Louis I. de Lorraine-Guise

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Louis de Lorraine (1527-1578).jpg
Wappen

Louis I. de Lorraine-Guise (* 21. Oktober 1527 in Joinville; † 29. März 1578 in Paris) war Kardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Louis war der vierte Sohn von Claude de Lorraine, duc de Guise und Antoinette de Bourbon, und damit der jüngere Bruder des Kardinals Charles de Lorraine-Guise und des Herzogs François de Lorraine, duc de Guise.

Ludwig wurde am 11. Mai 1545 Bischof von Troyes, am 27. Juni 1550 Bischof von Albi, am 9. Mai 1561 Erzbischof von Sens (trat aber schon ein Jahr später für Kardinal Nicolas de Pellevé zurück) und am 5. Oktober 1568 zum Erzbischof pro hac vice von Metz. Konsekriert wurde er am 1. April 1571 durch seinen Bruder Charles.

Bereits im Konsistorium vom 22. Dezember 1553 wurde er von Papst Julius III. zum Kardinal kreiert. Als Kardinaldiakon erhielt er am 17. Juli 1555 die Titelkirche "San Tommaso in Parione" in der er am 24. März 1568 zum Kardinalpriester ernannt wurde.

Im Konklave vom 15. Mai 1555 wählte er am 23. Mai 1555 Kardinal Gian Pietro Carafa zum Papst Paul IV. und am 25. Dezember 1559 Kardinal Giovanni Angelo de 'Medici zum Papst Pius IV.. An den Konklaven 1553, 1565/66 und 1572 nahm er nicht teil.[1][2]

Am 13. Februar 1575 krönte Louis Heinrich III. in Reims zum König von Frankreich.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Kardinäle der Heiligen Römischen Kirche, 22. Dezember 1553
  2. Hierarchia Catholica Medii et Recentioris Aevi, Band 3, Seite 298


Vorgänger Amt Nachfolger
François Beaucaire de Péguillon Bischof von Metz
1568–1578
Karl von Lothringen
Jean Bertrandi Erzbischof von Sens
1561–1562
Nicolas de Pellevé
Jean de Lorraine-Guise Erzbischof von Albi
1550–1561
Laurent Kardinal Strozzi
Odard Hennequin Bischof von Troyes
1545–1550
A. Caraccioli