Louis Comfort Tiffany

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Louis Comfort Tiffany um 1908
L. C. Tiffany: Markttag vor den Mauern von Tanger, Ölgemälde, 1873
Tiffany-Fenster
Deckenleuchte im Tiffany-Stil

Louis Comfort Tiffany (* 18. Februar 1848 in New York; † 17. Januar 1933 ebenda) war ein US-amerikanischer Maler und Glaskünstler. Er gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Vertreter des Jugendstils.

Lehrjahre[Bearbeiten]

Mit 14 wurde er in die Eagleswood Militärakademie in Perth Amboy, N. J. eingeschrieben, wo er in den folgenden 3 Jahren die Grundlagen seiner künstlerischen Karriere erwarb, weil der Landschaftsmaler George Inness in Eagleswood von 1863-67 lebte. Dass er Malerei studieren wollte, manifestierte sich als er 1866 von einer Reise, die ihn über England, Irland, Frankreich, Italien und Sizilien geführt hatte 1867 in der National Academy of Design seine Bilder ausstellte. Auf seiner zweiten Europa-Reise 1868 besuchte er das Studio von Léon Adolphe Auguste Belly, der orientalische Landschaften malte. Tiffany reiste dann im Frühjahr 1870 mit Samuel Colman nach Ägypten und Nordafrika, wobei er Tunesien und Marokko besuchte. Nach seiner Rückkehr bekam er die künstlerische Anerkennung, indem er als Mitglied in die National Academy of Design aufgenommen wurde. [1]

Der Erfolg[Bearbeiten]

Besonders erfolgreich wurde Tiffany mit seinen Schmuckkreationen sowie der Herstellung irisierender Gläser. 1870 soll Tiffany in Ägypten durch Gläser aus den Gräbern der Pharaonen zu seinem berühmt gewordenen Lüster–Dekor inspiriert worden sein.

1879 gründete Tiffany in New York die „Tiffany Glass and Decorating Company“, ein Einrichtungshaus, für das er als Maler, Kunstgewerbler und Glaskünstler tätig war. Unter anderem renovierte Tiffany auch einige Räume des Weißen Hauses. Das Verfahren der „Tiffany Favrile Glasses“ wurde 1894 patentiert.

Mit ihren verspielten pflanzlichen Motiven zählen Tiffanys Glaskreationen zu den schönsten Jugendstilgläsern. Daneben stellte Tiffany auch Flachgläser (Mosaiken und Fenster) her, z. B. für die Tiffany-Kapelle in der Kathedrale von New York. Besonders geschätzt wurden auch Tiffany-Leuchten, deren Schirme größtenteils aus farbigen Glasstücken bestehen, die zuvor in Kupferfolie eingefasst und dann miteinander verlötet wurden. Diese Technik des Verbindens von Glasstücken (Tiffany-Glaskunst-Technik) machte Tiffany und seine Glaskreationen weltberühmt.

1902 ging auch Tiffany & Co., das New Yorker Juweliergeschäft seines Vaters Charles Lewis Tiffany, in seinen Besitz über.

Seine Tochter Dorothy Tiffany Burlingham übersiedelte zunächst nach Wien, um ihren Sohn bei Anna Freud therapieren zu lassen und ging anschließend mit der Familie Freud nach London, da sie eine besonders enge Freundschaft mit Anna Freud verband.

Kennzeichnung[Bearbeiten]

Als Kennzeichnung der Gläser dienen die Aufschriften „Louis C. Tiffany-Favrile“, „TGC“ (Tiffany Glass Company) oder „Louis C. Tiffany“ + Seriennummer. Die Buchstaben A–N vor der Seriennummer bedeuten, dass der Gegenstand in der Zeit von 1896 bis 1900, die Buchstaben P–Z, dass er zwischen 1901 und 1905 entstand. Stehen die Buchstaben A–M nach der Seriennummer, dann stammen die Gegenstände aus den Jahren 1906 bis 1912, bei den Buchstaben P–Z aus den Jahren 1913 bis 1920. Mit dem Buchstaben O gekennzeichnete Objekte sind Sonderanfertigungen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alice Cooney Frelinghuysen: Louis Comfort Tiffany at the Metropolitan Museum of Art ISBN 978-0-3000-8559-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Louis Comfort Tiffany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien