Louis Stewart

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Louis Stewart (* 5. Januar 1944 in Waterford, Irland) ist ein irischer Jazzgitarrist und Komponist.

Stewart erhielt Klavierunterricht und spielte ab 15 Jahren Gitarre. Er spielte in verschiedenen Show-Bands und in der Band von Jim Doherty, mit dem er 1961 in den USA tourte. Er war Mitglied im Trio des Pianisten Noel Kelahan und in einem Trio mit dem Organisten Dick Keating und Saxophonisten Jim O´Reilly und erhielt 1968 einen Spezialpreis beim Jazzfestival in Montreux. Gleich danach war er ab 1969 drei Jahre bei Benny Goodman. Er spielte 1968/69 im Quartett und der Big Band von Tubby Hayes, arbeitete als Freelancer in Dublin, wo er auch viel komponierte und war einige Jahre zwischen 1975 und 1979 Mitglied von Combos von Ronnie Scott. 1975 erschien sein erstes Album Louis the First (Hawk Records), dem viele weitere folgten, unter anderem mit Peter Ind (mit dem er seit etwa 1978 im Duo spielte), Red Mitchell, Spike Robinson, Bill Charlap und Peter King. 1979 tourte er in Australien mit Blossom Dearie und Don Burrows, spielte gelegentlich mit der Bigband von Harry South und mit dem skandinavischen Pianisten Per Husby.

Ende der 1970er-Jahre begann er mit George Shearing zu touren (u.a. Südamerika) und aufzunehmen. Er spielte in den 1980er-Jahren häufig mit Stephane Grappelli, arbeitete aber hauptsächlich als Freelancer mit eigenem Quartett und Trio. Er nahm auch mit Joe Williams, Carol Kidd, Eileen Farrell und J. J. Johnson auf.

Seit 1994 spielt er viel im Trio mit dem Bassisten Peter Washington und dem Schlagzeuger Lewis Nash und er tritt auch viel Solo auf.

Er komponiert auch, unter anderem das von Ulysses von James Joyce inspirierte JoyceNotes, das er in Oslo aufnahm. Er tritt viel in Norwegen und Deutschland auf. Stewart wohnt seit den 1970er-Jahren in Dublin.

Er ist Ehrendoktor des Trinity College, Dublin.

Lexikalischer Eintrag[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]