Louis-Édouard Pie

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Kardinal Louis-Èdouard-François-Désiré Pie
Westfassade der Kathedrale von Poitiers

Louis-Édouard-François-Désiré Kardinal Pie (* 26. September 1815 in Pontgouin, Département Eure-et-Loir, Frankreich; † 18. Mai 1880 in Angoulême) war römisch-katholischer Bischof von Poitiers in Frankreich.

Leben[Bearbeiten]

Er besuchte das Priesterseminar der Diözese Chartres und war auf dem Priesterseminar St. Sulpice in Paris eingeschrieben. Am 25. Mai 1839 wurde er zum Diözesanpriester der Diözese Chartres geweiht. Danach war er als Vikar in der Kathedrale von Chartres tätig und wurde 1844 zum Generalvikar ernannt. Seine Wahl zum Bischof von Poitiers erfolgte am 29. Mai 1849, die am 28. September 1849 bestätigt wurde. Der Bischof von Chartres Claude-Hippolyte Clausel de Montals und die Mitkonsekratoren Bischof Pierre-Louis Parisis von Langres und Jean-Nicaise Gros von Versailles weihten ihn am 25. November 1849 zum Bischof. Bischof Pie war anfangs kein Befürworter des Dogmas zur Unfehlbarkeit des Papstes (vergleiche auch: Pastor Aeternus von 1870), seine Meinung änderte er nach der Teilnahme am Ersten Vatikanischen Konzil (1869-1870) und wurde ein starker Verfechter dieses Dogmas.

Am 12. Mai 1879, dem ersten Konsistorium des Jahres 1879, wurde er von Papst Leo XIII. (1878-1903) zum Kardinal erhoben, am 22. September 1879 erhielt er das rote Birett, gleichzeitig wurde ihm als Kardinalpriester die Kirche Santa Maria della Vittoria in Rom übertragen. Er starb am 17. Mai 1880 und wurde in der Kathedrale von Poitiers beigesetzt.

Konsekrationen und Ordensgründung[Bearbeiten]

Er weihte Joseph-Frédéric Saivet zum Bischof von Mende, Albert-Marie-Camille de Briev zum Bischof von Saint-Dié und Charles-Louis GayAnthedon zum Titularbischof von Rhosus (Koadjutorbischof von Meaux). Er war Mitkonsekrator bei Antoine-Charles Cousseau zum Bischof von Angoulême, Louis-Théophile Palluc du Parc zum Bischof von Blois und Alexandre-Léopold Sebaux zum Bischof von Angloulême.

Er gründete den ambrosianischen Orden der Oblaten des hl. Hilarius von Poitiers und holte die Jesuiten und Benediktiner in sein Bistum. Er ernannte neue Pfarrgemeinden und förderte die regionale Bistumssynode. Sein größtes Anliegen war, die Heiligenverehrung des Hilarius von Poitiers voranzubringen, deshalb errichtete er auch den nationalen Reliquienschrein zu Ehren des Hilarius.

Weblinks[Bearbeiten]