Loutrophoros

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Loutrophoros des Analatos-Malers, Louvre (CA 1960)

Die Loutrophoros oder Loutrophore (griechisch ἡ λουτροφόρος hē loutrophóros) ist eine besondere Form in der griechischen Feinkeramik. Sie zeichnet der charakteristische lange Hals mit den beiden besonders gearteten Henkeln aus.

Die Loutrophoros wurde für das Aufbewahren des Wassers während des Heirats- wie auch des Begräbnisrituals genutzt und ist somit ähnlich den Lekythen oder dem Lebes Gamikos im Kult von Bedeutung. Sie findet sich daher auch sehr zahlreich in den Gräbern unverheirateter Frauen. Die Loutrophoros wurde auch auf dem Grabstein selbst angebracht entweder als in Stein geformte Vase oder als Relief wie zum Beispiel auf einer Stele, die einen Panaitios aus dem Demos Hamaxanteia nennt.[1] Weitere Beispiele wurden auf dem Kerameikos in Athen gefunden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rosmarie Mösch-Klingele: Braut ohne Bräutigam. Schwarz- und rotfigurige Lutrophoren als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen in Athen. von Zabern, Mainz 2010, ISBN 978-3-8053-4094-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Loutrophoroi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ursula Knigge: Der Kerameikos von Athen. Führung durch Ausgrabungen und Geschichte. Krene-Verlag, Athen 1988, S. 154 mit Abb. 151b; Christoph W. Clairmont: Classical Attic Tombstones. Band 2: Catalogue (2.000 – 2.999). Akanthus – Verlag für Archäologie, Kilchberg 1993, S. 652–653, Nr. 2710.