Love Will Tear Us Apart

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Love Will Tear Us Apart
Joy Division
Veröffentlichung April 1980 (7")
Juni 1980 (12")
Länge 3:18
Genre(s) Post-Punk, Gothic Rock, Synthie Pop[1][2]
Autor(en) Bernard Sumner, Peter Hook, Stephen Morris, Ian Curtis

Love Will Tear Us Apart ist das bekannteste Lied der englischen Post-Punk-/Dark-Wave-Band Joy Division.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Lied wurde im Juni 1980, kurz nach dem Suizid des Sängers und Texters von Joy Division, Ian Curtis, veröffentlicht und erreichte in den UK-Charts Position 13.

Das Lied wurde drei Mal vollständig aufgenommen. Die drei Aufnahmen im November 1979, im Januar 1980 sowie im März 1980 unterscheiden sich unter anderem durch eine Textvariante in der zweiten Strophe. In der Version von November 1979 (aufgenommen für eine John Peel Session) heißt es „have our feelings run dry“, in den Versionen von Januar und März 1980 heißt es „our respect run so dry“. Die letzte Version ist ebenfalls auf Substance vertreten.

Im Juni 1980 wurde das Lied als 12" Maxi-Single bei Factory Records unter der Katalognummer FAC 23 veröffentlicht. Die B-Seite der Maxi enthält neben einer kürzeren Version des Titels den Song These Days.[3] Das ansonsten schwarze Cover der Maxi zeigt die schwarzweiße Fotografie einer liegenden Engelsfigur des französischen Fotografen Bernard Pierre Wolff, der auch die Coverfotografie zum Joy-Division-Album Closer anfertigte.[4]

1983 wurde das Lied noch einmal veröffentlicht, diesmal erreichte es Position 19 in den britischen Charts. Der Song befindet sich außerdem auf der 1988 erschienenen Compilation Substance und auf dem Soundtrack zum Film Donnie Darko aus dem Jahr 2001.

Love Will Tear Us Apart wurde im Jahr 2003 vom New Musical Express zur besten Single aller Zeiten gewählt[5] und ist in der Liste der 500 größten Songs aller Zeiten des Rolling Stone Magazines auf Platz 181 aufgeführt.[6]

Curtis’ Grabstätte

Curtis’ Witwe Deborah ließ den Satz „Love Will Tear Us Apart“ auf den Grabstein ihres Mannes meißeln, welcher im Juli 2008 von Unbekannten gestohlen wurde und durch einen neuen Stein ersetzt werden musste.[7][8]

Musikvideo[Bearbeiten]

Der in Farbe gedrehte Videoclip beginnt mit einer eine links gewendelte Treppe hinaufführenden Kamerafahrt zu einer Tür, die von einer Hand durch den Türspalt von innen geöffnet wird. Auf der Holztür befinden sich diverse Namenszüge, so auch die Kürzel der Bandmitglieder. Die Tür schwingt zur Einleitung des Musikstücks mehrmals auf und zu und gibt schließlich den Blick in eine leere Fabrikhalle frei. Die nächste Einstellung zeigt zuerst Bernard Sumners Hand, die einen Synthesizer (ARP Omni) spielt, dann Stephen Morris am Schlagzeug, schließlich Peter Hook am Bass (Yamaha BB1200). Es folgt eine Totale auf die gesamte Gruppe in der Halle, umringt von Musikequipment und Scheinwerfern. In der Mitte steht der Sänger Ian Curtis mit einer weißen VOX-Phantom-E-Gitarre.[9]

Im weiteren Verlauf sind abwechselnd die Bandmitglieder zu sehen, wobei die Kamera gelegentlich schwenkt und die einzelnen Musiker in einer halbnahen Einstellung von vorne filmt. Am Ende des Videos wird erneut die Tür gezeigt, die wie am Anfang des Clips von der Geisterhand geöffnet wird um den Blick auf die nunmehr wieder menschenleere Lagerhalle freizugeben.

Ein rotes Glühen bzw. eine Überstrahlung als Effekt (möglicherweise auch ein beabsichtigter Fehler) verleiht dem Video in der Anfangs und Schlussszene eine zusätzliche unwirkliche Komponente.

Das Video wurde am 18. April oder am 28. April (?) 1980 in TJ Davidson’s Rehearsal Studio, einem ehemaligen Lagergebäude in Manchester, aufgenommen.[10][11] Kameramann war Peter Mackay, Regie führte Stuart Orme.[12]

Coverversionen[Bearbeiten]

Es existieren zahlreiche Coverversionen des Songs, unter anderem von Paul Young, The Cure, New Order, Moonspell, den Swans, The Frames, In the Nursery, The King, Vasko, Chuzpe, Fall Out Boy (als Acoustic-Version auf der Platte My Heart Will Always Be The B-Side To My Tongue zu finden), Adam Green, Squarepusher, Evelyn Evelyn, Calexico, The Shanes, Nerina Pallot, Unbroken, Invisible Limits, José González, Phillip Boa, John Jones von der Oysterband mit June Tabor (auf der Live-CD The Big Session Vol. 1), Die Art, Nouvelle Vague, Michelle Darkness, Susanna and the Magical Orchestra, Honeyroot, The Blood Divine (auf dem Sampler Peaceville X), Final Virus (als Live-Version auf dem Album Super Heroes And Phat Pink Elephants, aufgenommen beim Spuugh-Festival in Vaals/NL), Culture Kultür auf ihrem 2010 erschienenem Album Spirit (Caustic Records) und Scott Matthew. Als Bootleg existiert eine Version von Arcade Fire mit U2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chuck AzEee!: Joy Division – Substance. In: Progressiveears.com. 7. Mai 2003. Abgerufen am 23. Oktober 2013: „the moody "Love Will Tear Us Apart" would become a synth-pop anthem and one of the most often covered songs of the era.“
  2. Scott Floman: Joy Division – Substance (Qwest ‘88). Abgerufen am 23. Oktober 2013: „“Love Will Tear Us Apart” is simply a lovely synth pop song with affecting lyrics that linger in listener's memories long after the last note.“
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFactory Records Catalogue FAC 1–50. Abgerufen am 17. November 2008.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBernard Pierre Wolff. Abgerufen am 17. November 2008 (englisch).
  5. hr-online: hr3 pop dolmetscher vom 30. Juni 2008
  6. Rolling Stone – The RS 500 Greatest Songs of All Time
  7. BBC News, 2. Juli 2008: Ian Curtis memorial stone stolen (engl.)
  8. Macclesfield Express, 30. Juli 2008: New stone laid at Curtis memorial (engl.)
  9. Joy Division Equipment. Abgerufen am 12. Juni 2014.
  10. Joy Division promotional videos. Abgerufen am 12. Juni 2014.
  11. Joy Division Places of Interest. Abgerufen am 12. Juni 2014.
  12. Love Will Tear Us Apart (1980). IMVDb, abgerufen am 12. Juni 2014.