Louis-Joseph Lahure

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Louis-Joseph Lahure

Louis-Joseph Lahure (* 29. Dezember 1767 in Mons, Österreichische Niederlande; † 24. Oktober 1853 in Wavrechain-sous-Faulx) war ein französischer Divisionsgeneral der Infanterie belgischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

Lahure ist de Sohn von Nicolas Lahure und dessen Ehefrau Marie-Thérèse du Buisson. Nach seinem Schulbesuch in seiner Heimatstadt studierte Lahure an der Universität Löwen. Durch die Brabanter Revolution (→Französische Revolution) ließ er sich 1789 begeistern und trat in die Armee ein.

Lahure war maßgeblich an der Übergabe der Niederländischen Flotte 1795 beteiligt. Im darauffolgenden Jahr nahm er an Napoleons Italienfeldzug teil. Er führte ein eigenes Kommando unter General Jean-Baptiste Kléber und kämpfte bei der Valvasone (16. März 1797). Unter Befehl von General Jacques MacDonald konnte er sich an der Trebbia (17./19. Juni 1799) ebenfalls durch Tapferkeit auszeichnen.

Am 20. Dezember 1800 heiratete er Anne de Warenghien de Flory und hatte mit ihr drei Töchter und vier Söhne. Mit Wirkung vom 27. Dezember 1814 wurde Lahure französischer Staatsbürger.

Nach der Schlacht bei Waterloo (18. Juni 1815) legte Lahure alle seine Ämter nieder und zog sich auf sein Schloss in Wavrechain-sous-Faulx zurück. Dort starb er einige Wochen vor seinem 86. Geburtstag am 24. Oktober 1853.

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Charles Mullié: Biographie des célébrités militaires des armées de terre et de mer de 1789 à 1850. Poignavant, Paris 1851 (2 Bde.).
  • Adolphe Robert, Gaston Cougny: Dictionnaire des parlementaires francais, Bd. 3. Slatkine, Genf 2000, ISBN 2-05-101711-5.
  • Georges Six: Dictionnaire biographiques des généraux & amiraux francais de la Révolution et de l'Émpire. 1792–1814. Saffroy, Paris 1999, ISBN 2-901541-06-2 (Nachdr. d. Ausg. Paris 1934).
  • Jean Tulard: Dictionnaire Napoléon. Fayard, Paris 1995, ISBN 2-213-02286-0.