Louise-Hippolyte (Monaco)

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Fürstin Louise-Hippolyte von Monaco

Louise-Hippolyte von Monaco (* 10. November 1697 in Monaco; † 29. Dezember 1731 ebenda) aus der Familie der Grimaldi war vom 20. Februar 1731 bis zu ihrem Tod im selben Jahr Fürstin von Monaco.

Louise-Hippolyte war die Tochter von Antoine I. von Monaco und Maria von Lothringen. Am 20. Oktober 1715 wurde sie mit dem normannischen Lehnsherrn Jacques-Francois Léonor de Goyon, Sire de Matignon, Graf von Torigni verheiratet. Die Heirat wurde mit der Unterschrift des noch fünfjährigen Ludwig XV. von Frankreich besiegelt, es war seine erste Amtshandlung als König.

Zum Zeitpunkt des Todes ihres Vaters am 20. Februar 1731 hat Louise-Hippolyta bereits acht Kinder und lebt in Paris. Am 4. April 1731 reist sie nach Monaco, wo sie ihr Erbe antreten will und mit Jubel empfangen wird. Ihr Ehemann Jacques, der nachfolgt, wird merklich kühler empfangen und muss feststellen, dass seine Frau die Herrschaft bereits übernommen hat.

Allerdings stirbt Louise-Hippolyte bereits am 29. Dezember desselben Jahres an den Pocken, die in Monaco grassieren. In ihrer kurzen Regierungszeit konnte sie immerhin einige Reformen durchsetzen, darunter das Verbot, Waffen zu tragen.

Aus der Ehe mit Jacques stammt ihr offizieller Nachfolger Honoré III. von Monaco. Zunächst übernimmt aber ihr Ehemann als Jacques I. die Herrschaft über den Staat. Allerdings stößt er in Monaco auf extreme Ablehnung, so dass er im Mai 1732 das Land verlässt und abtritt. Das Amt des Vormundes übernimmt der uneheliche Sohn seines Schwiegervaters Antoine, Antoine Grimaldi.

Vorgänger Amt Nachfolger
Antoine I. Fürstin von Monaco
1731
Jacques I.