Lubawa
| Lubawa | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |||
| Landkreis: | Iława | |||
| Fläche: | 16,8 km² | |||
| Geographische Lage: | 53° 30′ N, 19° 45′ O53.519.75Koordinaten: 53° 30′ 0″ N, 19° 45′ 0″ O | |||
| Einwohner: |
9661 |
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| Postleitzahl: | 14-260 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | NIL | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Nächster int. Flughafen: | Bydgoszcz | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadtgemeinde | |||
| Fläche: | 16,8 km² | |||
| Einwohner: |
9661 |
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| Bevölkerungsdichte: | 574 Einw./km² | |||
| Gemeindenummer (GUS): | 2807021 | |||
| Verwaltung (Stand: 2007) | ||||
| Bürgermeister: | Edmund Standara | |||
| Adresse: | ul. Rzepnikowskiego 9 A 14-260 Lubawa |
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| Webpräsenz: | www.lubawa.pl | |||
Lubawa [luˈbava] (deutsch Löbau in Westpreußen) ist eine Stadt im nördlichen Polen mit etwa 9.500 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Stadt liegt im Powiat Iławski in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, im ehemaligen Westpreußen. Dort befindet sie sich unmittelbar südwestlich der Kernsdorfer Höhe am Flüsschen Sandela, nicht jedoch an der Wel, von der sie weiträumig umflossen wird.
[Bearbeiten] Geschichte
Erstmals Erwähnung findet die terra Lubavia 1216 im Zusammenhang mit einer Preußenburg. Für die Stadt datiert der erste schriftliche Nachweis von 1260. Über die Bedeutung des Namens sind sich die Linguisten nicht einig. Er dürfte jedoch eine Landschaftsbeschreibung darstellen (prußisch "loba":Tal, Vertiefung; vgl. dazu lettisch "lubene": Wiese). Stadt und Burg wurden 1269 durch die Sudauer zerstört. Die Bischöfe von Kulm ließen Stadt und Feste wieder aufbauen und residierten im Schloss, bis sie 1781 ihren Sitz nach Kulmsee verlegten.
Von 1466 bis 1772 gehörte Löbau zu Polnisch-Preußen. Das Land Löbau, Lateinisch: Lobovia, wurde geteilt (siehe Karte unten). 1724 zerstörte ein Stadtbrand große Teile der Stadt. Davon erholte sich Löbau nur schwer, 50 Jahre später hatte es nur 624 Einwohner und über 100 Grundstücke lagen noch wüst. Es gab kaum massive Häuser, vorherrschend waren Fach- und Schurzwerkbauten.
Durch die Erste Polnische Teilung kam Löbau 1772 an das Königreich Preußen, war aber von 1807 bis 1815 unter Napoleon vorübergehend Teil des Herzogtum Warschau. 1813 brannte auch noch das Schloss nach einem Blitzeinschlag aus und wurde abgebrochen. Die Einwohnerzahl stieg bis 1819 auf 1300 an. 1884 bekam Löbau Anschluss an die Eisenbahn. In der Stadt war kaum Industrie ansässig, es dominierten das kleine Handwerk und die Krämerei. Von 1818 bis 1920 gab Löbau dem Landkreis Löbau seinen Namen, Gemeindesitz war aber das benachbarte Neumark. Löbau und sein Landkreis gehörten zum Regierungsbezirk Marienwerder in der Provinz Westpreußen.
Während der gesamten Zugehörigkeit zu Preußen bzw. ab 1871 dem Deutschen Reich stieg der deutschsprachige Bevölkerungsanteil von Stadt und Umland nie über 36 %, eine Mehrheit der Einwohner war polnisch- bzw. masurischsprachig und überwiegend katholischer Konfession.[3]
1920 kam die Stadt an das wiederentstandene Polen. Während des Zweiten Weltkrieges war sie von den Deutschen besetzt und annektiert und gehörte zum Reichsgau Danzig-Westpreußen. Die Nationalsozialisten zerstörten unter anderem die städtische Synagoge. 1943 lebten 5657 Einwohner in der Stadt. 1945 wurde die Stadt von der Roten Armee erobert und in polnische Verwaltung übergeben, die deutsche Minderheit wurde vertrieben.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Erwin Liek (1878-1935), deutscher Arzt und Schriftsteller
- Walter Ziesemer (1882-1951), Germanist
[Bearbeiten] Landgemeinde
Die Landgemeinde Lobovia (polnisch:Lubawa), zu welcher die Stadt selbst nicht zählt, umfasst ein Territorium von 237 km² mit 10.436 Einwohnern (31. Dezember 2010). Dazu zählen die folgenden kleineren Ortschaften:
| polnischer Name | deutscher Name (bis 1920 und 1939-45) |
polnischer Name | deutscher Name (bis 1920 und 1939-45) |
polnischer Name | deutscher Name (bis 1920 und 1939-45) |
|---|---|---|---|---|---|
| Byszwałd | Bischwalde | Lubstyn | Lubstein 1911-45 Groß Lobenstein |
Rożental | Rosenthal 1942-45 Rosental |
| Czerlin | Czerlin 1942-45 Klein Nappern |
Lubstynek | Klein Lobenstein | Rumienica | Rommen |
| Fijewo | Fiewo 1942-45 Fienau |
Ludwichowo | Ludwigsthal 1942-45 Ludwigstal |
Sampława | Samplawa 1908-45 Samplau |
| Gierłoż | Preußisch Görlitz 1914-45 Görlitz |
Mortęgi | Mortung | Szczepankowo | Szepankowo 1866-1945 Stephansdorf |
| Gierłoż Polska | Groß Görlitz | Napromek | Gut Nappern | Targowisko | Targowisko 1904-45 Tergewisch |
| Grabowo | Grabau | Omule | Omulle 1942-45 Mole |
Tuszewo | Tuszewo 1903-42 Tuschau 1942-45 Tinnwalde |
| Gutowo | Guttowo 1942-45 Gutau |
Pomierki | Pomierken 1942-45 Pommerken |
Wałdyki | Waldiki 1865-1939 Waldek 1939-45 Waldeck |
| Kazanice | Kazanitz 1942-45 Kasenitz |
Prątnica | Prontnitza 1866-1945 Pronikau |
Zielkowo | Zielkau 1942-45 Schilkendorf |
| Łążyn | Londzyn 1942-45 Lansen |
Raczek | Raczek 1942-45 Rasen |
Złotowo | Zlottowo 1942-45 Güldenbach |
| Losy | Lossen | Rakowice | Rakowitz 1942-45 Rakel |
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Homepage der Stadt Lubawa
- Karte von Preußen 1600s mit Lobau (Löbau) und abgeteiltem Land Lobovia (Löbau) (unten rechts klicken zum Vergrößern)
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 23. Juni 2011.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 23. Juni 2011.
- ↑ Landkreis Löbau