Luc Illusie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Luc Illusie (* 1940) ist ein französischer Mathematiker, der sich mit algebraischer Geometrie beschäftigt.

Illusie studierte bei Henri Cartan (er nahm am Seminar Cartan/Schwartz 1963/64 teil) und war in den 1960er Jahren ein enger Mitarbeiter von Alexander Grothendieck, bei dem er 1971 an der Universität Paris-Süd in Orsay promoviert wurde (Complexe cotangent et déformations)[1]. Mit diesem und Pierre Berthelot gab er aber schon zuvor SGA 6, das Grothendieck Seminar für 1966/67, heraus. Er war Professor an der Universität Paris-Süd, wo er jetzt Professor Emeritus ist. 2006/07 war er am Institute for Advanced Study.

Mit Daniel Quillen führte er um 1970 das Konzept des Kotangenten-Komplexes ein. 1990 war er mit anderen Herausgeber der Grothendieck-Festschrift.[2]

Zu seinen Doktoranden zählt Gérard Laumon (1983). 2012 erhielt er die Émile-Picard-Medaille für seine grundlegenden Arbeiten zum Kotangenten-Komplex, der Picard-Lefschetz-Formel, der Hodge-Theorie und der logarithmischen Geometrie.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 2 Bände, Springer, 1971, 1972, Lecture Notes in Mathematics Bd. 239, 283
  2. Pierre Cartier, Luc Illusie, Yuri Manin, Kenneth Alan Ribet, Nicholas Katz, Gérard Laumon (Herausgeber) The Grothendieck Festschrift, 2 Bände, Birkhäuser 1990
  3. Würdigung bei der Academie des Sciences 2012, pdf