / 93 % CU Amiga (10/91)
  • Lotus 3: 85 % Amiga Joker (11/92) / 85 % Powerplay (11/92) / 86 % CU Amiga (10/92)

Trivia[Bearbeiten]

  • Der Soundtrack von Lotus III war besonders beliebt und wurde für viele moderne Remixe verwendet.
  • Im Intro zu Lotus 2 wird ein Sample "You will not copy this game" abgespielt (siehe auch: Unterschwellige Botschaften).
  • Für den PC wurde nur Lotus III umgesetzt. Um das Spiel unter Windows ausführen zu können, wird allerdings ein DOS-Emulator, wie beispielsweise die kostenlose DOSBox, benötigt.

Ableger[Bearbeiten]

Das für PlayStation 2 und Xbox erschienene Lotus Challenge hat mit der klassischen Trilogie nichts mehr gemeinsam und ähnelt modernen Spielen wie Need for Speed.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christian Wirsig: Das große Lexikon der Computerspiele, Schwartzkopf & Schwartzkopf, Berlin 2003, ISBN 3-89602-525-2
  2. Amiga Joker 10/1992, Seite 12f. Abgerufen am 28. Dezember 2010.
  3. ASM 11/1992. Abgerufen am 28. Dezember 2010.
  4. Lotus Esprit Turbo Challenge auf www.thelegacy.de. Abgerufen am 7. Januar 2011.
  5. Lotus Turbo Challenge 2 auf www.thelegacy.de. Abgerufen am 7. Januar 2011.
  6. Lotus III: The Ultimate Challenge auf www.thelegacy.de. Abgerufen am 7. Januar 2011.
  7. Lotus Challenge Series auf www.mobygames.com. Abgerufen am 7. Januar 2011.