Louis Napoléon (1914–1997)

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Louis Napoléon Bonaparte, Louis Jérôme Victor Emmanuel Léopold Marie, Prince Napoléon, Prince français, Duc de Monfort, Altesse Impériale (* 23. Januar 1914 in Brüssel; † 3. Mai 1997 in Genolier, Schweiz) war von 1926 bis zu seinem Tod 1997 das Oberhaupt des Hauses Bonaparte und erhob damit als Napoleon VI. Anspruch auf den französischen Thron.

Leben[Bearbeiten]

Er war der Sohn von Napoléon Victor Jérôme Frédéric Bonaparte (1862–1926) und Clementine von Belgien.[1] Damit stammte er väterlicherseits von Jérôme Bonaparte, einem Bruder des Kaisers Napoleon I., ab. 1926 wurde er im Alter von zwölf Jahren zum Oberhaupt des Hauses Bonaparte und damit zum französischen Thronfolger erklärt.

Nach seinem Studium in Löwen und Lausanne trat Prinz Louis Napoléon 1939 in die französische Fremdenlegion ein. 1940 schloss er sich der Résistance an. 1942 wurde er nahe der spanischen Grenze von der Gestapo festgenommen, jedoch auf Betreiben der italienischen Königsfamilie bald freigelassen. Danach war er weiterhin in der Résistance aktiv, wobei er sich in der Organisation de Résistance dans l'Armee engagierte. Dafür wurde er von Charles de Gaulle zum Ritter der Ehrenlegion ernannt und durfte sich ab 1950 offiziell in Frankreich aufhalten, nachdem er auf seinen Thronanspruch verzichtet hatte.

1949 heiratete er Alix de Foresta. Sie hatten vier Kinder, die Zwillinge Charles Napoléon und Catherine (* 1950), Laure (* 1952) und Jérôme (* 1957). Als ältester Sohn trat Charles Napoléon Bonaparte nach dem Tod seines Vaters die Nachfolge als Oberhaupt des Hauses Bonaparte an.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,769372,00.html
Vorgänger Amt Nachfolger
Victor Napoléon Armoiries-Empire.jpg
Oberhaupt des Hauses Bonaparte
bonapartistischer Thronprätendent Frankreichs
1926 bis 1997
Charles Napoléon