Louis Jacoby (Kupferstecher)

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Louis Jacoby (* 7. Juni 1828 in Havelberg; † 11. November 1918[1] in Berlin) war ein deutscher Kupferstecher.

Leben[Bearbeiten]

Jacoby erlernte die Kupferstecherei bei Eduard Mandel in Berlin und fertigte eine Reihe von Stichen teils in Karton-, teils in Linienmanier. Der erste derselben war der Evangelist Johannes (nach Alessandro Tiarini), worauf dann für die Dunckersche Ausgabe der Wandgemälde Kaulbachs im Neuen Museum Berlin die Hunnenschlacht sowie die Sage und die Geschichte und für Kaulbachs Shakespeare-Galerie die Lady Macbeth schlafwandelnd folgten. Später nahm er einen vierjährigen Aufenthalt in Paris, bereiste Spanien und verweilte zwei bis drei Jahre in Rom.

1863 wurde er Professor der Kupferstecherkunst in Wien und brachte zunächst eine Reihe von Porträtstichen nach Winterhalter, Kaulbach und eignen Zeichnungen sowie Alexander und Roxane, nach Soddoma, und die Kartons zu den beiden Vorhängen des Neuen Opernhauses in Wien, nach Rahl und Laufberger. Bereits in Rom malte er Raffaels Platonakademie, genannt Schule von Athen. Das 6 Meter lange Fresco wurde im 19. Jahrhundert von Louis Jacoby in Berlin als Kupferstich renoviert.[2]

1871 erhielt er den Orden der Eisernen Krone und wurde 1872 Ehrenmitglied der Akademie in München.

Von Jacobys Stichen sind zu nennen: die Porträts des österreichischen Kaiserpaars sowie von Karl Freiherr von Rokitansky, Peter Ritter von Cornelius, Ernst Karl Guhl, Theodor Mommsen, Wilhelm Henzen, Franz Grillparzer, General de la Motte-Fouqué, sowie dem Grafen York v. Wartenburg.

Jacoby liegt auf dem Jüdischen Friedhof in Havelberg begraben.[3]

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Todesanzeige in: Vossische Zeitung vom 18. November 1918
  2. „Schule von Athen“
  3. Gerald Christopeit, Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Havelberg, in: Stadt Havelberg (Hrsg.), Havelberg, kleine Stadt mit großer Vergangenheit, Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle 1998, ISBN 3-932776-11-9, S. 163.