Lotus Omega

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Heck des Lotus Omega

Der Lotus Omega ist eine Sportlimousine des Fahrzeugherstellers Lotus, die auf Basis des Opel Omega A von Lotus entwickelt und in einer Kleinserie von 988 Exemplaren in Großbritannien montiert wurde. Die Karosserie wurde im Rüsselsheimer Stammwerk der Firma Opel gefertigt und nach Großbritannien transportiert. Der 3-Liter-Motor (C30SE) wurde ebenfalls von Opel mitgeliefert und bei Lotus bearbeitet. In Deutschland wurden 393 Fahrzeuge des Typs zugelassen.

Das Fahrzeug wurde im Jahr 1991 vorgestellt und galt nach dem Alpina B10 Biturbo (291 km/h) als schnellste Serienlimousine der Welt. Der Alpina B10 Biturbo übertraf den Lotus Omega jedoch nur in der Höchstgeschwindigkeit. Sowohl bei den Beschleunigungs- als auch bei den Elastizitätswerten war der Lotus Omega das schnellere Fahrzeug. In Deutschland wurde der Lotus Omega vom Opel-Händlernetz vertrieben. Sein Neupreis betrug 125.000 DM (heute etwa 99.000 EUR).

Technik[Bearbeiten]

Der Reihensechszylindermotor mit vier Ventilen pro Zylinder hat einen Hubraum von 3,6 Litern und erreicht durch die Aufladung mit zwei parallel geschalteten Turboladern eine Leistung von 277 kW (377 PS) (C36GET). Das maximale Drehmoment beträgt 557 Nm. Die Kraft wird über ein Getriebe von ZF übertragen, das auch in der Corvette C4 zum Einsatz kam. Der sechste Gang ist extrem lang übersetzt und somit als Spargang ausgelegt, was den Benzinverbrauch bei hohen Geschwindigkeiten durch die niedrigere Drehzahl senkt.

Der Lotus Omega beschleunigt von 0 bis 100 km/h in 5,4 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit ist 283 km/h. Gemessen wurde das Fahrzeug jedoch mit Fahrleistungen von bis zu 4,9 s auf 100 km/h und 17,3 s auf 200 km/h.

außer dem Motor wurde auch das Fahrwerk von Lotus überarbeitet. Die Bremsanlage stammt von AP. Die ursprünglich vom Opel Omega stammende Karosserie wurde den technischen Veränderungen entsprechend mit Kotflügelverbreiterungen, voluminösen Stoßstangen, Luftauslässen in der Motorhaube sowie einem großen Heckspoiler verändert. Sie sieht daher anders aus als beim Basismodell. Jedes der gebauten Fahrzeuge erhielt eine der bei 001 beginnenden Modellnummern.

In Großbritannien wurde der Lotus Omega als Lotus Carlton angeboten, da der Opel Omega dort als Vauxhall Carlton verkauft wurde.

Probleme[Bearbeiten]

Der Lotus Omega war nicht frei von technischen Mängeln, die das Fahrzeug sehr unzuverlässig machten.[1] Fahrzeugkäufer waren bei der Vorstellung und beim Erscheinen des Fahrzeugs zwar begeistert, wurden durch die häufigen Ausfälle und damit verbundenen Werkstattaufenthalte ihrer Omegas jedoch frustriert. Das Auto litt unter anderem an Problemen mit Elektrik und Elektronik, der Kupplung, dem Getriebe oder dem Motor.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schlechter Blitz – Ärger mit dem Lotus Omega

Weblinks[Bearbeiten]