Lotus 43

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Der B.R.M.-H-16-Motor des Lotus 43

Der Lotus 43 war ein Formel-1-Rennwagen, gebaut vom britischen Formel-1-Team Lotus.

Der Lotus 43 war eine Zwischenlösung. 1966 wurde in der Formel 1 die 3-Liter-Formel eingeführt und Lotus hatte kein passendes Auto mehr. Der 33 war selbst für die bis 1965 geltende 2-Liter-Formel veraltet, der 39 eine Fehlkonstruktion und der Deal mit Cosworth, der die Basis für den Lotus 49 war, erst im Entstehen.

Lotus hatte schon beim 33 teilweise Motoren von B.R.M. verwendet. Für den 43 sollten daher die H-16-Motoren, die B.R.M. für die eigenen Fahrzeuge entwickelt hatte, zum Einsatz kommen. Schon beim Abladen der ersten Motoren im Werk waren die Schwierigkeiten programmiert. Man brauchte vier Mann, um jeweils einen Motor vom Lastwagen zu bekommen. Der Motor war viel zu schwer und erreichte außerdem nie die von B.R.M. versprochene Leistung. Der Motor wurde als mittragendes Teil an einem Spant hinter dem Cockpit montiert und trug die Hinterradaufhängung. Das Monocoque war für einen Formel-1-Wagen extrem kurz, Colin Chapman orientierte sich dabei am Lotus 38, der in Indianapolis zum Einsatz kam.

Jim Clark, Peter Arundell und der von B.R.M. heimgekehrte Graham Hill kämpften das ganze Jahr mit dem Übergewicht des Wagens. Hill und Arundell fuhren daher den 33 bei den meisten Weltmeisterschaftsläufen, den Lotus auf das neue Reglement umgerüstet hatte. Bis zum Ende der Saison schien sich das Fahrzeug zu einem kompletten Flop zu entwickeln, da keine einzige Zielankunft gelang. Erst Jim Clark rettete das Team vor einem Totalausfall, als er völlig überraschend den Großen Preis der USA in Watkins Glen gewann. 1967 kam der Wagen dann noch in Südafrika zum Einsatz und wurde dann vom höchst erfolgreichen Model 49 abgelöst. Die beiden 43-Chassis wurden verkauft und kamen später noch einige Zeit in der Formel 5000 zum Einsatz.

Literatur[Bearbeiten]

  • David Hodges: Rennwagen von A–Z nach 1945. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3-613-01477-7.

Weblinks[Bearbeiten]