Louis-Michel Letort

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Général Louis Michel Letort

Général Louis-Michel Letort de Lorville (* 9. September 1773 in Saint-Germain-en-Laye; † 16. Juni 1815 in Charleroi) war französischer Offizier der französischen Revolutionsarmee und der Napoleonischen Armee, zuletzt im Generalsrang.

Militärdienst[Bearbeiten]

Gedächtnistafel an seinem Sterbehaus in Charleroi, 88 boulevard Joseph Tirou

Letort trat 1791 als Freiwilliger in die französische Revolutionsarmee ein und focht 1792 in der Schlacht von Jemappes und 1793 in der Schlacht von Neerwinden. Später diente er in der Napoleonischen Armee und nahm an deren Feldzügen teil. Im Italienfeldzug 1799 wurde er verwundet, ebenso in der Schlacht bei Jena und Auerstedt. In Spanien zeichnete er sich vor Burgos aus und wurde am 9. September 1810 von Napoleon zum "Baron de l'Empire" erhoben. Letort nahm 1812 am Russlandfeldzug teil und zeichnete sich erneut in der Schlacht bei Malojaroslawez aus. Am 30. Januar 1813 wurde er zum Brigadegeneral befördert.

In der Völkerschlacht bei Leipzig wurde er wieder verwundet, blieb aber im Dienst und nahm auch an der Schlacht bei Hanau teil. Während der Winterfeldzuges 1814 zeichnete er sich in der Schlacht bei Montmirail aus und wurde am nächsten Tage zu Divisionsgeneral befördert. Am 19. März 1814 gelang es ihm an der Seine einen Pontonzug der Böhmischen Armee zu erobern.

Während der Herrschaft der Hundert Tage kommandierte er die Dragoner der Kaiserlichen Garde . Am 15. Juni befahl ihm Napoleon mit den vier Schwadronen seiner persönlichen Leibgarde flüchtende Infanterie des ersten preußischen Korps des Generals Zieten zu verfolgen. Letort erledigte die Aufgabe erfolgreich und mit Bravour, wurde dabei aber tödlich verwundet und starb am nächsten Tag in Charleroi.

Ehrungen[Bearbeiten]

Sein Name ist am Triumphbogen in Paris in der 8. Spalte eingetragen.

Quellen[Bearbeiten]

  • Louis-Michel Letort de Lorville, in Charles Mullié, Biographie des célébrités militaires des armées de terre et de mer de 1789 à 1850, 1852
  • Vorstehende Literatur bei Wikisource