Louis Gurlitt

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Louis Gurlitt durch Monogrammist AF
Louis Gurlitt: Gebirgslandschaft der Gegend von Dorf Tirol, 1838
Louis Gurlitt: Norwegischer Wasserfall, 1835 (Museumsberg Flensburg)

Heinrich Louis Theodor Gurlitt (* 8. März 1812 in Altona; † 19. September 1897 in Naundorf, heute Ortsteil von Schmiedeberg) war ein deutscher Maler.

Louis Gurlitt wurde als Sohn des Golddrahtziehermeisters und späteren Fabrikanten J. A. Gurlitt und Helene Eberstein geboren. Gemeinsam mit 17 Geschwistern wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf. In seiner Schulzeit als Musterschüler bekannt wurde sein zeichnerisches Talent früh entdeckt und gefördert. Seine erste Ausbildung erhielt er bei Günther Gensler, einem Freund der Familie, in Hamburg. In den Jahren 1828 bis 1832 war er Schüler und Gehilfe von Siegfried Detlev Bendixen, in der Zeit danach (1832–1834) Schüler der Kopenhagener Kunstakademie, wo er seine Passion zur Landschaftsmalerei bei Christoffer Wilhelm Eckersberg und Johan Ludwig Gebhard Lund entwickelte. Er unternahm später zahlreiche Studienreisen in fast alle europäischen Länder. Auf Anraten befreundeter Künstler und auf Einladung des Gothaer Herzogs Ernst II. übersiedelte Gurlitt im März 1860 in die thüringische Residenzstadt Gotha, wo er im Schloss Mönchhof ein Atelier eingerichtet bekam. Hier lebte auch der Schriftsteller Gustav Freytag, mit dem Gurlitt befreundet war. Gurlitt verbrachte vierzehn schaffensreiche Jahre in Gotha, wurde hoch geschätzt und verehrt. Nach weiteren Zwischenstationen in Dresden und Plauen verlegte der Künstler seinen Hauptwohnsitz nach Steglitz bei Berlin.

Überschattet wurde sein Familienglück zunächst durch den frühen Tod der ersten beiden Ehefrauen. In dritter Ehe war er mit Else Lewald vermählt, sie schenkte ihm sieben Kinder, wenige Tage nach seiner Goldenen Hochzeit verstarb Gurlitt an seinem Sommerwohnsitz in Naundorf. Seine Söhne waren u. a. der Architekturhistoriker Cornelius Gurlitt, der Kunsthändler Fritz Gurlitt, der Pädagoge Ludwig Gurlitt und der Klassische Archäologe Wilhelm Gurlitt. Sein Neffe und Schüler war der Hamburger Maler und Lithograph Eugen Krüger.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Literatur

  • Hermann Arthur Lier: Gurlitt, Louis. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 49, Duncker & Humblot, Leipzig 1904, S. 642–644.
  • Ulrich Schulte-Wülwer: Malerei in Schleswig-Holstein. Katalog der Gemäldesammlung des Städtischen Museums Flensburg. Heide 1989, ISBN 3-8042-0467-8
  • Ulrich Schulte-Wülwer, Hedinger, Bärbel (Hrsg.) Louis Gurlitt 1812-1897. Porträts europäischer Landschaften in Gemälden und Zeichnungen. Hirmer Verlag, München, 1997 ISBN 3-7774-7610-2

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Louis Gurlitt, Ulrich Schulte-Wülwer, Bärbel Hedinger, Louis Gurlitt, 1812-1897: Porträts europäischer Landschaften in Gemälden und Zeichnungen, 1997, S. 97
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